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Coburg

Busfahren im Landkreis soll sich lohnen

Vor allem Schüler profitieren von den neuen Tarifen: Ab 1. September gilt ihr Ticket auch in der Freizeit. Und wer ein Jahresabo kauft, kann einen kräftigen Zuschuss beantragen.



Coburg - "Wir wollen die Attraktivität des Busfahrens im Landkreis steigern", so Landrat Sebastian Straubel. Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Energie und Mobilität sahen das bei ihrer jüngsten Sitzung auch so und stimmten Tarifänderungen zu, die mehr Fahrgäste bringen sollen.

Falscher Text

In der Samstagsausgabe der NP war bereits ein Bericht über die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Mobilität abgedruckt. Dabei handelte es sich leider um einen Text, der aus dem Jahr 2019 stammte. Wir bitten dies zu entschuldigen.

 

Besonders profitieren Schüler, die nach Angaben der Kreisverwaltung rund 70 Prozent der Nutzer ausmachen - allerdings bei rückläufiger Tendenz. Ab 1. September gelten die Fahrkarten der jungen Leute auch in der Freizeit, und zwar an Schultagen ab 14 Uhr sowie ganztags in den Ferien und an allen Wochenenden.

 

Rolf Rosenbauer (CSU/LV) störte sich ebenso wie Axel Dorscht (SPD) an der Regelung, dass der erweiterte Geltungsbereich nach der Schule erst ab 14 Uhr beginnt. Marita Nehring, Beauftragte für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Stadt und Landkreis Coburg, nannte Förderrichtlinien als Grund. Fördermittel für den Busverkehr kommen von der Regierung von Oberfranken. Ausschussmitglieder und Landrat stimmten überein, mit der Bezirksregierung in nächster Zeit das Gespräch zu suchen. Das Ziel: Der neue Geltungsbereich soll bereits ab 13 Uhr beginnen, also direkt nach Schulschluss. Das Ergebnis soll bis zur Sitzung des Kreistags ab 16. Juli vorliegen.

Ein weiterer Beschluss betrifft die Abonnenten von Jahreskarten. Sie bekommen ab September vom Landkreis einen Zuschuss von 50 Prozent zum Kartenpreis. Wer in den Genuss kommen will, muss dies aber beantragen. Neukunden erhofft sich die Kreisverwaltung von der Einführung einer Zehner-Tageskarte. Rosenbauer wünschte sich einen Gesamtüberblick über den ÖPNV im Landkreis, nicht zuletzt unter dem Aspekt, weitere Möglichkeiten zur Attraktivitätssteigerung zu finden. So beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, entsprechende Schritte zu erarbeiten und dann den Ausschussmitgliedern zur Entscheidung vorzustellen.

Die von der Bundesregierung beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer werde zu keiner Änderung der Tarife für Busfahrgäste führen, teilte Marita Nehring mit. Es sei einfach zu aufwendig, sämtliche Tarife für eine befristete Zeit anzupassen.

Einen Grundsatzbeschluss fasste der Ausschuss zum Thema Radfahren. Der Landkreis, Gründungsmitglied der Aktionsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern, möchte weiter an seiner Attraktivität für Radler arbeiten, um eine entsprechende Zertifizierung zur erhalten. Eine "Baustelle" wären nach den Worten von Wolfgang Schultheiß (CSU/LV) Radwege, die gleichzeitig Flurwege für landwirtschaftliche Fahrzeuge sind. "Auf solchen Wegen gibt es Konfliktpotenzial zwischen Bauern und Radlern." Vielleicht sollte man gerade Radfahrer mit einer entsprechenden Beschilderung darauf aufmerksam machen, wenn sie einen Weg nicht für sich allein haben, meinte Schultheiß.

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Mathias Mathes
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Veröffentlicht am:
30. 06. 2020
16:32 Uhr

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Mathias Mathes

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Veröffentlicht am:
30. 06. 2020
16:32 Uhr



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