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Coburg

Ahorn setzt auf erfahrene Kräfte

Reibungslos ging die konstituierende Sitzung des Gemeinderates über die Bühne. Wolfgang Beyer bleibt 2., Udo Bohl ist nun neuer 3. Bürgermeister.



Gratulation à la Corona: Ahorns alter und neuer Bürgermeister Martin Finzel (parteilos) und sein Stellvertreter Wolfgang Beyer (SPD) beglückwünschen den frisch vereidigten neuen 3. Bürgermeister Udo Bohl (CSU, von rechts). Foto: Knauth
Gratulation à la Corona: Ahorns alter und neuer Bürgermeister Martin Finzel (parteilos) und sein Stellvertreter Wolfgang Beyer (SPD) beglückwünschen den frisch vereidigten neuen 3. Bürgermeister Udo Bohl (CSU, von rechts). Foto: Knauth  

Ahorn - Andere Kommunen des Landkreises weisen viele neu gewählte Räte oder Bürgermeister auf. In Ahorn überwiegt die Erfahrung: Neben dem bestätigten Rathauschef Martin Finzel (parteilos) vertreten wie seit 2008 Wolfgang Beyer (SPD) als 2. und jetzt neu Udo Bohl (CSU) als 3. Bürgermeister die Kommune.

In der konstituierenden Sitzung, die wegen des coronabedingten Sicherheitsabstands in der Kulturhalle in Witzmannsberg stattfand, wurden die beiden erfahrenen Lokalpolitiker - zusammen bringen es Beyer und Bohl auf stolze 56 Jahre im Gemeinderat - ohne Gegenstimme gewählt.

Lediglich vier Gemeinderäte gehörten dem Vorgänger-Gremium nicht an. Mit sechs Vertretern stellen CSU und Bürgerverein - trotz des Verlusts von einem Mandat - im neuen Rat die stärkste Fraktion. Neben den wiedergewählten Winfried Beyer, Udo Bohl, Timo Sollmann und Alexander Zech belegen neu der unterlegene Bürgermeisterkandidat Marcel Trost und Julia Griebel die übrigen Sitze.

Mit vier Räten folgen die Freien Wähler, zu denen sich neben den bisherigen Vertretern Hubert Becker, Silvia Finzel und Frank Haug nun Bauamtsleiter a.D. Rainer Scholz gesellt. Auf sechs Sitze bringt es die gemeinsame Fraktion aus SPD und Grünen mit Mathias Aust, Wolfgang Beyer, Nicole Dejosez, Gabriele Jahn, Michael Rosenbusch und dem Neuling Michael Zahner. Die vier neuen Räte wurden zu Beginn der Sitzung von Bürgermeister Finzel vereidigt. Anschließend nahm der Rathauschef seinem neuen Stellvertreter Bohl den Amtseid ab, der seinen Fraktionskollegen Winfried Beyer als 3. Bürgermeister ablöst.

"Große Herausforderungen liegen vor uns", betonte Finzel. Die Corona-Pandemie habe merkliche Spuren hinterlassen, die wirtschaftlichen Folgen seien schwer einzuschätzen. Dennoch hoffe er mit dem neuen Gremium die gute Arbeit des bisherigen Gemeinderates fortsetzen und die begonnenen Projekte voranbringen zu können. Namentlich nannte Finzel das Lehrschwimmbecken, den Schusterbau, die Generalsanierung der Grundschule und das Gelände rund um die Kulturhalle. Auch Investitionen in die Sicherheit der Feuerwehr Ahorn, in Erhalt und Ausbau der Infrastruktur, in "neue Formen des Wohnens und der Nahversorgung" stünden an. Finzel sagte: "Mit Blick auf die vor uns liegenden sechs Jahre wünsche ich mir das, was Ahorn immer wieder vorangebracht und ausgezeichnet hat: themenbezogenes Arbeiten, Offenheit im Umgang, Kompromissfähigkeit, das Vertrauen in Verwaltung und den Bürgermeister sowie eine Diskussionskultur, in der die Suche nach Lösungen an erster Stelle steht." Die Vergangenheit habe es gezeigt: "Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, kann Ahorn - auch im Miteinander mit anderen Kommunen - stark und unabhängig bleiben."

Diese Gemeinsamkeit habe er während der Corona-Pandemie in den Orten, den Vereinen und Kirchen verspürt. Sein besonderer Dank galt seinen Mitarbeitern für ihre "hervorragende Arbeit unter erschwerten Bedingungen".

Ebenso reibungslos abgesegnet wurden die Geschäftsordnung sowie die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts. "Die Gemeinde Ahorn hält Maß!" So kommentierte Finzel die vorab getroffene Vereinbarung, nach der das Sitzungsgeld bei 30 Euro verbleibt.

Die gemeinsame Fraktion von SPD und Grünen wird von Aust geführt (Jahn, Rosenbusch), den Freien Wählern steht Becker vor (Scholz, Haug) und bei CSU-BV hat Trost den Vorsitz inne (Beyer, Bohl). Zum Kinder- und Jugendbeauftragten wurde Dominik Österreicher bestimmt, der diese Position nun auch für den gesamten Landkreis einnimmt. Seniorenbeauftragte bleibt Silvia Finzel.

Autor

Bettina Knauth
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
13. 05. 2020
15:30 Uhr

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Bettina Knauth

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13. 05. 2020
15:30 Uhr



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