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Coburg

Augen auf, wenn es um den Zugriff auf Daten geht

Mitte September tritt eine neue EU-Richtlinie zum Zahlungsverkehr in Kraft. Sie bringt Änderungen für Bankkunden mit sich. Darauf weist die Sparkasse Coburg-Lichtenfels hin.



Wer gerne bargeldlos bezahlt, muss sich auf einige Änderungen gefasst machen. Das liegt an einer neuen EU-Richtlinie, die ab Mitte September gilt. Foto: Peter Kneffel/dpa
Wer gerne bargeldlos bezahlt, muss sich auf einige Änderungen gefasst machen. Das liegt an einer neuen EU-Richtlinie, die ab Mitte September gilt. Foto: Peter Kneffel/dpa  

Coburg/Lichtenfels - In den nächsten Tagen bekommen viele Bankkunden Informationen von ihrem Kreditinstitut in den Briefkasten oder das elektronische Postfach zugestellt. Grund ist die Umsetzung einer EU-Richtlinie (PSD2), die Mitte September in Kraft tritt. Sie bringt einige Änderungen für Verbraucher mit sich.

Davon betroffen sind praktisch alle, die gerne bargeldlos bezahlen. Auch wer Online-Banking oder Finanz-Apps nutzt, muss sich auf Neuerungen einstellen, heißt es in einer Pressemitteilung der Sparkasse Coburg-Lichtenfels.

Kunden stehen etliche Bezahlmöglichkeiten zur Verfügung. Sparkassen und Banken, aber auch neue Anbieter von Finanzdienstleistungen entwickeln immer mehr Lösungen rund ums Geld. Selbst Zahlungen innerhalb Europas sowie die Beschaffung von Bargeld im Ausland sind längst kein Problem mehr.

Der Zahlungsverkehrsmarkt wird immer größer und facettenreicher. Bisher fanden die vielen neuartigen Anbieter jedoch in offiziellen Regulierungen keine Berücksichtigung.

Für die Verbraucher ergeben sich einige Vorteile durch die neue Richtlinie. Im Kern betreffen diese das Selbstbestimmungsrecht von Bankkunden darüber, wer Zugriff auf ihre Zahlungsverkehrsdaten erhält. Durch PSD2 gibt es auch wichtige Änderungen für Kreditkarteninhaber und neue Regelungen im Online-Banking.

Für Verbraucher soll der Zahlungsverkehr durch die neuen EU-Regelungen bequemer werden. Zudem werden zum Schutz vor unberechtigten Zugriffen die Sicherheitsstandards im Online-Banking erhöht. Gleichzeitig fördert und verbessert die EU den Wettbewerb.

Neu ist beispielsweise, dass es mehr Wettbewerb bei Finanzdienstleistern gibt. Bislang hatten Kreditinstitute alleinigen Zugriff auf die Daten aus dem Zahlungsverkehr ihrer Kunden. Mit Inkrafttreten der PSD2 Richtlinie können zukünftig Drittanbieter mit Zustimmung des Kunden ebenfalls auf diese Daten zugreifen. Hierfür verpflichtet PSD2 Sparkassen und Banken, eine kostenlose Schnittstelle für diese Unternehmen einzurichten.

Hilfe bei Überweisungen

Viele Internethändler nutzen Drittanbieter beim Zahlungsprozess und helfen den Käufern so beim Überweisen, zum Beispiel mittels paydirekt, Klarna, Sofortüberweisung oder PayPal. Es gibt auch Finanz-Apps, in der Konten von verschiedenen Banken verwaltet werden können. Diesen Service bieten Kontoinformationsdienste an.

Grundsätzlich ist bei elektronischen Zahlungen eine Authentifizierung erforderlich. Erst wenn der Nutzer eindeutig identifiziert ist, wird die Zahlung ausgelöst.

Die PSD2 sieht nun eine starke Kundenauthentifizierung vor. Das bedeutet, es müssen zwei von drei Voraussetzungen erfüllt sein, über die nur der jeweilige Nutzer verfügt: Wissen, zum Beispiel ein Passwort, Besitz, zum Beispiel ein nutzerspezifisches Gerät, und ein biometrisches Merkmal, zum Beispiel ein Fingerabdruck.

Ein weiterer Sicherungsmechanismus sind häufigere TAN-Eingaben im Online-Banking, beispielsweise spätestens alle 90 Tage beim Login oder für Umsatzabfragen, die länger als 90 Tage zurückgehen.

Kunde muss zustimmen

Die Sicherheit stehe dabei jedoch an erster Stelle, betont die Sparkasse. Ein Zugriff von Drittanbietern komme nur zustande, wenn man dem vorher zugestimmt habe. "Ohne ausdrückliches Einverständnis geht gar nichts", heißt es in der Pressemitteilung.

Die Einwilligung des Kunden hänge nicht nur vom Anbieter ab, sondern auch vom konkreten Zweck. Hat man beispielsweise genehmigt, dass Zahlungsverkehrsdaten abgefragt und analysiert werden, berechtigt das den Drittanbieter auch nur dazu. Darüber hinaus gehende Dienste müssen separat beauftragt werden. Erteilte Zustimmungen können jederzeit widerrufen werden, informiert die Sparkasse.

Diese Regelungen bedeuteten aber auch mehr Verantwortung für die Verbraucher. Bevor man sich dazu entscheidet, einem Dritten Einblick in die Kontodaten zu geben, sollte man genau überlegen, wem man diese Rechte gewährt. Nur wer vertrauenswürdig ist, sollte auch zum Datenabruf berechtigt werden.

Durch die PSD2 gelten mit der starken Kundenauthentifizierung neue Regelungen, die den Betrug bei Online-Zahlungen erschweren.

Bereits heute findet bei einigen Online-Zahlungen eine Sicherheitsprüfung statt. Aufgrund der neuen EU-Richtlinie wird jedoch die Sicherheitsprüfung für Online-Zahlungen mit Kreditkarte für alle europäischen Online-Händler Pflicht. Dann reichen die Kreditkartennummer, das Ablaufdatum und die Prüfziffer nicht mehr. Eine weitere Prüfung ist notwendig. Das erfolgt über 3D Secure. Wer also seine Kreditkarte auch weiterhin uneingeschränkt nutzen möchte, sollte sich deshalb unbedingt für das neue Sicherheitsverfahren registrieren.

3D Secure ist ein Sicherheitsstandard für Online-Händler, der von Mastercard und Visa gemeinsam entwickelt wurde. Dahinter steht das Online-Legitimationsverfahren Mastercard® Identity Check™ / Verified by Visa (künftig Visa Secure) in Form einer App. Es schützt bei Kreditkartenzahlungen im Internet durch eine zusätzliche Identitätsprüfung vor unberechtigter Verwendung der Karte. Dieses Verfahren entspricht nicht nur den höchsten Sicherheitsstandards, sondern wird zukünftig zwingend zum Abschluss des Bezahlvorgangs benötigt.

Besser aufpassen

Online-Banking und elektronische Zahlungen seien gut und blieben einfach und sicher - auch mit PSD2, resümiert die Sparkasse Coburg-Lichtenfels. Verbraucher müssten aber zukünftig noch aufmerksamer sein und genau überlegen, wem sie Zugriff auf ihre Zahlungsverkehrsdaten ermöglichen, mahnt das Geldinstitut.

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Redaktion
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Veröffentlicht am:
12. 06. 2019
16:34 Uhr

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