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Coburg

Auch Schumacher Packaging für Hotel im Rosengarten

Nach den Firmen Brose, HUK und Kaeser hat sich jetzt auch ein großes Unternehmen aus dem Landkreis für einen Hotelneubau im Coburger Rosengarten statt am Ketschenanger ausgesprochen.



Coburg - In einer Stellungnahme zu dem Thema fordert Björn Schumacher, Geschäftsführer von Schumacher Packaging in Ebersdorf bei Coburg, die Stadt möge sich von dem „Katastrophen-Klotz“ am Anger verabschieden und stattdessen Pläne realisieren, die schon 2007 im Rahmen des „Neuen Innenstadtkonzeptes“ (NIK) diskutiert wurden. Nämlich ein neues Kongresshotel in direkter Nachbarschaft zum Kongresshauses.

Wörtlich heißt es in der Stellungnahme: „Coburg braucht ein neues Hotel. Eines mit entsprechenden Kapazitäten für Veranstaltungen und Events. Da herrscht Einigkeit unter den großen Coburger Unternehmen. Auch wir von Schumacher Packaging haben bei unseren großen Events Jahr für Jahr wieder dieselben Schwierigkeiten, geeignete Veranstaltungsräume zu finden und unsere Gäste angemessen unterzubringen. Es stimmt: Die Coburger Wirtschaft will ein neues Hotel. Aber nicht irgendeins.

Von einem siebengeschossigen Betonklotz auf dem Anger hat letztlich niemand etwas – weder die Stadt und ihre Wirtschaft noch der Hotelbetreiber und seine Gäste. Das derzeit diskutierte Projekt Anger-Hotel ist gestalterisch und von seinem Standort her schlicht eine Katastrophe. Welches Unternehmen würde seine Gäste in solch einem Gebäude unterbringen, an solch einem Ort? Ebenso umtost vom Lärm der vorbeiführenden Hauptstraßen wie vom Grölen auf den Veranstaltungen am Anger (Frühlingsfest, Schützenfest, Zirkus...). Wenn wir als Unternehmen unseren Gästen eine Übernachtung in einem 4- oder 5-Sterne-Hotel ermöglichen wollen, dann bestimmt nicht in diesem abstoßenden Bau und nicht an dieser Stelle.

In den vergangenen Jahren hat Coburg sehr viel Geld und Kreativität in die Verschönerung der Altstadt gesteckt und damit Großartiges erreicht. Unsere zahlreichen Gäste sind heute immer wieder begeistert, wie schön die Innenstadt ist. Die Lebensqualität der Stadt ist für uns auch zum wichtigen Argument geworden, wenn wir neue Manager dafür gewinnen wollen, bei uns zu arbeiten. Der geplante Katastrophen-Klotz am Anger aber würde nur eines leisten: Er würde das mit so viel Mühe und Investitionen geschaffene Bild des pittoresken und lebenswerten Coburg wieder einreißen.

Es ist höchste Zeit endlich über Alternativen nachzudenken. Warum nicht erneut Ideen aus dem „Neue Innenstadt Konzept“ (NIK) bedenken? Das NIK, das 2007 im Bürgerentscheid schon eine Mehrheit fand, wollte ein neues Kongresshotel in die direkte räumliche Nachbarschaft des Kongresshauses rücken, am Standort Alexandrinenstraße, mit Blick auf den Rosengarten. Auch für den Hotelinvestor wäre eine unmittelbare räumliche Verbindung seines neuen Kongresshotels mit dem Kongresshaus sachlich und wirtschaftlich viel sinnvoller. Für die Stadt ist es höchste Zeit, endlich etwas zu tun, was bisher offenbar noch gar nicht passiert ist: direkt mit dem Investor zu sprechen, um Alternativen zu erörtern. Man darf nicht so tun, als erschöpften sich die Optionen für Coburg darin, entweder das scheußliche Hotel am Anger zu bekommen oder gar keines. Ja, die Coburger Wirtschaft braucht ein Hotel. Aber den Klotz am Anger braucht definitiv niemand“.

Autor

Volker Friedrich
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Veröffentlicht am:
07. 05. 2019
16:55 Uhr

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Volker Friedrich

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Veröffentlicht am:
07. 05. 2019
16:55 Uhr



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