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Coburg

Brandschutz und Barrierefreiheit

Die Kindergärten in Weidach und Weitramsdorf erhalten Container. Der Bauantrag für die Schule ist fertig und Gehweg der Brücke in Altenhof wird breiter.



Andreas Ziener vom Ingenieurbüro Koenig + Kühnel erläuterte den Gemeinderäten beim Ortstermin in Altenhof, wie die Straße im Anschluss an die Brücke verlaufen könnte. Dafür hat er Markierungen angebracht. Foto: Katrin Lyda
Andreas Ziener vom Ingenieurbüro Koenig + Kühnel erläuterte den Gemeinderäten beim Ortstermin in Altenhof, wie die Straße im Anschluss an die Brücke verlaufen könnte. Dafür hat er Markierungen angebracht. Foto: Katrin Lyda  

Weitramsdorf - Die Beschlüsse zur Sanierung der Brücke über den Tambach an der Hergramsdorfer Straße in Altenhof sind längst durch. Jetzt ging es im Gemeinderat um die daran anschließende Straße. Drei Varianten bestehen dafür, die zum Teil gefördert werden können: eine kurze von jeweils zehn Metern auf beiden Seiten im direkten Anschluss an die Brücke, eine von jeweils 28 Metern oder einen längeren Ausbau zur Staatsstraße 2202 und in Richtung Schäferei. Zwischen 50 und 70 Prozent Zuschüsse wären möglich, je nachdem für welche Variante man sich entscheide, erläuterte Andreas Ziener vom Ingenieurbüro Koenig + Kühnel den Gemeinderäten beim Ortstermin in Altenhof am Montag. Ziener und Ulrich Kühnel hatten mit Farbmarkierungen und Trassierband die Flächen und die Verläufe gekennzeichnet, damit sich das Gremium ein Bild machen konnte, bevor es zum Beschluss ins trockene Feuerwehrhaus ging.

Laut Vorschrift muss der Gehweg mindestens 2,50 breit sein, erläuterte Planer Ulrich Kühnel. Er habe bei der zuständigen Behörde erwirkt, dass es an dieser Stelle genüge, den Bürgersteig, der bislang 1,50 breit sei, auf zwei Meter zu verbreitern. Der Straßenrand rückt dann entsprechend Richtung Nordwesten bachaufwärts nach. Bedenken gab es wegen der Höhe der Bordsteine, der möglichen Verschmälerung des Eingangsbereichs zum Backhaus und dem Anschluss des Geländers an die Mauer des Nachbargrundstücks auf der bachabwärts gelegene Seite.

Die möglichen Kosten bildeten gewichtige Argumente bei der Entscheidungsfindung der Gemeinderäte. Wie hoch die Förderung genau ausfallen würde, konnte zu dem Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden: "Man muss erst den Entwurf einreichen, bevor man erfährt, wie viel Zuschüsse man erhält", erklärte Heiko Geuß von der Gemeindeverwaltung dem Gremium bei der anschließenden Sitzung im Feuerwehrhaus. Bürgermeister Wolfgang Bauersachs empfahl eine "kleine Lösung", denn "Wir machen hier eine relativ neue Straße neu". Andreas Ziener gab zu bedenken, dass es erst ab 28 Metern Fördermittel gebe. Das Gremium entschied sich schließlich mit drei Gegenstimmen für den Vollausbau in Richtung Staatsstraße, wobei Bürgermeister Bauersachs ausdrücklich ins Protokoll aufgenommen haben wollte, dass er diese Lösung nicht befürwortete. Für die andere Brückenseite beschloss das Gremium, wieder gegen die Empfehlung des Bürgermeisters, eine Verziehung auf 28 Metern.

Die Entscheidung über die Dimensionierung des Brückendurchlasses wurde von der Tagesordnung genommen, da noch keine Berechnungszahlen für den Wasserdurchfluss vorlagen.

