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Coburg

Baugebiet nimmt nächste Hürde

Auf der "Kemmater Wiese" sollen 18 Einfamilienhäuser entstehen. Das Projekt wurde durchaus kritisch beäugt. Nun liegen die überarbeitete Pläne vor.



Neustadt - Das Neubaugebiet "Kemmater Wiese" erregt seit einiger Zeit die Gemüter der Anwohner. Sogar ein Info-Abend musste seitens der Stadt einberufen werden, um einiges klarzustellen.

Nun hat das Baugebiet aber eine weitere Hürde genommen. Der Stadtrat billigte in seiner jüngsten Sitzung bei einer Gegenstimme von Marc Holland (Freie Wähler) im Sinne der Abwägung und des Planungsfortschritts den überarbeiteten Bebauungsplanentwurf "Kemmater Wiese". Für die Dauer eines Monats wird dieser nun öffentlich ausgelegt. "Wir haben beim qualifizierten Baubauungsplanverfahren die Träger öffentlicher Belange sowie die Bürger gehört und deren Bedenken und Anregungen gerecht gegeneinander und untereinander abgewogen", so Stadtplanerin Christine Schirmer. Sie verwies darauf, dass auch Ausgleichsflächen von 7300 Quadratmetern geschaffen werden.

Läuft alles nach Plan, dann könne man im Herbst 2020 bzw. Frühjahr 2021 loslegen. Auf 1,46 Hektar sollen dann 18 Parzellen für Einfamilienhäuser entstehen. Es wird dort eine Tempo-30-Zone eingerichtet, die Wohnbaufläche wird 1,28 Hektar betragen. Schirmer fasste zusammen: "Der Bebauungsplan dient der Schaffung eines Wohngebiets, womit entsprechende Nachfragen nach Bauplätzen aus der Bevölkerung Rechnung getragen werden soll." Dabei seien weder ökologisch sensible Bereiche betroffen, noch wird der Eingriff durch das zukünftige Baugebiet in die Schutzgüter Boden und Wasser minimiert oder ausgeglichen.

"Wir hatten durch den Siemens-Rückzug sowie die verkehrstechnische Lage vor der A 73 und der B 4 1800 Einwohner verloren", betonte Oberbürgermeister Frank Rebhan. Umso wichtiger seien die Neubaugebiete gewesen. Und auch momentan sei die Nachfrage nach Bauplätzen sehr hoch. "Die Bauplätze sind weit überzeichnet", bilanzierte dazu Schirmer. Dennoch werde man die Innenstadt stärken und beispielsweise ein Leerstandskataster erheben, um die Baulücken wieder zu füllen.

Grünes Licht erhielt der Antrag der CSU-Fraktion zur Gebührenentlastung von Eltern, die Wickelkinder haben, sowie von Inkontinenz-Personen: Demnach werden für maximal 24 Monate für Babys bis zu zwei Jahren Windelsäcke eingeführt. Maximal 24 Müllsäcke minus das Lebensalter in Monaten des Kindes werden ab 1. Januar 2020 ausgegeben. Bei Erwachsenen werden nach Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung Säcke für zwölf Monate ausgehändigt. Rund 23 000 Euro lässt die Stadt sich das jährlich kosten.

Für den Kindergarten St. Ottilia wurde eine bis 31. August 2020 befristete Erhöhung der Plätze von zwölf auf 14 in der Krippe und von 50 auf 62 für die beiden Regelgruppen anerkannt. Für das Kinderhaus Haarbrücken beschloss der Stadtrat, den Bedarf bis 31. August 2022 für zwölf Plätze in der Krippengruppe und 75 Plätze für drei altersgemischte Gruppen, die auch integrative Plätze anbieten, anzuerkennen.

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Peter Tischer
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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
15:58 Uhr

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Autor

Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
15:58 Uhr



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