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Coburg zählt seine Nester

Die Stadt sorgt sich um sogenannte Gebäudebrüter. Nun ruft man die Bevölkerung dazu auf, die Kinderstuben dieser Vögel zu melden.



Auch die Mehlschwalbe ist von Wohnungsnot betroffen. Wie viele es eigentlich noch im Stadtgebiet gibt, weiß niemand so genau. Das soll sich nun ändern.
Auch die Mehlschwalbe ist von Wohnungsnot betroffen. Wie viele es eigentlich noch im Stadtgebiet gibt, weiß niemand so genau. Das soll sich nun ändern.   Foto: Patrick Pleul (dpa Archiv)

Coburg - Die Stadt Coburg führt heuer und im kommenden Jahr eine naturschutzfachliche Datenerfassung durch, bei der auch im Rückgang befindliche Gebäudebrüter im Fokus stehen. Das sind vor allem Mehl- und Rauchschwalben sowie der Mauersegler. Daneben sind auch Brüten von Dohlen oder Turmfalken an Gebäuden von Interesse.

Mehlschwalben bauen ihre Nester außen an der Dachunterkante höherer, in der Regel mehrstöckiger Hausfassaden. Die Art ist inzwischen in der Roten Liste Bayerns als "gefährdet" eingestuft. Für sie wird es zunehmend schwieriger, geeignete lehmige Pfützen zu finden, die sie für den Nestbau benötigt.

Die Rauchschwalbe besiedelt dagegen bevorzugt das Gebäudeinnere von Ställen mit Tierhaltung. Auch ihre Bestände sind rückläufig, was unter anderem mit der Aufgabe von Stallhaltung zusammenhängt. Ein Beispiel im Stadtgebiet ist die Einstellung des Schlachthofbetriebs. Im dazugehörigen Stallgebäude war eine große Rauchschwalben-Kolonie ansässig. In dem danach leer stehenden, zugigen Gebäude ohne die Stalltiere wurde die Brut-Tätigkeit nach wenigen Jahren eingestellt.

Die schrill rufenden Trupps von Mauerseglern gehören zum sommerlichen Ambiente der Innenstädte. Doch wo diese rasanten Flieger brüten, ist schwer zu ermitteln. Hinweise darauf geben regelmäßige Anflüge auf bestimmte Gebäude. Der Mauersegler brütet in Mauerlöchern oder im Dachbereich, zum Beispiel unter Ziegeln. Auch sie haben im Zuge von Wärmedämmungsmaßnahmen an Gebäuden zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Niststätten zu finden. Daher wurden in Bayern die Bestände als gefährdet eingestuft.

Um einen Überblick zu den aktuellen Vorkommen - insbesondere dieser drei Vogelarten - im Stadtgebiet zu bekommen, werden Meldungen aus der Bevölkerung erbeten. Diese nimmt Projektbetreuer Gerhard Hübner gerne per E-Mail an gerhard.huebner@gmx.de oder telefonisch (09561/62159, bitte auf den Anrufbeantworter sprechen) entgegen. Es sollten nur Gebäude mit intakten respektive besetzten Nestern angegeben werden. Besetzte Nester sind durch Fütterungsflüge leicht festzustellen. Der Wanderfalkenbrutplatz an der Morizkirche braucht nicht mehr gemeldet werden.

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Veröffentlicht am:
03. 07. 2019
19:46 Uhr

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Veröffentlicht am:
03. 07. 2019
19:46 Uhr



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