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Coburg

Coburg will grüner werden

Die Stadt sollte ihr Carsharing-Modell für Elektroautos ausbauen und den Fuhrpark unter die Lupe nehmen. Zu diesem Ergebnis kommt das Mobilitätswerk Dresden.



In Coburg Stadt und Landkreis beträgt die Entfernung zur nächsten Ladestation im Schnitt 4,17 Kilometer.
In Coburg Stadt und Landkreis beträgt die Entfernung zur nächsten Ladestation im Schnitt 4,17 Kilometer.   Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa

Coburg - Seit Mai 2018 hat das Unternehmen Mobilitätswerk Dresden - eine Ausgründung von Mitarbeitern der Technischen Universität Dresden - ein Elektromobilitätskonzept für den Landkreis und die Stadt Coburg erarbeitet. Dieses wurde am Mittwoch den Mitgliedern des Bau- und Umweltsenats vorgestellt. Zentrales Thema: Die Förderung der Elektromobilität in der Region.

Zum 1. Januar dieses Jahres waren in Stadt und Landkreis laut Studie 96 Batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge (BEV) sowie weitere 161 Plug-in-Hybriden (PHEV) auf den Straßen unterwegs. Damit stellten PHEV und BEV zusammen 0,22 Prozent des Pkw-Bestandes. Bundesweit sind es im Durchschnitt 0,21 Prozent. Angesichts solcher Zahlen sieht René Pessier vom Mobilitätswerk Dresden nicht die Schaffung von öffentlichen Ladestationen als wichtigsten Punkt eines Klimakonzepts für die Region, "sondern die Netzwerkbildung und die Sensibilisierung für das Thema", so der Referent.

Er legt der Stadt und dem Landkreis Coburg nahe, eine Beratungsstelle sowie ein Kompetenzzentrum für E-Mobilität einzurichten. "Wir sehen hier einen sehr großen Schwerpunkt. Denn am Markt fehlt derzeit noch die Nachfrage nach E-Autos", so René Pessier. Außerdem sollte das Carsharing für Elektroautos ausgebaut werden. Ins Detail geht das Konzept in Sachen Ladestationen. So wurden 15 beispielhafte Mikrostandorte in der Region ausgewählt, an denen öffentliche Ladestationen eingerichtet werden könnten. "Fünf dieser Punkte befinden sich in der Stadt Coburg. Der Rest im Landkreis", verdeutlichte der Referent.

Aktuell verfüge die Region über 34 Ladesäulen mit 67 Ladepunkten. "Im Durchschnitt beträgt die Entfernung zur nächsten Ladestation 4,17 Kilometer. Das ist besser als der bundesweite Durchschnitt von 6,1 Kilometern", lobte Pessier.

Ebenfalls unter die Lupe genommen hat das Dresdner Mobilitätswerk den Fuhrpark der Stadt. "Fast alle Fahrten, die dort erfolgen, sind kürzer als 100 Kilometer", so ein Fazit. Und auch wie die städtischen Mitarbeiter überhaupt erst einmal zu ihrem Arbeitsplatz kommen, war Gegenstand der Untersuchungen. "Von den 409 Teilnehmern der Befragung zur Mitarbeitermobilität wohnen 53 Prozent in einer Distanz von null bis zehn Kilometern zu ihrer Arbeitsstelle", betonte René Pessier.

Gerade bei ihnen biete es sich an, dass der Arbeitgeber Anreize schafft, umzusteigen. "Interesse an einer Gehaltsumwandlung durch den Arbeitgeber für den Erwerb eines Pedelecs befürworten über ein Drittel der befragten Arbeitnehmer von Stadt und Landkreis Coburg", heißt es in dem Konzept.

Nachdem der Kreistag des Landkreises Anfang Juli einen ersten Beschluss zur Umsetzung des Elektromobilitätskonzeptes getroffen hat, hat die Stadt ihrerseits 10 000 Euro in den Haushalt eingestellt, um erste Maßnahmen umsetzen zu können. Auf dieser Basis sprach sich am Mittwoch auch der Bau- und Umweltsenat einstimmig für die schrittweise Umsetzung von Einzelmaßnahmen aus. Das soll "im Rahmen der zeitlichen, finanziellen und technisch vorhandenen Möglichkeiten" geschehen.

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
19. 09. 2019
18:18 Uhr

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
19. 09. 2019
18:18 Uhr



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