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Coburg

AOK-Mitarbeiter im Warnstreik

Sie fordern mehr Lohn und strukturelle Verbesserungen. Bisher haben die Arbeitgeber das aber abgelehnt. In Coburg sind rund 50 Beschäftigte vor die Tür gegangen.



Um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen, ist es am Montag zu einem Warnstreik vor der AOK-Direktion Coburg gekommen. Foto: Schwerdt
Um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen, ist es am Montag zu einem Warnstreik vor der AOK-Direktion Coburg gekommen. Foto: Schwerdt  

Coburg - Bei der AOK-Direktion Coburg ist es am Montag zu einem 30-minütigen Warnstreik gekommen. Nach Gewerkschaftsangaben legten etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwischen 9 und 9.30 Uhr die Arbeit nieder. Damit wollen die gewerkschaftlich Organisierten in der laufenden Tarifauseinandersetzung den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen.

Wie Arnold Schwerdt, Vertrauensmann der Gewerkschaft Verdi bei der AOK Coburg, sagte, stehe natürlich eine Erhöhung der Vergütungen und Sozialzuschläge um 6,8 Prozent für die Beschäftigten der Allgemeinen Ortskrankenkasse in Bayern im Mittelpunkt der Forderungen. Es gehe aber auch um die Angleichung der unterschiedlichen Vergütungen für die diversen Ausbildungsgänge, die Erhöhung des Urlaubsgeldes auf 700 Euro und die Verkürzung der Laufzeiten für sogenannte Erfahrungsstufen. Darunter versteht man die Höhergruppierung von Mitarbeitern nach Berufsjahren. "Im Moment ist es so, dass die höchste Erfahrungsstufe erst nach 18 Dienstjahren erreicht werden kann", erklärte Arnold Schwerdt. "Wir setzen uns dafür ein, dass das in Zukunft schneller geht."

Der Tarifvertrag für die Beschäftigten der AOK ist von der Gewerkschaft Verdi zum 31. Dezember des vergangenen Jahres gekündigt worden. Seither ist es immer wieder einmal zu kürzeren Kundgebungen der Gewerkschaftsmitglieder gekommen. Am Montag lag der Schwerpunkt der Warnstreiks in Nürnberg, München und Passau, wo an den Kundgebungen jeweils mehr als 100 Beschäftigte teilgenommen haben. Das sagte Sigrid Stenzel, Landesfachbereichsleiterin bei Verdi in Bayern, gegenüber der Neuen Presse. Sie wies darauf hin, dass die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde am 16. Januar kein Angebot vorgelegt hatten. Stattdessen hätten sie die Abschaffung der Sozialzuschläge gefordert, die für die AOK-Beschäftigten einen finanziellen Ausgleich zur besseren Bezahlung in den Ersatzkassen darstellen soll.

Nächste Runde

Die nächste Tarifrunde soll laut Stenzel am 25. und 26. Februar stattfinden. Dann müsse sich auch etwas am Arbeitgeberangebot für die Gehälter tun. Bisher will man stufenweise die Gehälter um einmal zwei Prozent und zweimal 1,5 Prozent anheben. Das lehnt die Gewerkschaft als deutlich zu wenig ab. Deshalb habe Verdi nun auch zu Warnstreiks aufgerufen. "Das hat in NRW auch geholfen", so die Verdi-Sprecherin.

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Norbert Klüglein

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Veröffentlicht am:
17. 02. 2020
18:00 Uhr

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Norbert Klüglein

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17. 02. 2020
18:00 Uhr



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