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Coburg: Domino will Café Babbel übernehmen

Die Familieneinrichtung in der Judengasse hat bereits einige Betreiber erlebt. Nun hofft der Verein auf Unterstützung der Stadt.



Bereits seit geraumer Zeit hat das Café Babbel keinen Betreiber mehr.
Bereits seit geraumer Zeit hat das Café Babbel keinen Betreiber mehr.   Foto: aw

Coburg - "Eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt werden, ist: Wann öffnet das Eltern-Kind-Café Babbel wieder?", erklärt Birgit Thäringer von KoKi, dem Netzwerk für frühe Kindheit, zum Abschluss ihres Vortrags im Jugendhilfesenat. Zwar war das eigentliche Thema ihres Vortrags die Arbeit des Netzwerks zur Unterstützung von Familien mit Kleinkindern und der unkomplizierten Vermittlung von Kontakten, dazu gehöre jedoch auch die Bereitstellung eines Raums, in dem solche Familien unbürokratisch Kontakt zu einander und zu Fachexperten aufnehmen könnten. Auf diese Weise leitete Thäringer direkt zum Haupttagesordnungspunkt der Sitzung über: die Zukunft des Kindercafés Babbel in der Judenstraße. Dieses will nun der Verein Domino Coburg wiedereröffnen. Dafür benötigt er allerdings kommunale Unterstützung

Bereits seit 2003 besteht das Kindercafé als eine der Säulen des Coburger Familienzentrums. Für Miete und Nebenkosten erhielt der Trägerverein ursprünglich eine Bezuschussung seitens der Stadt Coburg. Ab 2011 sollte sich der Treffpunkt jedoch zunehmend aus Einnahmen und Drittmitteln selbst finanzieren. Das funktionierte jedoch nicht.

"Das Café ist betriebswirtschaftlich nicht zu führen", betont Johanna Schilling von Domino Coburg. Und es sei auch stets primär als Anlaufstelle für Familien mit Kindern gedacht gewesen. In dieser Funktion sei es ausgesprochen erfolgreich. "Das Café war stets gut besucht", sagt sie. Gäste hätten in der Regel auch etwas verzehrt. Dann seien sie jedoch oft für viele Stunden geblieben, ohne nachzubestellen. So könne ein gastronomischer Betrieb sich aber nicht über Wasser halten.

"Die Location ist super", erklärt auch Reinhold Ehl, der Leiter des Coburger Jugendamtes. Er habe dort selbst eine Veranstaltung mit einigen seiner Amtskollegen aus dem Landkreis Coburg und Südthüringen abgehalten. Das müsse die Stadt dringend erhalten. Um dies zu gewährleisten will nun Domino Coburg, einer der Träger des städtischen Familienzentrums, selbst zum Betreiber des Cafés werden. Die einzige Bedingung des Vereins: Im Haushalt für das kommende Jahr stellt die Stadt einen kommunalen Zuschuss bereit. Diesem Antrag stimmten die Mitglieder des Jugendhilfesenats einstimmig zu. Die Höhe des Zuschusses wurde in nichtöffentlicher Sitzung beraten.

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Andreas Wolfger
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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
18:20 Uhr

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Andreas Wolfger

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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
18:20 Uhr



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