Probleme mit Brandschutz und Barrierefreiheit stellen sich bei der Erweiterung der Schule in Weitramsdorf. Lutz Wallenstein vom Coburger Architekturbüro Archi Viva erläuterte den Gemeinderäten den aktuellen Stand der Planungen: Beim Umbau über der Pausenhalle mit insgesamt 112 Quadratmetern zu zwei variablen Räumen wurden aufgrund des Brandschutzes Klassenraum und Lehrerzimmer getauscht. Auch die Batterieanlage für die Notbeleuchtung bedürfe eines Brandschutzes. Das Treppenhaus dürfe eigentlich keine Holzdecke haben, die Entrauchung des Treppenhauses sei zu klein. Die Turnhalle habe keinen zweiten Rettungsweg. "Alles, was rot ist, kostet Geld", machte der Architekt auf seinen Plänen bei der Gemeinderatssitzung deutlich. Wallenstein brachte Vorschläge ein, wie sich Vorschriften kostengünstig erfüllen ließen, etwa durch Rauchmelder vor dem Batterieschrank oder eine Gipskartondecke im Treppenhaus. Das Gutachten zum Brandschutznachweis liege bereits vor. Detaillösungen wolle er mit dem Landratsamt verhandeln. In Sachen Kosten könne er vorerst nur Schätzungen abgeben, da noch nicht alle Kalkulationen vorlägen. Er habe jedoch "großzügig" kalkuliert, damit man hinterher nicht Überraschungen erlebe. Wallenstein nannte dem Gremium eine Gesamtsumme von 756 121 Euro, die sich auf 454 970 für die Baukonstruktion, 87 465 für die technische Anlage, 8895 für die Außenanlage, 44 625 für die Ausstattung und 160 166 für die Baunebenkosten aufteilten.

Der Umbau soll im Juli 2020 fertig gestellt sein. Da man mindestens drei Monate für die Ausschreibungen verliere, mahnte Wallenstein, keine Zeit zu verlieren. Die Gemeinderäte beschlossen einstimmig, den Bauantrag wie erläutert beim Landratsamt einzureichen.

Bereits im September diesen Jahres sollen die Container für die Kindertageseinrichtungen in Weidach und Weitramsdorf betriebsbereit sein. In Weidach erhalten die "kleinen Strolche" für 24 Monate einen zusätzlichen großen Raum, der ohne zusätzliche sanitäre Einrichtungen auskommt. In Weitramsdorf will man Platz für zwei Gruppen schaffen.

Silke Görbert-Schultheiß von der Bauverwaltung der Gemeinde erläuterte dem Gremium die möglichen Standplätze für die Container. In Weidach könnte er auf dem Pausenhof oder oberhalb der Gebäudes Platz finden. In Weitramsdorf ist die Standortfrage komplizierter: Da müssen zwei Gruppenräume, ein Schlaf- und ein Wickelraum, eine Küche und eine Garderobe geschaffen werden. Immerhin bedarf es keines zusätzlichen Aufenthaltsraumes für die Erzieherinnen. Die Leitung des Kindergartens hat als Standort den Parkplatz am Feuerwehrhaus vorgeschlagen, um die Wege vom Hauptgebäude kurz zu halten. Ein Standort auf dem Gelände des Turnvereins hätte den Vorteil, dass die Versorgungsanschlüsse gegeben wären.

Die Lieferzeit für die Container betrage zehn bis zwölf Wochen. Die Kindergartenleitung wünsche sich die Container bereits im Juli, um Zeit für die Ausgestaltung zu haben. "Uns läuft die Zeit davon!".

Dem Vorschlag des Bürgermeisters, beim TSV wegen des möglichen Standorts für die Container anzufragen und im Falle einer Ablehnung sie auf den Parkplatz am Feuerwehrhaus aufzustellen, folgte das Gremium.

Der Beschwerde über eine angeblich nicht erfolgte Information zur Sanierung der Duschen in der Turnhalle Weidach bei der letzten Sitzung war die Verwaltung nachgegangen. Bürgermeister Bauersachs erklärte, über die Maßnahme sei per E-Mail am 8. April informiert worden. Er zeigte Bilder, die den vorherigen und jetzigen Zustand der Nasszellen zeigten und nannte die dafür angefallenen Kosten von 18 500 Euro. Ausgeführt wurden die Arbeiten vom Weitramsdorfer Bauhof und der Firma Neupert. Bauersachs lud ein, sich die renovierten Duschen anzuschauen: "Eine saubere, solide Arbeit."

Autor

Katrin Lyda
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Veröffentlicht am:
21. 05. 2019
17:00 Uhr

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Katrin Lyda

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Veröffentlicht am:
21. 05. 2019
17:00 Uhr



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