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Coburg

Coburger Modell macht Schule

Erneut bietet man im IHK-Bezirk Coburg spezielle Fachklassen für Azubis mit Integrationsschwierigkeiten an. Das Pilotprojekt hat sich bereits bewährt.



Coburg - Mit dem Start der beiden Fachklassen des IHK-Kombimodells "1+3" in den Berufsschulen I Coburg und Lichtenfels beginnt bereits der vierte Durchgang des bundesweit einzigartigen Projekts zur Ausbildung und Integration junger Geflüchteter. In der Fachklasse an der Staatlichen Berufsschule I Coburg werden die 18 jungen Männer in den Berufen Industriemechaniker, Mechatroniker, Maschinen- und Anlagenführer, Verfahrensmechaniker, Werkzeugmechaniker und Zerspanungsmechaniker ausgebildet. In der Staatlichen Berufsschule Lichtenfels erhalten elf "1+3"-Azubis die theoretischen Grundlagen für den Beruf des Fachlageristen. Alle Teilnehmer des Kombimodells haben einen Ausbildungsvertrag bei Unternehmen im Raum Coburg.

Die Ausbildung findet bei Brose Fahrzeugteile, Dietz, Dietze & Schell Maschinenfabrik, Eurofoam, Gaudlitz, Hamuel Reichenbacher, Kaeser Kompressoren, Lasco Umformtechnik, Martin Metallverarbeitung, Sauer Polymertechnik, Sanit, Schumacher Packaging, Hein Langguth, DB Schenker, Bauer, Leise und Valeo Klimasysteme statt.

Aktuell sind im IHK-Bezirk Coburg insgesamt 95 Flüchtlinge in Ausbildung. "Die Teilnehmer der ersten Generation unseres IHK-Kombimodells haben bereits ihre Abschlussprüfungen bestanden und eine Erwerbstätigkeit in Betrieben der Region aufgenommen", erläutert IHK-Präsident Friedrich Herdan, auf dessen Idee das Kombimodell zurückgeht. Das Ausbildungsmodell sei höchst effektiv für die Integration der Geflüchteten, weil es Spracherwerb, berufliche Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule sowie selbst bestimmtes Leben durch eigenes Einkommen so zusammenführe, dass diese Faktoren sich gegenseitig ergänzen und verstärken. Zudem zeige ,1+3‘ auch, "dass unsere Wirtschaft in hohem Maße gesellschaftliche Verantwortung übernimmt", so Herdan. Er betont aber auch die Notwendigkeit von Rechts- und Planungssicherheit, insbesondere gehe es für die Betriebe um einheitliche und transparente Anwendung der Duldungsregeln bei geflüchteten Auszubildenden.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen zu "1+3" von Ausbildungsbetrieben, Berufsschulen und Teilnehmern spricht sich Herdan für die überregionale Umsetzung des Coburger Pilotprojektes aus. Das Interesse ist bundesweit groß. Außerdem steht das Kombimodell mittlerweile nicht nur für Flüchtlinge offen, sondern auch für andere Auszubildende mit Integrationsschwierigkeiten.

Der Erfolg des bundesweit einzigartigen IHK-Kombimodells überzeugt auch Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann. Neben fachlicher Unterstützung gibt es auch finanzielle Hilfe für Ausbildungsbetriebe. Die Bayerische Staatsregierung fördert unter anderem die betriebliche Ausbildung von Geflüchteten mit gesichertem Aufenthaltsstatus aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

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Veröffentlicht am:
06. 09. 2019
18:20 Uhr

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Veröffentlicht am:
06. 09. 2019
18:20 Uhr



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