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Coburg

Bahnreisende erhalten mehr Platz

Der Aufenthaltsbereich am Bahnhof in Rödental-Mitte wird länger. Dafür soll dort Tag und Nacht gearbeitet werden. Fest steht nun auch, wie viele Plakate die Parteien aufhängen dürfen.



Mindestens 140 Meter soll der Bahnsteig am Bahnhof Rödental-Mitte lang werden. Das fordert die Deutsche Bahn. Dafür soll Tag und Nacht gearbeitet werden.	Foto: Yannick Seiler
Mindestens 140 Meter soll der Bahnsteig am Bahnhof Rödental-Mitte lang werden. Das fordert die Deutsche Bahn. Dafür soll Tag und Nacht gearbeitet werden. Foto: Yannick Seiler  

Rödental - Kurz, lang und jetzt wieder kurz: Das ist die Geschichte des Bahnsteigs am Bahnhof Rödental-Mitte. Auf mindestens 140 Meter möchte die Deutsche Bahn die Wartezone für Bahnreisende im Stadtzentrum künftig erweitern. Das teilte das Verkehrsunternehmen der Kommune Anfang Mai mit. Am Mittwoch haben die Mitglieder des Rödentaler Stadtrats zugestimmt, der Bahn 200 Quadratmeter öffentlichen Raum für die Bauarbeiten zur Erweiterung zur Verfügung zu stellen.

Wohnraum und Abriss

Auf dem Gelände des ehemaligen E-Werks in Rödental zwischen Rothine- und Lindenstraße sollen zwei Wohnhäuser und ein Gebäude für betreutes Wohnen entstehen. Insgesamt 24 barrierefreie Wohnung sollen auf dem Areal gebaut werden. Die Stadträte beschlossen während ihrer Sitzung am Mittwoch einen Bebauungsplan für das Grundstück aufzustellen. Zur Zeit sind nur Vorüberlegungen zur Anordnung der Gebäude vorhanden. Ein Bauantrag wurde noch nicht eingereicht. Zudem gab Bürgermeister Marco Steiner bekannt, dass zwei Gebäude in der Oeslauer Straße abgerissen werden sollen. Zuerst würden die Häuser entkernt. Während des Rückbaus könne es zu Verkehrsbehinderungen kommen.

2012 war der Bahnsteig laut Bürgermeister Marco Steiner (Freie Wähler) um 20 Meter gekürzt worden. Denn das Überwachungssignal des angrenzenden Bahnübergangs war in Richtung des Bahnsteigs versetzt worden. "Jetzt werden die Züge mit Triebwagen länger, deswegen muss auch der Bahnsteig länger werden", erklärte der Rathauschef. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 fahren Doppelstockwagen mit einem Triebfahrzeug der Bahntochter DB Regio auf der Strecke. Steiner verwies darauf, dass die Unterlagen der Bahn zu den Bauarbeiten bereits im Rathaus vorliegen, eine Begehung des Geländes mit Vertretern des Verkehrsbetriebs aber noch ausstehe. Die Bauarbeiter verlängerten den Bahnsteig während des laufenden Betriebs. Deswegen seien sie nachts an den Schienen zugange, tagsüber stünden andere Arbeiten an.

 

Jutta Franz (Freie Wähler) erklärte, dass sie dem Vorhaben nur zustimme, wenn sich im Zuge der Bauarbeiten auch die Wartezeiten an den Bahnübergängen verkürzten. Diese werden seit einiger Zeit von den Bürgern kritisiert. "Wir diskutieren das bei jedem Gespräch mit der Bahn", entgegnete Steiner.

Zudem stimmten die Stadträte über eine Änderung der Plakatierungsverordnung zu. Die ursprüngliche Regelung, dass jede Partei für jede Wahl bis zu 40 Wahlplakate im Stadtgebiet aufhängen darf, stellte Steiner zur Diskussion. Ingrid Ott (CSU) warf ein, dass man wie im Landkreis Fürth nur noch einige wenige große Plakatwände an öffentlichen Plätzen aufstellen dürfe. Der Rathauschef verwies darauf, dass es bereits vier Plakatwände in Rödental gebe und sich kaum weitere Orte mit genügend Platz für weitere Wahlwerbevorrichtungen fänden. Elmar Palauneck (CSU) schlug vor, dass bei einzelnen Wahlen 40 Plakate pro Partei zulässig seien. Stünden mehrere Urnengänge gleichzeitig an, sollte jede Partei nur 30 gedruckte Wahlwerbemittel im Stadtgebiet aufhängen dürfen. Dieser Vorschlag fand schließlich eine Mehrheit unter den Stadträten. Christine Weiß, die Leiterin des Ordnungsamts, verwies darauf, dass man künftig offizielle, fälschungssichere Aufkleber an den Plakaten anbringen könnte, um sicherzustellen, dass die Obergrenze nicht überschritten werde. Das würden die Kontrollen vereinfachen. Letztlich wies Steiner darauf hin, dass am Mittwochabend die Frist zum Abhängen der Plakate im Stadtgebiet abgelaufen ist. "Ich habe gesehen, dass von jeder Partei immer noch Plakate hängen", sagte er.

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Yannick Seiler
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Veröffentlicht am:
06. 06. 2019
16:06 Uhr

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Yannick Seiler

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06. 06. 2019
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