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Bald Wlan in allen Schulen

Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport gibt die Planung in Auftrag. Für die Schüler soll es keine gesperrten Seiten geben. Das gefällt nicht allen.



Guter Empfang: In den Schulen, für die der Landkreis verantwortlich ist, sollen Schüler und Lehrer bald Wlan nutzen können. Symbolbild: Alexander Heinl (dpa)
Guter Empfang: In den Schulen, für die der Landkreis verantwortlich ist, sollen Schüler und Lehrer bald Wlan nutzen können. Symbolbild: Alexander Heinl (dpa)  

Neustadt/Coburg - Die Schulen, für die der Landkreis Coburg Sachaufwandsträger ist, sollen alle mit Wlan ausgestattet werden. Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport des Landkreises Coburg hat am Donnerstag die Planungskosten frei gegeben. Pro Schulhaus müsse man etwa mit 22 000 Euro an Beschaffungs- und Installationskosten ausgehen, sagte Matthias Aust, der im Landratsamt für die EDV verantwortlich ist.

Wie der IT-Experte vortrug, könne sich der Landkreis unter zwei Modellen entscheiden. Einmal biete die Bayerische Staatsregierung das sogenannte "BayernWlan" an. Bei der Installation gewährt das Land 5000 Euro Zuschuss für jede öffentliche Immobilie. Allerdings müssten sich die Betreiber verpflichten, den Anschluss mindestens zwei Jahre zu halten. Dafür müsste pro Jahr der Betrag von 1700 Euro an einen Provider bezahlt werden, mit dem der Freistaat Bayern zusammenarbeit.

Ferner könnte sich der Landkreis entscheiden, das Wlan in den Schulen selbst zu betreiben. Dann könne er den Provider frei wählen, erhalte aber auch keine Fördermittel vom Land Bayern.

Wie sich die Kommunalpolitiker in der Frage entscheiden werden, ist im Moment noch offen, weil sie zunächst einmal nur die Planung in Auftrag geben haben. Während einige Schulhäuser bereits an das Glasfasernetz angeschlossen sind (Realschule CO II und Arnold-Gymnasium), müssen für die Realschule Neustadt und die Berufsfachschulen noch Glasfaseranschlüsse hergestellt werden. Das soll etwa 53 000 Euro kosten.

Wie Brigitte Keyser, die Leiterin das Amts für Bildung, Kultur und Sport, informierte, hätten sich alle Schulleitungen dazu entschlossen, die Wlan-Anschlüsse in den Schulhäusern völlig frei zu geben. Die Kinder und Jugendlichen könnten jede Website erreichen, die sie interessiere. Dies, so Keyser, solle die Schüler im verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet trainieren.

"Ein offenes Wlan ist etwa naiv", kommentierte Dagmar Escher (Grüne) die Entscheidung aus den Direktoraten. Escher sprach sich später gegen die Annahme des Beschlusses aus und schloss sich damit Thomas Büchner (ÖDP) an. Der Kreisrat äußerte generelle Bedenken gegen die Wlan-Technik: "LAN-Technik ist schneller, besser und gesünder."

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Norbert Klüglein

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Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
21:04 Uhr

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06. 12. 2018
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