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Coburg

Coburg übernimmt Standesamt Sonnefeld

Für die Bürger ändert sich nichts. Die Arbeit im Hintergrund wird aber gebündelt. Auch, weil die Welt komplizierter wird.



Michael Rodenburger (hinten) legt Thomas Nowak, Norbert Tessmer, Michael Keilich und Stefan Markus (von links) den Vertrag zur Unterzeichnung vor.
Michael Rodenburger (hinten) legt Thomas Nowak, Norbert Tessmer, Michael Keilich und Stefan Markus (von links) den Vertrag zur Unterzeichnung vor.  

Coburg - Mit einer Unterschrift haben Coburg und Sonnefeld gestern ihre Zusammenarbeit zum 1. Januar 2020 im Bereich des Personenstandswesen besiegelt. Heißt im Klartext: Die Vestestadt übernimmt das Standesamt der Gemeinde. "Für die Bürger ändert sich dadurch nichts", versprach Oberbürgermeister Norbert Tessmer. Sie werden weiterhin in Sonnefeld heiraten und Urkunden beantragen können. Die Büroarbeit im Hintergrund indes wird in Coburg erledigt.

"Wir sind auf dem Gebiet der interkommunalen Zusammenarbeit nun einen weiteren Schritt gegangen", lobte Tessmer. Bislang arbeitet Coburg zum Beispiel im Tourismus, im ÖPNV und bei der KFZ-Zulassung mit anderen Gemeinden oder Städten beziehungsweise dem Landkreis zusammen.

Coburgs 3. Bürgermeister Thomas Nowak verdeutlichte, dass ein Standesbeamter weit mehr können muss, als Urkunden zu unterzeichnen: "Kompliziert wird es vor allem im internationalen Recht." Damit haben es die Mitarbeiter der Behörde immer dann zu tun, wenn zum Beispiel Menschen aus verschiedenen Nationen heiraten. "Das sind komplexe Fragen, die gar nicht alle in einer kleinen Gemeinde gelöst werden können", führte er aus. "Die Zusammenarbeit der beiden Behörden soll auf Augenhöhe stattfinden", kündigte Nowak an. Der Coburger Stadtrat hat ihm zufolge den Beschluss einstimmig gefasst: "Man hat erkannt, dass das der neue Weg ist."

Auch Sonnefelds Bürgermeister Michael Keilich freute sich über die neue Zusammenarbeit. Der Zeitpunkt sei gewählt worden, weil der bisherige Standesbeamte in den Ruhestand geht. "Bis sich ein neuer so gut ausgekannt hätte, wären fünf Jahre vergangen", erklärte der Bürgermeister. Nun könne die Gemeinde auf die Kompetenz der sieben Mitarbeiter in Coburg zurückgreifen.

Keilich räumte auch ein, dass es Bedenken in Sonnefeld gegeben hat: "Wir haben aber festgestellt, dass wir gar nichts aufgeben." Das schöne Trauzimmer der Gemeinde stehe zur Verfügung - und er als Bürgermeister werde weiterhin trauen: "Allerdings nur dann, wenn meine vielen Termine das zulassen." Für Keilich ist die Zusammenarbeit keine Freiheit, die sich die Gemeinde selbst wegnimmt: "Es werden so viele Kompetenzen verlangt, das könnten wir mit einem Standesbeamten nicht abbilden."

Laut Michael Rodenburger, Leiter des Coburger Standesamtes, ist Sonnefeld die vierte Gemeinde, die nun in dieser Form mit der Stadt zusammenarbeitet. Im Jahr 2009 habe der Freistaat den Weg dafür frei gemacht. Rodenburgers Steckenpferd ist neben dieser Zusammenarbeit die Digitalisierung: "Die Daten sollen laufen und nicht die Bürger." So können künftig auch die Sonnefelder beim Coburger Standesamt online Urkunden bestellen, wenn sie dies nicht persönlich in der Gemeinde machen möchten. Allerdings gebe es ein paar Dienstleistungen, die nicht digitalisiert werden: "Es wird hier künftig kein Roboter sitzen, der Brautpaare traut", fügte Tessmer mit einem Schmunzeln hinzu.

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Katja Diedler

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Veröffentlicht am:
25. 11. 2019
17:40 Uhr

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Katja Diedler

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25. 11. 2019
17:40 Uhr



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