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Coburg

Amsterdam statt Bosporus

Bereits im April hat der Kreisjugendring seine jährliche Istanbul-Fahrt wegen der Sicherheitslage abgesagt. Noch steht eine Wiederholung der Reise für die Osterferien 2017 auf dem Plan.



Der Kreisjugendring wollte die Blaue Mosche (links) und die Hagia Sophia besuchen. Jetzt fährt man lieber nach Amsterdam.	Foto : Sedat Suna / Picture Alliance
Der Kreisjugendring wollte die Blaue Mosche (links) und die Hagia Sophia besuchen. Jetzt fährt man lieber nach Amsterdam. Foto : Sedat Suna / Picture Alliance  

Normalerweise veranstaltet der Kreisjugendring Coburg in den Herbstferien für rund 15 Jugendliche und drei Betreuer eine Reise in die türkische Metropole Istanbul. Doch in diesem Jahr geht es stattdessen in die niederländische Hauptstadt Amsterdam. Die Entscheidung zur Absage der jährlichen Türkeireise sei bereits Mitte April gefallen, sagt Claudia Engelhardt, Geschäftsführerin des Kreisjugendrings.

Es wäre die vierte Reise dieser Art gewesen. Mit einer Bootstour auf dem Bosporus, Besuchen der Hagia Sophia, der Blauen Moschee, und des Topkapipalast sowie anderer Sehenswürdigkeiten sei das bei den Jugendlichen aus dem Landkreis Coburg immer "sehr beliebt", meint Engelhardt. Sogar ein Besuch des deutschen Generalkonsulats stand auf dem Programm.

Anfang des Jahres sah es auch noch danach aus, dass die sechstägige Tour stattfinden könnte, erklärt die Geschäftsführerin. Auf der Vorstandsklausur des Kreisjugendrings Mitte April sei dann allerdings die Entscheidung gefallen, den Trip abzusagen. "Wir haben uns entschieden auf Grund der Sicherheitslage auf die Istanbul-Fahrt zu verzichten", sagt Claudia Engelhardt und fügt an: Zeitlich sei die Entscheidung somit noch weit vor der Verschärfung der Situation durch den Putschversuch im Juli gefallen.

Es habe bereits Interessenten für die Fahrt in den Herbstferien gegeben. Diese und andere Reiselustige bekommen nun eine Alternative angeboten. Es geht jetzt für mehrere Tage nach Amsterdam. Dort erwartet die Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren unter anderem eine Grachtenrundfahrt, verschiedene Museumsbesuche oder gemütliche Einkaufsbummel zwischen Kanälen und Brücken. Der Preis von 300 Euro ist identisch mit dem der abgesagten Türkeireise.

Ob der Kreisjugendring in naher Zukunft wieder eine Reise nach Istanbul veranstalten wird, ist noch ungewiss. "Zur Zeit ist die Reise auf die Osterzeit 2017 verschoben", sagt Claudia Engelhardt. Ob die Fahrt wirklich stattfinden wird, entscheide sich im Oktober diesen Jahres auf der nächsten Vorstandsklausurtagung des Kreisjugendrings.

Damit schließt sich der Kreisjugendring dem allgemeinen Trend an. Fast 30 Prozent weniger Touristen kamen allein im April in die Türkei. Das Land verzeichnete den stärkste Touristen-Rückgang seit 1999.

Denn immer mehr Urlauber überlegen sich angesichts der jüngsten Entwicklungen sehr genau, ob sie überhaupt noch in das einst so beliebte Urlaubsland am Mittelmeer fliegen wollen. Vor zwei Jahren zählte die Türkei noch zum zweitliebsten Urlaubsland der Deutschen, hinter Spanien, das auch heuer auf Platz eine liegt.

Laut Gesetz ist ein kostenloser Rücktritt der Reise in Fällen höherer Gewalt möglich. Neben Naturkatastrophen zählen dazu auch politische Unruhen oder Bürgerkriegszustände wie sie zur Zeit in der Türkei zu beobachten sind. Klar wird die Angelegenheit, wenn das Auswärtige Amt eine Reisewarnung herausgibt. Gerade im Fall der Türkei zeigen sich die meisten Reiseveranstalter zur Zeit kulant. Siehe Kommentar

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Von Thomas Heuchling
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Veröffentlicht am:
12. 08. 2016
00:00 Uhr

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Von Thomas Heuchling

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12. 08. 2016
00:00 Uhr



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