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Coburg

Blättern in der Geschichte Coburgs

Wer hisste die Weiße Fahne auf der Veste Coburg bei Kriegsende 1945? Dieser Frage geht Alexander Wolz, Leiter des Staatsarchivs Coburg, in der neuesten Ausgabe der Coburger Geschichtsblätter nach, die sich dieses Mal schwerpunktmäßig mit dem 19. und 20. Jahrhundert beschäftigen.



Mit der Geschichte des früheren Uniontheaters und seiner Chefin Margarethe Birnbaum (1899-1979) beschäftigte sich der Historiker Christian Boseckert.
Mit der Geschichte des früheren Uniontheaters und seiner Chefin Margarethe Birnbaum (1899-1979) beschäftigte sich der Historiker Christian Boseckert.  

Wolz konnte bei seiner Fragestellung auf bisher unberücksichtigte Quellen zurückgreifen. Aus seiner Feder stammt auch ein Aufsatz über den Coburger Politiker und Verleger Feodor Streit, der sich um die politische Einigung Deutschlands im 19. Jahrhundert bemühte und dabei Kontakte unter anderem zu Herzog Ernst II., Ferdinand Lasalle und Karl Marx pflegte.

Mit der Geschichte des früheren Uniontheaters und seiner Chefin Margarethe Birnbaum (1899 bis 1979) beschäftigte sich der Historiker Christian Boseckert (Coburg/Würzburg). Dabei geht es auch um dem Kampf Birnbaums um Gleichberechtigung in einer von Männern geprägten Kinowelt. Dem schließt sich eine Bilddokumentation über den baulichen Zustand des alten Kinos und dessen Abbruch im Jahre 1999 an. Gefertigt wurden diese Bilder von Karl-Ulrich Pachale (Historische Gesellschaft Coburg). Zudem untersuchte Boseckert die Entwicklung Ketschendorfs von einem Bauerndorf am Ende des 18. Jahrhunderts zu einem städtisch geprägten Ort zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Wirtschaftsgeschichtlich befassen sich die Geschichtsblätter mit der Ersten Thüringischen Waschmaschinenfabrik Otto Hörhold, die 1901 in der Mittelmühle von Neuses bei Coburg eröffnet wurde. Der Beitrag stammt hier von Johanna Fendl (Gerätemuseum "Alte Schäferei" Ahorn). Ein Schlaglicht wird unter anderem auch auf das Jahr 1919 geworfen, als in einer kurzen Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland zahlreiche Jungunternehmer den Mut besaßen, eigene Fabriken zu gründen. In Coburg entstanden in diesem Zeitraum die Firmen Brose, Kaeser und Waldrich, die heute das wirtschaftliche Bild der Vestestadt nachhaltig prägen.

Die Geschichtsblätter, die von der Historischen Gesellschaft Coburg herausgegeben werden, sind in den Buchhandlungen Riemann, Thalia und Roßteutscher erhältlich und kosten 18 Euro.

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Veröffentlicht am:
02. 12. 2019
16:18 Uhr

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02. 12. 2019
16:18 Uhr



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