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Bis Weihnachten ist hier Baustelle

Am 20. Februar beginnen die Bauarbeiten in der Ketschendorfer Straße. Erst werden Leitungen und Kanäle verlegt, dann soll das Straßenstück mehr Charme bekommen.



Am 20. Februar beginnen die Bauarbeiten für die Sanierung der Ketschendorfer Straße zwischen Ketschentor und Schützenstraße. Deshalb ist die direkte Zufahrt zur Stadt bis Ende 2018 gesperrt. Quelle: Stadt Coburg
Am 20. Februar beginnen die Bauarbeiten für die Sanierung der Ketschendorfer Straße zwischen Ketschentor und Schützenstraße. Deshalb ist die direkte Zufahrt zur Stadt bis Ende 2018 gesperrt. Quelle: Stadt Coburg   » zu den Bildern

Coburg - Während die Arbeiten rund um den Albertsplatz langsam in die Zielgerade einbiegen, geht die Altstadtsanierung in der sogenannten Ketschenvorstadt in diesem Jahr hinter dem Ketschentor - jedenfalls wenn man die ganze Sache vom Marktplatz aus betrachtet - weiter. CEB, SÜC, Ordnungsamt, Wohnbau und Bauverwaltung informierten am Freitag darüber, dass zwischen Ketschentor und der Einmündung in die Schützenstraße das ganze Jahr über gebaut werden wird. Autofahrer und Stadtbusbenutzer müssen mit Verkehrsbehinderungen rechnen.

Umleitung und Infos

Die Kanalbauarbeiten beginnen am 20. Februar. Von da an ist die Ketschendorfer Straße von der Kreuzung Schützenstraße bis zur Einmündung Casimirstraße gesperrt.

 

Wer in die Ketschengasse oder zum Marktplatz will, muss der Umleitung über die Schützenstraße, die Goethestraße und das Zinkenwehr folgen.

 

Die Ahorner Straße und die Casimirstraße können während der Bauarbeiten in beiden Richtungen befahren werden. Im Zinkenwehr wird die Richtung der Einbahnstraße umgedreht. Zwischen Berliner Platz und Schützenstraße ist eine Fahrspur gesperrt. Dort lagert Baumaterial.

 

Die Stadtbusse halten nicht mehr vor dem Justizgebäude und am Albertsplatz. Fußgänger können die Baustelle passieren.

 

Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts im April ändert sich die Verkehrsführung. Dann informiert das Ordnungsamt neu. Anlieger, die derweil Fragen haben, können Susanne Wittmann im Ordnungsamt anrufen: 09561/891312.

 

Die Wohnbau veranstaltet am 6. März, 18.30 Uhr, einen Infoabend für Anlieger der Baustelle.

 

"Erst wird es schwierig, dann wird es schön", sagte Wohnbau-Geschäftsführer Ullrich Pfuhlmann bei der Präsentation der Pläne im Coburger Rathaus und traf damit den Nagel auf den Kopf. Bevor nämlich breitere Gehsteige, Bäume und ein neuer Straßenbelag das Straßenstück aufwerten, sind erst einmal umfangreiche Tiefbauarbeiten nötig. Die beginnen bereits am 20. Februar, wie Dietmar Benkert von den Städtischen Werken betonte. Im Untergrund der Straße liegen viele Leitungen und Kanäle, die entweder verlegt oder erneuert werden müssen. Bei der Fernwärme ist sogar eine "Operation" an der Hauptschlagader der Stadt nötig, denn die beiden zentralen Versorgungsleitungen für die City führen durch das Straßenstück.

 

"Wir müssen das alles verlegen, weil dort, wo unsere Leitungen sind, in Zukunft Bäume stehen und Bordsteine liegen", informierte Dietmar Benkert. Da neben den Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitungen auch noch ein ziemlich großer Kanal im Untergrund der Ketschendorfer Straße Platz haben muss, wird die Baugrube ungewöhnlich tief: "Wir gehen bis zu vier Meter in den Untergrund", kündigte Benkert an. Damit die historische Bausubstanz durch mögliche Setzungen nicht gefährdet wird, hat die SÜC erst einmal Probebohrungen in Auftrag geben. Sie sollen Aufschluss über die Beschaffenheit des Bodens geben.

Gibt es keine unerwarteten Schwierigkeiten, dann könnte der erste Bauabschnitt - dabei handelt es sich um die Verlegung der Leitungen - bis zum Samba-Festival Ende Juni erledigt sein.

Dann folgt der "schöne" Teil der Bauarbeiten. Die Ketschendorfer Straße erhält neue, wesentlich breitere Gehsteige, insgesamt acht Bäume werden auf beiden Seiten der Straße gepflanzt und die Fahrbahn neu angelegt. Am Ende soll das Straßenstück etwa wieder so aussehen, wie vor mehr als 100 Jahren. "Ein attraktives Entree, das zur Innenstadt hinführt", schwärmt Ullrich Pfuhlmann. Einen kleinen Vorgeschmack kann man übrigens schon jetzt bekommen: Rund um die Villa Victoria hat die Stadt Ende vergangenen Jahres die Linienführung für den neuen Bürgersteig provisorisch markiert. Außerdem wurde das Lichtkonzept für das Ketschentor und die historische Villa bereits umgesetzt, wie Bau-Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber erläuterte.

Die Generalsanierung des Teilstücks der Ketschendorfer Straße soll, wie Ullrich Pfuhlmann sagte, rund 1,7 Millionen Euro kosten. 250 000 Euro steuert die Regierung von Oberfranken bei. Die verwendeten Materialien sind nicht so edel, wie am Albertsplatz und in der Ketschengasse. "Auf Granitpflaster haben wir verzichtet und stattdessen Betonpflaster gewählt", meinte Pfuhlmann. Dadurch konnten die Baukosten von ursprünglich fast zwei Millionen Euro deutlich gesenkt werden. Kurz vor Weihnachten 2018 soll die Straße dann wieder für den Verkehr frei sein.

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Norbert Klüglein

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Veröffentlicht am:
09. 02. 2018
17:33 Uhr

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Norbert Klüglein

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09. 02. 2018
17:33 Uhr



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