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Coburg

Bauplan sorgt für Kopfschmerzen

In der Bad Rodacher Braugasse soll ein Haus mit zehn Wohnungen entstehen. Doch einige Räte haben so ihre Bedenken.



Zu einer "schwierigen Geburt" entwickeln sich die geplanten Umbaumaßnahmen in der Braugasse. Foto: Rebhan
Zu einer "schwierigen Geburt" entwickeln sich die geplanten Umbaumaßnahmen in der Braugasse. Foto: Rebhan  

Bad Rodach - Das Vorhaben eines Bad Rodacher Bürgers, sein Wohn- und Geschäftshaus in der Heldburger Straße zu sanieren und umzubauen, hat den Bau- und Umweltausschuss am Montagabend erneut ausgiebig beschäftigt. Geplant ist, im Bereich Braugasse ein ehemaliges Lagerhaus komplett abzureißen, um dann Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an dem Wohn- und Geschäftshaus in der Heldburger Straße vorzunehmen zu können.

In einer der vorherigen Sitzungen hatte sich das Gremium darauf geeinigt, dass man auf detaillierte Planungen bestünde. Dafür sei eine persönliche Vorsprache des Bauherren und des Architekten notwendig. So landete das Projekt nochmals auf der Tagesordnung des Ausschusses. Pläne konnte den Stadträten seitens der Verwaltung zwar präsentiert werden, die beiden Protagonisten waren allerdings bei der Sitzung nicht anwesend, sodass die quälenden Fragen des Ausschusses nicht beantwortet werden konnten.

Besonders bereitet es den Stadträten "Kopfschmerzen", dass in der Braugasse ein viergeschossiges Gebäude entstehen soll, das zehn Wohnungen beheimateten soll, ohne, dass entsprechende Pkw-Stellplätze ausgewiesen sind. 2. Bürgermeister Ernst-Wilhelm Geiling (FW) führte vor Augen, dass hier eine Nutzungsänderung vorliege. "Ohne Stellplätze ist der Plan unrealistisch und nicht genehmigungsfähig", betonte Geiling und ergänzte: "Wir müssen klipp und klar sagen, dass es so nicht geht"

Stephan Schink (CSU) hatte zudem Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Planungsumsetzung. Seitens der Verwaltung war zu hören, dass die Abbrucharbeiten im Januar 2019 stattfinden sollen, die Neubaumaßnahmen aber erst für 2021 geplant seien. Der Senat kam überein, den Bauherrn und den Architekten noch einmal für die nächste Stadtratssitzung einzuladen.

In Elsa kann ein neuer Kindergarten gebaut werden. Der Bau- und Umweltsenat gab einstimmig grünes Licht für den Neubau, der an gleicher Stelle wie das bisherige Gebäude entstehen soll. Demnach ist eine Kindertagesstätte geplant, die 50 Mädchen und Jungen in zwei Gruppen aufnehmen kann. Bürgermeister Tobias Ehrlicher ließ wissen, dass es eine Möglichkeit gäbe, die Tagesstätte bei Bedarf zu erweitern. Damit wurde eine Hauptforderung der Regierung von Oberfranken umgesetzt.

Das Gremium hatte sich des Weiteren mit einem nicht alltäglichen Antrag zu befassen: Die Pohl Immobilien GmbH hatte darum gebeten, in der Heldburger Straße im Bereich des Stadtcafés auf eigene Kosten eine verkehrsberuhigende Maßnahme in Form einer Bodenwelle anzubringen. Man kam überein, eine Bodenwelle zunächst befristet für zwei Jahre zu installieren. Dem Wunsch, in diesem Bereich das Halteverbot aufzuheben, kam der Senat nicht nach. Zusätzlich wird es dazu noch im Steinerer Weg, zwischen Coburger Straße und Wallgasse, künftig ein Halteverbot geben. Der Senat folgte damit dem Antrag der Feuerwehr Bad Rodach, die durch parkende Autos ein Gefahrenpotenzial für ausrückende Einsatzfahrzeuge sah.

Eine Verkehrsschau mit der Polizeiinspektion Coburg ergab, dass Verkehrsspiegel an den Einmündungen Gartenstraße/Hildburghäuser Straße und Gartenstraße/Römhilder Straße nicht zur Verkehrssicherheit beitragen würden. Der Senat sprach sich dafür aus, auf eine Installation der Spiegel zu verzichten.

Ehrlicher informierte zudem über die Planungen des neuen Spielplatzes in Bad Rodach. Ein Highlight werde demnach ein Bodentrampolin sein, das nicht auf jedem Spielplatz vorhanden ist. Die geschätzten Kosten des gesamten Projektes bezifferte er mit 310 000 Euro.

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Martin Rebhan
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Veröffentlicht am:
13. 11. 2018
17:24 Uhr

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13. 11. 2018
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