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Coburg

Auch die SPD will den Musikern helfen

Petra Schneider spricht sich für einen Erhalt der Proberäume auf dem BGS-Gelände aus. Und OB Tessmer hat sich gestern mit dem Verein getroffen.



Schon jetzt gelten im dem Gebäude auf dem BGS-Gelände strikte Regeln. Die reichen aber nicht, damit das Haus auch 2020 weiter genutzt werden kann. Foto: sw
Schon jetzt gelten im dem Gebäude auf dem BGS-Gelände strikte Regeln. Die reichen aber nicht, damit das Haus auch 2020 weiter genutzt werden kann. Foto: sw  

Coburg - In die Sache mit der Nutzungsuntersagung der Proberäume auf dem BGS-Gelände kommt Bewegung. Bereits am Donnerstagabend hat Petra Schneider, Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Verein Cross Art angekündigt, den Musikern unter die Arme zu greifen. Am Wochenende hat Schneider das Vorhaben nun bekräftigt. "Während die CSU einen Antrag stellt, der ihre eigene Bürgermeisterin in die Pflicht nimmt, verfolgen wir den Weg, die Brandschutzauflagen konkret mit Fachleuten zu hinterfragen und Lösungen zu finden, mit denen sowohl die Behörde, als auch der Verein Cross Art leben kann", betont Petra Schneider gegenüber der Neuen Presse . Ihr Ziel ist es, dass die Musiker "so lange wie irgend möglich auf dem BGS-Gelände bleiben können, denn die Möglichkeit neue, geeignete Proberäume innerhalb Coburgs zu finden, halte ich für beinahe unmöglich". Für die Zukunft sollte man die Hoffnung trotzdem nicht aufgeben.

Mit dem Vereinsvorsitzenden André Hofmann sei vereinbart worden, bei einem weiteren Termin so schnell wie möglich gangbare Alternativen für alle Beteiligten zu suchen, so Petra Schneider. "Ich gehe sehr davon aus, dass der gesamte Coburger Stadtrat hinter Cross Art und den vielen Musikern steht. Deshalb ist es mir unverständlich, dass Frau Dr. Weber nicht sofort nach den Feststellungen ihrer Behörde die Sache an sich gezogen hat und das tut, was wir jetzt tun: Lösungen zu finden, statt sich wieder einmal ausschließlich hinter Vorschriften zu verstecken", kritisiert Petra Schneider.

Oberbürgermeister Norbert Tessmer hat sich derweil gestern mit den Verantwortlichen von Cross Art im Coburger Rathaus getroffen. Er hatte sich zur Gründungszeit des Vereins dafür engagiert, dass die Musiker Teile des BGS-Geländes für sich nutzen können. "Auch deshalb sehe ich es jetzt als meine Pflicht an, zu helfen", betont Tessmer auf NP -Anfrage.

Maximilian Forkel, Kurt Knoch und Jürgen Oehm (CSU/JC) sowie René Hähnlein (SBC) hatten in der vergangenen Woche bereits einen Antrag zur Stadtratssitzung im Mai gestellt. Darin fordern sie, dass die Stadt den Verein bei der Umsetzung eines Brandschutzkonzeptes unterstützt, damit die Musiker die Räume auch über den 31. Dezember 2019 hinaus nutzen können. Außerdem soll der Stadtrat beschließen, dass die Verwaltung den Verein bei der Suche nach alternativen Standorten unterstützt, denn spätestens wenn Regiomed tatsächlich einen Klinikneubau auf dem Gelände realisieren will, wird es eng werden für die Musiker.

Der Verein Cross Art vermietet seit fast 20 Jahren Räume auf dem BGS-Gelände an Bands, Musiker und auch Samba-Gruppen. Nach einer Feuerbeschau durch die Stadt Coburg war dem Verein überraschend Anfang April eine Nutzungsuntersagung für die Räume ab dem 31. Dezember 2019 ausgesprochen worden. Das Dachgeschoss des Gebäudes wurde schon jetzt komplett gesperrt, ebenso Teile des zweiten Obergeschosses. Um die restlichen Räume zumindest noch bis Jahresende nutzen zu können, muss der Verein bis Mittwoch dieser Woche verschiedene Auflagen erfüllen. Diese umfassen zum Beispiel die Installation von Rauchmeldern.

Mehr als 40 Bands und Musiker haben auf dem BGS-Gelände in den vergangenen Jahren ein Zuhause gefunden. Sie proben, arbeiten aber auch teilweise dort - wie Vereinsvorsitzender André Hofmann, der sich im Erdgeschoss ein Tonstudio eingerichtet hat.

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
29. 04. 2019
20:00 Uhr

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Steffi Wolf

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29. 04. 2019
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