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Coburg

Ausgebremst

Seit Wochen stehen die Fahrzeuge der Kart-Arena in Marktzeuln still. Der Betreiber wartet dringend auf den Neustart. Dafür sieht er sich gewappnet.



Frank Kruscha wartet auf grünes Licht von Seiten der Staatsregierung, um seine 24 Elektro-Karts in Marktzeuln wieder auf die Piste schicken zu können. Foto: privat
Frank Kruscha wartet auf grünes Licht von Seiten der Staatsregierung, um seine 24 Elektro-Karts in Marktzeuln wieder auf die Piste schicken zu können. Foto: privat  

Marktzeuln/Witzmannsberg - Stillstand, wo sonst rege Betriebsamkeit herrscht, wo eigentlich Geschwindigkeit zählt, wo um Sekunden gerungen wird. Und Ruhe, wo normalerweise Rennstallatmosphäre zu spüren ist, wo der Geruch des Gummiabriebs der durch Kurven driftenden Reifen in der Luft liegt und sich die Gäste am Boxen-Feeling begeistern.

Seit Wochen schon stehen die 24 Elektro-Fahrzeuge der Kart-Arena in Marktzeuln still. Die Kosten freilich laufen weiter und allmählich dem Betreiber der beliebten Freizeiteinrichtung, Frank Kruscha aus Witzmannsberg, davon. Der durch das Corona-Virus bedingte Lockdown hat auch da Bremsspuren hinterlassen, wo die Kunden normalerweise Gas geben, sich harte Zweikämpfe liefern und auf vier Rädern ihre Runden brettern. Nichts geht mehr auf den Freizeitrennstrecken der Kartbahnen. Und das bundesweit. Frank Kruscha hofft wie viele seiner Kollegen, dass es an Pfingsten wieder losgehen kann. Doch was kann man in diesen Tagen schon sicher planen? Fest steht nur, dass sich viel ändern wird, ändern muss. Dessen ist sich Frank Kruscha sicher. "Wir werden noch eine ganze Weile mit Corona umzugehen haben. Wir müssen, wenn wir wieder öffnen dürfen, darauf achten, dass sich unsere Kunden richtig verhalten. Dazu gehört nach derzeitigem Kenntnisstand, dass im Gebäude Schutzmasken getragen und eigene Helme genutzt werden", sagt der 52-Jährige. Dass Abstandsregeln eingehalten werden und Desinfektionsmöglichkeiten für Mensch und Maschinen geboten werden, versteht sich da von selbst. Auch Ein- und Ausgang werden künftig getrennt, um direkte Begegnungen in diesem Bereich zu vermeiden.

Und klar: Gedränge soll’s nicht geben. Also setzt man auf Reservierungen. Ein entsprechendes Onlinesystem wurde für die Marktzeulner Arena schon vor den behördlich angeordneten Corona-Krisenmaßnahmen in Betrieb genommen. Eigentlich, so Kruscha, sei man gewappnet. Eigentlich - fehlt nur noch grünes Licht von Seiten der Staatsregierung.

Bis es jedoch so weit ist, stehen die 24 Elektro-Karts, von denen jedes etwa 10 000 Euro kostet, auf der Park-Position, fahren keinen Cent ein, schlagen aber monatlich mit der Leasing-Gebühr zu Buche. Gewartet werden sie von Viggo Becht aus Marktzeuln, der in der Arena die Stellung hält. Er ist einer der sechs fest angestellten Mitarbeiter in der Arena. Vier sind in Kurzarbeit, drei werden in Grub am Forst bei Kruschas FK-Gastronomie beschäftigt. Das Unternehmen betreibt eine Großküche und ist auf die Belieferung von Altenheimen sowie die Verpflegung von Senioren, Kranken, Behinderten und Privatleuten spezialisiert.

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Mathias H. Walther
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Veröffentlicht am:
26. 05. 2020
16:26 Uhr

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Mathias H. Walther

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Veröffentlicht am:
26. 05. 2020
16:26 Uhr



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