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Bürgermeister platzt der Kragen

Hoch her ging es beim Ferienausschuss der Stadt Bad Rodach. Vor allem um diverse Bauanträge gab es viel Gerangel.



Bürgermeister platzt der Kragen
Bürgermeister platzt der Kragen  

Bad Rodach - Zu einem "verbalen Scharmützel" ist es bei der Sitzung des Ferienausschusses gekommen, der anstelle des Bad Rodacher Stadtrates zusammentrat. Stadtrat Christoph Herold wollte, dass der Tagesordnungspunkt "Bauantrag der Stadt Bad Rodach" auf Sanierung des "Elsicher Dorfhaus" vertagt wird. Seine Begründung: Die Bevölkerung von Elsa sei sich darüber uneins. Der Antrag Herolds wurde vom Gremium mit sechs zu vier Stimmen abgelehnt.

Bürgermeister Tobias Ehrlicher zeigte sich verärgert ob des Vorgehens seines Kollegen. "Das ist ein Schlag ins Gesicht der Elsaer Bürger." Ehrlicher sprach von einer Verhinderungstaktik seitens Herolds. Dem Bauantrag liege ein Votum der Teilnehmergemeinschaft Elsa zur Dorferneuerung zugrunde. "Ich war mindestens 50 Mal diesbezüglich in Elsa und dort sei der Bauantrag so gewollt", ergänzte das Stadtoberhaupt. Herold wies vehement diese Vorwürfe zurück.Das baurechtliche Gerangel ging dann auch noch weiter. Drei Gegenstimmen gab es zu einer Bauvoranfrage von Heike Geyer in Lempertshausen zur Umnutzung einer landwirtschaftlichen Halle in einen Metallverarbeitungsbetrieb. Mit Engelszungen warb der Bürgermeister dafür, da damit ein Leerstand beseitigt werde und Arbeitsplätze geschaffen würden. Ebenfalls drei Gegenstimmen gab es zum Bauantrag von Regina und Albert Scheller zur Errichtung einer Unterstellhalle für Schlepper und Anhänger in Lempertshausen. Einstimmigkeit dagegen herrschte bei drei Änderungen von Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen verbunden mit deren Aufstellungsbeschlüssen. Der Bereich "Kurgebiet" mit rund 14 000 Quadratmetern wird als Mischgebiet ausgewiesen, ohne jedoch großflächigen Einzelhandel zuzulassen. In Breitenau wird ein Gebiet "Rietbühl" als Gewerbegebiet ausgewiesen. Rund 6000 Quadratmeter sind für eine Wohnbebauung im Bereich "Oberau" vorgesehen.

Pfarrer Christian Rosenzweig präsentierte seine Gedanken über den Neubau einer Waldkapelle auf städtischem Grund. Sie soll demnach in der Leopoldsruhe entstehen, einem Waldstück Nähe Heldritts. "Es wird ein spannendes Projekt", so der Pfarrer. Geplant sei ein Bau aus Beton auf einer Gesamtfläche von 49 Quadratmetern. , Die Wände sollen mit Lichtschlitzen durchlöchert werden. Baukosten konnten noch nicht genannt werden. Die Unterhaltungskosten wurden als gering bezeichnet. Spenden sollen akquiriert werden und in Verbindung mit der IHK soll ein Azubi-Projekt laufen, so Rosenzweig. Nasenrümpfen gab es allerdings im Gremium, als der Vorschlag des Pfarrers kam, die Stadt möge in die Baukosten eingebunden werden. Über eine finanzielle Stadtbeteiligung seien noch Gespräche zu führen, so der Bürgermeisters. Kämmerer Michael Fischer wandte ein, dass die Verkehrssicherungspflicht der Stadt auf der Zufahrtsstraße zu beachten sei. Eine ausführliche Vorstellung des Vorhabens durch den Planer wird noch erfolgen.

Der nachstationären Versorgung durch Häusliche Hilfen, ein Projekt zunächst befristet auf drei Jahre, wurde die Zustimmung erteilt. Hierfür werden 500 Euro im Haushalt vorgesehen. Die Wahlhelfer zur Landtagswahl erhalten 40 Euro, die Vorstände zehn Euro mehr.

Kämmerer Michael Fischer ließ wissen, dass die Wasserproben im Waldbad einen einwandfreien Zustand attestierten und dass ein rekordverdächtiger Besuch zu verzeichnen sei. Ferner teilte er mit, dass im Stadtwald der Borkenkäfer zuschlage. 700 Bäume wurden beziehungsweise sind noch zu fällen.

Tobias Ehrlicher ließ wissen, dass am 9. September um 11 Uhr ein Lauf gegen die Stromtrasse in Ermershausen stattfindet und der Umwelt-Aufräumtag "Ramadama" am 16. September über die Bühne geht. Dem geplanten Raumordnungsverfahren "Bahnlückenschluss Coburg-Südthüringen" stehe er positiv gegenüber, so der Bürgermeister.

Verwiesen wurde auf das Nacht-Anruf-Sammeltaxi, in dem auch Bad Rodach einbezogen ist. Die Abfahrtzeiten sind 1.30 und 3.30 Uhr. Der Fahrtpreis beträgt fünf Euro. Telefon 09561/7491455.

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Lothar Weidner
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Veröffentlicht am:
23. 08. 2018
16:56 Uhr

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Lothar Weidner

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23. 08. 2018
16:56 Uhr



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