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Coburg

Ab 20. Dezember flutscht es

Die neuen Autobahn- Rampen sind in einem Monat fertig. Sie sollen das Verkehrschaos bei Ebersdorf eindämmen. Gebaut wird aber bis Mitte 2018.



Komplizierte Planung: Günter Engelhardt, Jens Laußmann, Jürgen Alt und Michael Probst erläutern den Umbau des Verkehrsknotenpunktes Ebersdorf.
Komplizierte Planung: Günter Engelhardt, Jens Laußmann, Jürgen Alt und Michael Probst erläutern den Umbau des Verkehrsknotenpunktes Ebersdorf.   » zu den Bildern

Ebersdorf - Es ist jetzt schon kniffelig. Ende Dezember wird es noch viel komplizierter: Zwischen Zeickhorn und Ebersdorf, wo sich A 73 und Bundesstraße 303 kreuzen, kommt es regelmäßig zu Stauungen in den Morgen- und Abendstunden. Wenn dann Ende des Jahres die neue Umgehungsstraße von Ebersdorf, die CO 13, auch noch in diesen Verkehrsknotenpunkt mündet, könnte das zum Verkehrskollaps führen. Deshalb wird gerade bei Ebersdorf emsig gebaut.

Eröffnung der CO 13

Wenn die neuen Auf- und Abfahrtsrampen von der B 303 zur A 73 fertig sind, will der Landkreis Coburg die Umgehungsstraße von Ebersdorf (CO 13 neu) eröffnen. Wie Jürgen Alt, Sachgebietsleiter Tiefbau beim Landratsamt Coburg sagte, wird das voraussichtlich am 20. Dezember sein. Das Bürgerfest, das Landrat Michael Busch den Ebersdorfern versprochen hatte, die jahrzehntelang unter dem Durchgangsverkehr litten, soll dann im Juli 2018 stattfinden. "Wenn wirklich alles fertig ist", wie Alt betonte.

 

Im Mittelpunkt steht die Schaffung von neuen Rampen für die Autobahn. Aus den östlichen Coburger Landkreis - aber auch aus dem Raum Kronach - kommen viele Pendler, die morgens nach Coburg wollen. Der einfachste Weg führt sie bei Ebersdorf auf die A 73. Bis heute ist das Einbiegen auf die Autobahn eine zeitraubende Prozedur, weil sich die Autofahrer erst vor einer Ampel aufreihen und dann links abbiegen müssen. Ähnliches gilt für diejenigen, die von Süden kommen. Weil der Verbindung Lichtenfels-Kronach nicht ausgebaut ist, fahren viele bis Ebersdorf und dann auf der B 303 weiter. Aber auch hier heißt es zunächst: Warten vor der Ampel.

Diese beiden Probleme sollen jetzt, wie Günter Engelhardt von staatlichen Bauamt Bamberg (Servicestelle Kronach) am Dienstag sagte, durch die Bauarbeiten behoben werden. Sowohl im Norden wie auch im Süden des Autobahnknotens erhält die A 73 neue Auf- und Abfahrten. "Unser Ziel ist es, dass der Verkehr von und zur Autobahn künftig nicht mehr so stark von den Ampelanlage beeinträchtigt wird." Wer aus Osten kommt, wird also in Zukunft bei Ebersdorf rechts abbiegen und auf einer langgezogenen Einfädelspur auf die Autobahn auffahren können. Auch für diejenigen, die aus Süden kommen, gibt es bald eine eigene Spur. Sie mündet kurz vor Ebersdorf auf die B 303. "Und sollte die B 303 einmal dreispurig werden, dann speist der Abbieger automatisch die rechten Fahrspur", erklärte Engelhardt.

Nach aller Voraussicht könnten die beiden neuen Rampen noch vor Weihnachten - man rechnet mit dem 20. Dezember - für den Verkehr frei gegeben werden. Damit sind die Arbeiten an dem Verkehrsknotenpunkt aber noch nicht abgeschlossen. Wahrscheinlich bis Mitte 2018 wird die Firma Streicher aus Jena beschäftigt sein.

Folgende weitere Veränderung sind in den Kreuzungsbereich zwischen A 73 und B 303 nötig:

 

Verbesserungen an der Ost-Rampe: Bisher läuft darüber der gesamte Verkehr, der von der B 303 nach Norden will. In Zukunft wird diese Rampe nur noch von den Fahrzeugen befahren, die von Westen (Coburg / Grub am Forst) kommen und in Richtung Suhl / Coburg auf die Autobahn einfahren wollen. Damit es nicht zur Kollision mit den Rechtsabbiegern auf der anderen Seite der Ost-Rampe kommt, wird der Kurvenradius der Einmündung verändert. Die Autos fahren dann früher in die Autobahn ein. Dieser Umbau findet allerdings erst 2018 statt. Bis dahin bleibt diese Spur gesperrt. Fahrer aus dem Westen müssen in Ebersdorf wenden.

Anlage einer Geradeaus-Spur auf der Ost-Rampe: Wer von Lichtenfels kommt und nach Eröffnung der CO 13 auf die Umgehungsstraße von Ebersdorf fahren will, findet in Zukunft einen eigenen Fahrstreifen vor. Im Bereich der Einmündung ferner werden die Verkehrsinseln umgebaut. Das passiert im Frühjahr kommenden Jahres.

 

Neubau einer Rechtsabbiege-Spur von der B 303 auf die CO 13 (neu): Autofahrer, die von Osten (Sonnefeld / Kronach) kommen und ins Ebersdorfer Gewerbegebiet wollen, bzw. auf der Umgehungsstraße weiter fahren möchten, erhalten eine Rechtsabbiegespur. Die Spur ist im Rohbau bereits fertig und soll in den nächsten Wochen asphaltiert werden.

 

Verbesserung der Rechtsabbiege-Spur auf der Westrampe: Für Lastwagenfahrer die von Norden (Coburg / Suhl) kommen, an der Anschussstelle Ebersdorf abfahren und dann nach Osten (Ebersdorf / Sonnefeld / Kronach) weiter fahren wollen, war das Einbiegen in die B 303 bisher problematisch. Der Kurvenradius war zu eng. Die Zugmaschinen kamen regelmäßig auf die Gegenfahrbahn. Kleine Veränderungen an der Kurve sollen 2018 dieses Problem aus der Welt schaffen.

 

Schilderbrücken für die B 303: Da die Verkehrsführung auf dem Verkehrsknotenpunkt A 73 / B 303 nach Eröffnung der CO 13 noch komplexer wird, hat sich das staatliche Bauamt dazu entschlossen, Schilderbrücken aufzustellen. Die Wegweiser werden in Zukunft über den Köpfen der Autofahrer montiert und nicht mehr neben der Fahrbahn.

 

Michael Probst, der Verantwortliche bei der Autobahndirektion Nordbayern, und Jens Laußmann, Abteilungsleiter beim staatlichen Bauamt Bamberg gehen davon aus, dass bis Juli 2018 alle Arbeiten erledigt sind. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme bezifferten sie auf 2,5 Millionen Euro. Als letzten Schritt will die Straßenbaubehörde die Asphaltschicht zwischen der Einfahrt Ebersdorf-West und Zeickhorn erneuern.

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Norbert Klüglein

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Veröffentlicht am:
15. 11. 2017
00:00 Uhr

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Norbert Klüglein

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15. 11. 2017
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