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Coburg

Anruf-Sammel-Taxi geht in Verlängerung

Das Angebot kommt immer besser an, das System läuft stabil. Deshalb gibt der Verwaltungssenat grünes Licht für weitere drei Jahre.



Seit 2002 gibt es in Coburg das Anruf-Sammel-Taxi. Beteiligt sind die Gemeinden Ahorn, Niederfüllbach, Dörfles-Esbach und Lautertal.	Foto: Christoph Scheppe
Seit 2002 gibt es in Coburg das Anruf-Sammel-Taxi. Beteiligt sind die Gemeinden Ahorn, Niederfüllbach, Dörfles-Esbach und Lautertal. Foto: Christoph Scheppe  

Coburg - Die Frequenz nimmt zu, die Zahlen passen: Der Verwaltungssenat hat am Montag einstimmig die Fortführung des 2002 eingeführten Anruf-Sammel-Taxis (AST) beschlossen. Die Verlängerung ist auf weitere drei Jahre begrenzt und gilt bis einschließlich 30. September 2022.

So funktioniert das AST

Das Anruf-Sammel-Taxi (AST) ist die Erweiterung des ÖPNV zu den Zeiten, in denen keine Stadtbusse fahren.

 

Das AST ist zu folgenden Zeiten nutzbar: montags bis donnerstags von 21 bis 23.45 Uhr, freitags und samstags (und auch vor Feiertagen) von 21 bis 3.45 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 10.45 Uhr und von 21 bis 23.45 Uhr.

 

Die Anmeldung muss mindestens eine halbe Stunde vor der im Fahrplan angegebenen Abfahrt bei der AST-Zentrale telefonisch unter 09561/7491444 erfolgen. Folgende Angaben sind zu machen: Abfahrthaltestelle, Abfahrtzeit, Fahrtziel und Anzahl der Personen. Wichtig ist, zur vereinbarten Zeit an der Haltestelle zu stehen.

 

Nutzer können an jeder Haltestelle mit dem AST-Signet im Stadtbusbereich einsteigen und an jedem beliebigen Ort im AST-Gebiet (Stadtgebiet, Dörfles-Esbach, Ahorn und Lautertal) aussteigen.

 

Jeder Fahrgast zahlt den normalen Stadtbus-Einzelfahrpreis plus einen AST-Zuschlag von zwei Euro.

 

"Die Nachfrage ist im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen", erläuterte die ÖPNV-Beauftragte für die Stadt und Landkreis, Marita Nehring, dem Gremium die 2018er-Bilanz. Danach nutzten 10 173 Fahrgäste das Angebot - 700 mehr als 2017. Insgesamt gab es 8903 Fahrten (8567). Weil sich die Auslastung nur minimal verbessert habe, seien Taxiunternehmen und AST-Zentrale aufgefordert, auf eine verstärkte Bündelung der Fahrten zu achten, sagte Nehring.

 

Ihren Angaben zufolge deutet sich mit Blick auf die ersten vier Monate auch im laufenden Jahr eine weitere Steigerung an. Von Januar bis Ende April gab es 2018 durchschnittlich 848 Fahrgäste, aktuell sind es 955. Stets besonders groß sei die AST-Nachfrage im Dezember. Ein Grund dafür könnte der Weihnachtsmarkt auf dem Coburger Marktplatz sein, mutmaßte die ÖPNV-Beauftragte.

Die meist genutzten Fahrscheinarten sind weiterhin die Sechserkarte (2372) und die Monatskarte (4030). Die Höhe der Einnahmen bezifferte Nehring auf 23 400 Euro. Damit sind die meisten AST-Nutzer Stammkunden des Öffentlichen Personennahverkehrs. Das Semesterticket der Hochschule wurde im vergangenen Jahr 1373 Mal eingesetzt, was im Vergleich zu 2017 (1745) einen Rückgang bedeutet.

Zur Finanzierung tragen die SÜC mit 20 000 Euro bei, die aus den Einnahmen des Semestertickets verwendet werden. Für die Stadt selbst fielen 2018 Kosten in Höhe von 23 900 Euro an. Das sind 1100 Euro weniger als 2017, da die SÜC den Verwaltungskostenanteil leicht absenken konnte. Die zum AST-Verbund gehörenden Gemeinden Ahorn, Niederfüllbach, Dörfles-Esbach und Lautertal steuern insgesamt 16 300 Euro bei.

Beschwerden von Fahrgästen sind Nehring zufolge weiterhin gering. Darin sah sie ein Indiz dafür, dass das "System stabil läuft". Auch Leerfahrten seien mit 53 deutlich unterhalb der Ein-Prozent-Marke. Von Leerfahrten ist die Rede, wenn ein Taxi geordert wurde, der Anrufer/Nutzer aber nicht zur vereinbarten Zeit am angegebenen Ort erschienen ist.

Das AST unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung durch die SÜC. Die Ergebnisse werden regelmäßig reflektiert und mit den Taxiunternehmen sowie dem Personal der Buchungszentrale besprochen.

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Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
24. 06. 2019
16:34 Uhr

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Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
24. 06. 2019
16:34 Uhr



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