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Am 4. Juni ist Dienstantritt

In einer Woche übernimmt Karl Kolb offiziell das Amt des Lautertaler Bürgermeisters. Für die Gemeinde hat er bereits große Pläne.



Mit seiner Wahl zum Bürgermeister kommt eine aufregende Zeit auf das Ehepaar Kolb zu . Foto: Henning Rosenbusch
Mit seiner Wahl zum Bürgermeister kommt eine aufregende Zeit auf das Ehepaar Kolb zu . Foto: Henning Rosenbusch  

Lautertal - Das erste Bier, das Karl Kolb (ÜPW)sich nach der Lautertaler Wahl am Sonntag gönnt, diente zur Entspannung - die drei darauffolgenden, um das Ergebnis zu feiern. "Gerade die letzten Wochen des Wahlkampfes wurde die Anspannung immer größer", erklärt der neue Bürgermeister. Von dieser Anspannung befreit, stand er bereits am Tag nach der Wahl im Lautertaler Rathaus bereit, um sich vorab in seine neuen Aufgaben einzuarbeiten - und den Chefsessel probe zu sitzen. Offiziell tritt er seinen Dienst als neues Gemeindeoberhaupt nächsten Dienstag an.

"Ich muss mich hier aber erst eingewöhnen", berichtet Kolb. Erst dann könne es richtig losgehen. Bei dieser Eingewöhnung hilft ihm Martin Rebhan (SPD), der das Amt des Lautertaler Bürgermeisters am 11. Februar kommissarisch übernommen hatte, nachdem Sebastian Straubel (CSU) zum Landrat gewählt worden war. "Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge", betont Rebhan. Nun sei es jedoch an der Zeit für ihn, den Ruhestand anzutreten. "Solange - jetzt wo ich gehe - nicht alle erleichtert aufatmen, habe ich vermutlich alles richtig gemacht", erklärt er. Nun liege es bei Kolb, die Gemeinde weiter zu führen.

Bevor dieser anfangen kann, muss er sich jedoch zunächst der Flut an Glückwünschen für seine Wahl stellen. "Von heute früh um sieben bis Mittag stand mein Telefon fast nicht still", erinnert er sich. Viele Lautertaler hätten ihm aber bereits direkt nach der Wahl gratuliert - als erstes sein Wahlkampfkontrahent. Diesen habe er in der Zeit vor der Wahl richtig schätzen gelernt. "Ich muss mich bei Martin Flohrschütz dafür bedanken, dass er einen so fairen und sachlichen Wahlkampf möglich gemacht hat", berichtet Kolb. Er sei überzeugt, das habe den Lautertalern Lust gemacht, sich mit der Wahl zu beschäftigen. Zu erkennen sei dies an der Wahlbeteiligung von über 75 Prozent.

"Dass ich am Ende gewonnen habe, liegt glaub‘ ich an meiner Wahlkampfstrategie", erklärt der 52-Jährige. So habe er vier Wochen vor der Entscheidung mit einem klassischen Haustürwahlkampf angefangen und versucht, jeden Einwohner Lautertals persönlich zu sprechen. "Auch wenn es manchmal nur ganz kurz möglich war, habe ich Wert darauf gelegt, mich zumindest in drei bis vier Minuten vorzustellen", betont er. Insbesondere auf Ebene einer Bürgermeisterwahl zähle laut Kolb die Persönlichkeit der Kandidaten für die Wähler mehr als die Parteizugehörigkeit. "Das Zeitalter der klassischen Wählermilieus ist beendet", glaubt der Gewinner.

Für seine Zeit als Gemeindeoberhaupt hat Kolb bereits sehr konkrete Pläne. "Als erstes werde ich mich um das 50-jährige Jubiläum der Gemeinde Lautertal kümmern", berichtet der neue Bürgermeister. Danach werde er sich möglichst bald daran machen, seine Wahlkampfversprechen einzulösen: einen neuen Raum für alle Lautertaler, in dem generationenübergreifend Kulturangebote möglich seien, mehr Klima- und Umweltschutz auf Gemeindeebene - etwa durch die Einführung einer E-Wagen-Flotte - und einen
Shuttle-Dienst für Senioren. "Man darf aber nicht vergessen, dass es sich bei all diesen Plänen um mittel- bis langfristige Themen handelt", erklärt er. Bis zur Umsetzung dauere es also noch. Bis dahin erwarte ihn aber keinesfalls Stillstand. Seine neuen Aufgaben seien vielfältig.

"Ich bin mir bewusst, dass es auch Aufgabe des Bürgermeisters ist, die Gemeinde bei Veranstaltungen zu repräsentieren", betont er. Darauf freue er sich bereits. "Als Vereinsvorstand weiß ich selbst, wie wichtig es für Vereine ist, wenn weltliche und geistliche Würdenträger zu ihren Feiern und Jubiläumsveranstaltungen kommen", sagt Kolb. Es sei ein besonderes Zeichen von Respekt, das er plane den Bürgern seiner Gemeinde entgegenzubringen. Seine Frau sehe diesen Teil seiner neuen Arbeit jedoch kritisch. "Sie hat mich gebeten, mich zu wiegen, bevor ich den Posten antrete", erklärt er. Der Grund dafür sei, dass sie glaube, er könne bei all den Feiern nicht die Finger von den Häppchen lassen - und so an Gewicht zunehmen. "Selbstverständlich habe ich heute früh vergessen, mich zu wiegen", berichtet der neue Bürgermeister mit einem
Augenzwinkern.

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Andreas Wolfger
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Veröffentlicht am:
27. 05. 2019
21:38 Uhr

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Autor

Andreas Wolfger

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Veröffentlicht am:
27. 05. 2019
21:38 Uhr



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