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Coburg

Brücke bekommt neue Kappen

Das über 40 Jahre alte Bauwerk weist einige Schäden auf. Besonders in Mitleidenschaft gezogen sind die Gehwege. Die Sanierung dauert noch bis Mitte August.



Der Brücke in Oberlauter geht‘s an den Kragen: Mit dem Preßlufthammer werden die Gehwege (Kappen) von der Fahrbahn getrennt. Die weiteren Arbeiten ziehen sich voraussichtlich bis Mitte August hin.	Fotos:
Der Brücke in Oberlauter geht‘s an den Kragen: Mit dem Preßlufthammer werden die Gehwege (Kappen) von der Fahrbahn getrennt. Die weiteren Arbeiten ziehen sich voraussichtlich bis Mitte August hin. Fotos:   Foto: Christoph Scheppe » zu den Bildern

Oberlauter - Risse und Abplatzungen im Beton, rostige Armierung: Die Brückengehwege - im Fachjargon auch Kappen genannt - in Oberlauter sind baulich in einem schlechten Zustand. Deshalb sind Sanierungsarbeiten unausweichlich. Seit Wochenbeginn sind die Mitarbeiter der Firma Streicher aus Jena damit beschäftigt, die Kappen wieder in einen zeitgemäßen Zustand zu bringen. Dazu ist die 1976 errichtete Brücke über den Lauterbach voraussichtlich bis Mitte August halbseitig gesperrt, die Verkehrsregelung erfolgt per Ampel. In den Sommerferien steht eine einwöchige Vollsperrung an, denn im Zuge der Kappensanierung wird auch die Fahrbahn neu abgedichtet und asphaltiert.

Arbeiten in Gemünda und Ottowind liegen voll im Zeitplan

Die Brücke in Oberlauter ist nicht die einzige, die in die Jahre gekommen ist. Aktuell werden in Ottowind und Gemünda zwei Überführungen durch Neubauten ersetzt. Beide Projekte liegen nach Angaben der Tiefbauabteilung voll im Zeitplan.

Aller Voraussicht nach im Juni abgeschlossen wird die Erneuerung der Brücke über den Grundgraben bei Ottowind. Die Arbeiten starteten am 6. März. Inzwischen sind Bodenplatte und Widerlagerwände installiert. Aktuell wird der Einbau von (Halb-)Fertigteilen für die Decke des Rahmendurchlasses vorbereitet.

 

Keine Verzögerungen auch in Gemünda. Dort muss die 1959 errichtete Brücke über die Rodach einer neuen weichen. Der Startschuss fiel am 11. März. Nachdem die Fundamentarbeiten abgeschlossen sind, steht in zwei Wochen das Betonieren der Pfahlkopfbalken an. Mit der Fertigstellung im September hat das 775 000 Euro teure Bauwerk eine Tragkraft von 60 Tonnen.

 

"An machen Stellen hat die Betondecke weniger als drei Zentimeter", sagt Bauleiter Heiko Steenbock und hält zum Beweis einen Zollstock in eine abgeplatzte Stelle auf dem Gehweg. Bei solchen Bedingungen haben Spritzwasser, Frost und Streusalz leichtes Spiel, Abplatzungen und Korrosionen an den ohnehin witterungsanfälligen Randbereichen von Brücken zu verursachen.

 

In den zurückliegenden Jahren sei schon mehrfach an dem Bauwerk "herum gedoktort" worden, weil sich insbesondere die hochliegenden Versorgungsleitungen immer wieder als Problem herauskristallisierten", erläutert Melanie Dressel von der Tiefbauabteilung des Landratsamts. Damals habe die Verantwortung noch beim Staatlichen Bauamt gelegen. Mit der Umwidmung der B 4 zur Kreisstraße CO 27 sei nunmehr der Landkreis für die Brücke in Oberlauter zuständig.

Eigentlich sollte die Sanierung schon 2018 erfolgen, doch die erste Ausschreibung kassierte der Bauausschuss ein, weil die Angebote - bedingt durch die gute Auftragslage gerade im Sanierungssektor - deutlich über den geschätzten Kosten lagen. Letztlich überzeugte die Verwaltung das Gremium von der Dringlichkeit, weshalb ein ebenfalls zu teures anderes Bauvorhaben zunächst hintan gestellt wurde. Somit war der Weg für die 350 000 Euro teure Brückensanierung in Oberlauter frei.

Trotz der Autobahn A 73 ist die CO 27 als Verbindung zwischen Coburg und Eisfeld mit durchschnittlich 3000 Fahrzeugen/24 Stunden nach wie vor eine stark befahrene Straße. Dennoch kann das Gros der Brückensanierung bei halbseitiger Sperrung mit Ampelbetrieb erfolgen. Für die voraussichtlich einwöchige Sperre in den Sommerferien kann die Tiefbauabteilung zurzeit noch keinen genauen Termin fest. "Das hängt einerseits vom Baufortschritt und andererseits besonders vom Wetter ab, denn zum Abdichten der Fahrbahndecke muss es trocken sein", erklärt Melanie Dressel und hofft, dass es keine längere Regenperiode gibt. Mit der Vollsperrung gehe eine großräumige Umleitung einher.

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Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
15. 05. 2019
15:56 Uhr

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Christoph Scheppe

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15. 05. 2019
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