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Coburg

Autohaus muss Porsche zurücknehmen

Erneut stellte sich das Landgericht Coburg auf die Seite des Verbrauchers. Es verurteilte ein Autohaus aus Kassel zur Rücknahme eines Porsche Cayenne zu einem Betrag von 57.164,97 Euro. Der Kläger hatte das gebrauchte Fahrzeug mit 19.800 Kilometern im Juni 2017 für 61.000 Euro erworben.



Das Gericht befand, dass die in dem Modell vom VW-Konzern verbauten Abschalt-Vorrichtungen illegal seien und damit einen Mangel darstellten. Der fragliche Rückruf sei mit der drohenden Gefahr der Betriebsuntersagung des Fahrzeuges verbunden, die gegenüber dem Kläger im Informationsschreiben von Porsche als mögliche Folge der Nichtteilnahme an der Rückrufaktion angedroht wird. Ein Fahrzeug, dem ohne die Durchführung einer Nachbesserung der Entzug der Zulassung drohe, sei kein mangelfreies Fahrzeug. Das von Porsche vorgebrachte Argument, es handele sich nicht um einen erheblichen Mangel, da die Abschaltvorrichtung binnen einer halben Stunde entfernt werden könne und nur etwa 100 Euro koste, ließ das Gericht nicht gelten. Da zwischen der Aufforderung zur Beseitigung des Mangels und der Bereitschaft des Autohauses, dem nachzukommen, knapp fünf Monate lagen, konnte der Kläger vom Kaufvertrag zurücktreten.

Am Tag der mündlichen Verhandlung hatte der Wagen 34.416 Kilometer auf dem Tacho. In seinem Urteil ging das Gericht von einer Gesamtlaufleistung von 300.000 Kilometern aus. Daraus ergibt sich eine vom Kaufpreis abzuziehende Nutzungsentschädigung von 3835,03 Euro. Den Rest erhielt der Kläger zurück

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Veröffentlicht am:
18. 12. 2019
17:36 Uhr

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Veröffentlicht am:
18. 12. 2019
17:36 Uhr



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