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Aus warm mach kalt

Wie die Abwärme von Druckluftkompressoren für die Kältegewinnung genutzt werden kann, zeigt eine Forschungsanlage.



Coburg - An der Hochschule Coburg ist eine neu entwickelte Forschungsstation der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Zusammen mit zwei Unternehmenspartnern der Hochschule, neben Kaeser Kompressoren der Fahrenheit GmbH aus München, wurde vor Ort gezeigt, wie die Abwärme von Druckluftkompressoren für die Kältegewinnung genutzt werden kann. Die Anlage entstand in den letzten beiden Jahren. Beteiligt waren Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und regionale Unternehmen. Im Rahmen der offiziellen Übergabe der Forschungsanlage im Projekt "Systemoptimierung der Druckluftenergieversorgung" der HS Coburg konnten sich die Anwesenden von der Funktionsweise überzeugen.

Ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit und des Klimawandels beschäftigt sich die Industrie mit energieeffizienten Lösungen. Die Abwärme, die bei Druckluftkompressoren anfällt, kann dank der neuen Technik zum Kühlen benutzt werden. "In ein bis zwei Jahrzehnten werden wir für Kühlung mehr Energie aufwenden müssen, als für Wärme", erklärt Matthias Hoene, Geschäftsführer der Fahrenheit GmbH. Und auch Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser betont: "Nachhaltigkeit steht auch ganz oben auf unserer Prioriätenliste. Es gibt viele Problemstellungen und Herausforderungen, die wir zu lösen haben - genau dafür forschen wir." Als idealen Ort für diese Art der Forschung sehe sie die Hochschule an: "Mit deren Know How kann man tolle Projekte auf die Beine stellen."

Im Unterschied zu konventionellen Kälteanlagen würde die Fahrenheit GmbH nicht mit chemischen Substanzen arbeiten. Durch ein sogenanntes Adsorptions-Kälteaggregat, könne man überall, wo Abwärme entsteht, für Kühlung sorgen. Laut Hoene müsse dafür kein Strom eingesetzt werden, was für eine enorme Energieersparnis sorge.

Michael Steber, Professor an der Hochschule, war maßgeblich an der Entwicklung beteiligt. Anhand einer Beispielrechnung zeigte er eine Einsparung von 6000 kWh auf. Verglichen wurde eine Kompressions- mit der Adsorptions-Kältemaschine. Natürlich müsse man die Investitionskosten sowie die Größe des Kompressors und auch den Standort berücksichtigen. Das Forschungsprojekt lief im Rahmen des bayernweiten Verbundes "Green Factory Bavaria", einem Zusammenschluss Bayerischer Universitäten und Hochschulen, die gemeinsam mit Unternehmen unter anderem technische Lösungen zum Ressourcenverbrauch entwickeln.

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Judith Hobmaier
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Veröffentlicht am:
14. 03. 2019
18:02 Uhr

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Judith Hobmaier

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14. 03. 2019
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