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Coburg

Brot allein macht nicht satt

Katholiken müssen an Fronleichnam auf Prozessionen verzichten. Sie feiern deshalb Gottesdienste in ihren Kirchen.



Die Corona-bedingten Beschränkungen, aber auch das regnerische Wetter ließen es in diesem Jahr nicht zu, dass die Katholiken mit ihrer Fronleichnamsprozession durch die Straßen Coburgs zogen. So gab es stattdessen am Ende einen Gottesdienst in St. Augustin mit Kaplan Andreas Stahl.	Foto: Kuschbert
Die Corona-bedingten Beschränkungen, aber auch das regnerische Wetter ließen es in diesem Jahr nicht zu, dass die Katholiken mit ihrer Fronleichnamsprozession durch die Straßen Coburgs zogen. So gab es stattdessen am Ende einen Gottesdienst in St. Augustin mit Kaplan Andreas Stahl. Foto: Kuschbert  

Coburg - "Gestern und heute wären wir voll und ganz in den Vorbereitungen für unsere Fronleichnamsprozession und Pfarrfest gewesen." Voll Wehmut schreibt diese Zeilen ein Gemeindemitglied von St. Augustin auf Facebook. Konnten seit 2017 die Katholiken aus Coburg und Bad Rodach mit ihrer Fronleichnamsprozession durch die Coburger Innenstadt ziehen, so musste sie in diesem Jahr wegen der Corona-bedingten Beschränkungen darauf verzichten. In den beiden Coburger Pfarreien St. Augustin und St. Marien sowie in St. Marien Bad Rodach gab es stattdessen Gottesdienste zum "Hochfest des Leibes und Blutes Christi", wie Fronleichnam offiziell bezeichnet wird.

Gerne erinnerten sich die Coburger Katholiken am Donnerstag an das Fronleichnamsfest 2017, zu dem erstmals die Prozession mit mehreren Stationen und dem zentralen Gottesdienst auf dem Marktplatz stattfinden konnte. Der damalige Pfarrer und Dekan Roland Huth sowie der Pfarrgemeinderat hatten lange und intensiv mit der Stadt Coburg verhandelt. Oberbürgermeister Norbert Tessmer selbst hatte sich für die Prozession durch die Innenstadt eingesetzt und während seiner Amtszeit stets daran teilgenommen.

Am Donnerstag nun feierten die Gläubigen in St. Augustin zusammen mit Kaplan Andreas Stahl in zwei Festgottesdiensten und sich anschließenden eucharistischen Anbetungen das Fronleichnamsfest in der Stadtpfarrkirche. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte Kaplan Stahl das Brot, das für die meisten Menschen in verschiedenen Variationen zur täglichen Nahrung gehört.

"An Fronleichnam geht es um das Brot", so Andreas Stahl. "Jesus stellt sich uns vor mit den Worten: ,Ich bin das lebendige Brot‘." Brot als sättigende Nahrung werde von Jesus als Vergleich hergenommen für das, was Menschen brauchen. Stahl: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein‘, heißt es in der Bibel, ,sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt‘. Und das liefert er, der Sohn Gottes." Wenn Jesus gesprochen habe, habe er Zeugnis von Gott im Himmel gegeben, "der für gläubige Menschen aller Zeiten immer für das Leben zuständig war".

Gottes Verlässlichkeit werde nach den Worten des Kaplans besonders deutlich, "indem er uns Menschen seine Begleitung und seine Nähe schenkt". Dies geschehe durch Menschen, die einen begleiten, durch Menschen, die man selber begleite. "Und in einzigartiger Weise passiert das jeden Tag auf den Altären dieser Welt, wenn Jesus durch die Kraft des Gebetes in die Mitte der Versammelten tritt, wenn er so in die Mitte der Städte und Ortschaften, in die Mitte der Menschheit kommt."

Wie Andreas Stahl betonte, könnte Jesus Christus die Menschen ganzheitlich statt machen, "noch viel mehr als uns das tägliche Brot sättigt. Denn nicht vom Brot allein lebt der Mensch, sondern von erfülltem und sinnstiftendem Leben".

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Andreas Kuschbert
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Veröffentlicht am:
12. 06. 2020
16:08 Uhr

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Andreas Kuschbert

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Veröffentlicht am:
12. 06. 2020
16:08 Uhr



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