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Coburg

Abfuhr für "ökologische Ampelschaltung"

Der Verwaltungssenat lehnt den Antrag von FDP- Stadtrat Eidt ab. In Coburg hat der ÖPNV Vorrang bei der grünen Welle.



Coburg - In Coburg wird nicht an der Schaltung der Ampeln gedreht. Der Verwaltungssenat der Stadt erteilte bei seiner letzten Sitzung einem Antrag von Dr. Hans-Heinrich Eidt eine eindeutige Absage: Kein einziger Stadtrat mochte sich für die Idee des FDP-Politikers erwärmen.

Eidt wollte eine sogenannte "ökologische Ampelschaltung" in Coburg etablieren. Gemeint ist damit eine grüne Welle, die die Autofahrer ohne große Unterbrechungen von Nord nach Süd - oder umgekehrt - durch die Stadt spült. Nach Ansicht von Dr. Eidt könnten dadurch unnötige Wartezeiten sowie unerwünschter Stopp-and-go-Verkehr verhindert werden.

"Wir haben leider keine eindeutige Hauptverkehrsrichtung in Coburg", bedauerte Sandra Geiger vom Ordnungsamt der Stadt. Vielmehr gäbe es neun verschiedene Rechenmodelle, die - abhängig von Tageszeit und Verkehrsdichte - für die Steuerung der Coburger Ampelanlagen angewendet würden. Ferner wies Geiger darauf hin, dass nicht dem Individualverkehr, sondern dem Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) Vorrang eingeräumt werden solle. "Die Ampelschaltungen sind so ausgelegt, damit die Fahrgäste so schnell wie möglich an ihre Zielen gelangen", betonte die Sprecherin des Ordnungsamts.

Die Einrichtung des EDV-gestützten Steuerungs- und Lenkungssystems, das seit 2014 in Coburg läuft, hätte die Stadt 2,5 Millionen Euro gekostet. Änderungen an der Steuerung würde weitere Kosten verursachen, warnte Geiger. Die Mitglieder des Verwaltungssenats hatten kein Interesse, eine Modifikation an den Ampelschaltungen in Auftrag zu geben. OB Norbert Tessmer wies ergänzend darauf hin, dass eine Ampelschaltung, die den Individualverkehr bevorzuge, "nicht mehr in die Zeit passt". nk

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Veröffentlicht am:
24. 09. 2019
17:18 Uhr

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Veröffentlicht am:
24. 09. 2019
17:18 Uhr



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