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Coburg

Coburgs Schüler begehren auf

In Coburg hat der erste „Friday for Future“ stattgefunden. Rund 600 Schüler haben auf dem Marktplatz für ihre Zukunft und gegen den Klimawandel demonstriert.



Schüler-Demo am Freitag in Coburg   Foto: Katja Diedler » zu den Bildern

Coburg - 600 Jugendliche haben sich laut Polizei am Freitag um das Prinz-Albert-Denkmal am Marktplatz versammelt. Zuvor waren sie an den vier Gymnasien vorbei, laut aber friedlich, durch die Coburger Innenstadt gezogen. Immer wieder rufen sie: "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut."

Die Schüler haben sich der weltweiten Bewegung "Fridays for Future" angeschlossen. Die Idee dazu stammt von einer 16-jährigen Klimaschutzaktivistin aus Schweden, Greta Thunberg. Die Coburger Proteste hat ein Bündnis aus Schülern organisiert.

Zu Füßen von Prinz Albert steht ein kleines Rednerpult. Sprecher hat das Bündnis vorher keine organisiert, es soll sich jeder, der das möchte, äußern dürfen. Die Gelegenheit nutzen viele junge Demonstranten, aber auch Oberbürgermeister Norbert Tessmer: "Ich war mir sicher, dass diese Bewegung auch nach Coburg kommen wird - und bin froh, vor so vielen jungen Menschen zu stehen." Tessmer spricht davon, dass auch in der Kommune viel für den Klimaschutz getan werde könne, ganz ohne Brechstange. Der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Coburg, Wolfgang Weiß, ergreift nach ihm das Mikro - und sagt seine Unterstützung bei der Verwirklichung von Umweltschutz-Ideen zu.

08.02.2019 - Schüler-Demonstration Coburg - Foto: Frank Wunderatsch

Schüler-Demonstration Coburg
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Schüler-Demonstration Coburg

Am Rande des Marktplatzes beobachtet auch der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans Michelbach, das Geschehen: "Der Jugend gehört die Zukunft. Das muss man ernst nehmen."

Eine der Demonstranten ist die 19-jährige Madita. Sie macht an der Fachoberschule Coburg ihr Abitur und streike in erster Linie aus Protest gegen ihre Schule, aber natürlich auch für den Klimaschutz. Sie und ihr Mitschüler Jonas, 18, mussten sich für den Mittag befreien lassen. Ihr Schulleiter, Gerhard Schmid, wollte, wie seine anderen Coburger Kollegen, neben den Befreiungsanträgen auch ein Motivationsscheiben von jedem Schüler. Genehmigt wurden aber alle Anträge.

Ähnliches berichtet Weronika. Die 19-Jährige besucht das Gymnasium Casimirianum. Auch an ihrer Schule seien alle Anträge genehmigt worden. Weronika selber verpasst durch den Streik keinen Unterricht: "Freitags habe ich nur bis 11 Uhr Unterricht." Sie nimmt vor allem aus Solidarität an der Demonstration teil: "Ich finde es großartig, wie sich meine Mitschüler und Schüler generell organisieren, um etwas zu bewegen. Wir tun das ja schließlich für unsere gemeinsame Zukunft!"

Auch ein Lehrer vom Gymnasium Alexandrinum ist gekommen und sieht die Sache wie Weronika: "Das ist eine unterstützenswerte Aktion. Toll, wie die Gemeinschaft funktioniert und sich Schüler aller Altersklassen zusammentun, um mit ihren Anliegen an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich bin einfach nur begeistert und stehe hinter meinen Schülern", freut sich Andreas Reuter. Der Biologielehrer ist sehr stolz auf seine Schützlinge. Er wird von einigen Fünftklässlerinnen umringt, die sich auch für die Umwelt einsetzen wollen.

Von Konsequenzen seitens der Schulleitung wissen die Jugendlichen nichts. Lediglich an der Fachoberschule sollen Schüler den versäumten Tag an einem Samstag nachholen. "Wenn es aber zu viele Schüler werden, fällt diese Maßnahme aus. Und wir sind ja schon circa 150 Schüler", berichtet die Abiturientin Madita.

 

Lesen Sie dazu auch die Kommentare:

Pro Schülerstreik: Jetzt oder nie!

Contra Schülerstreik: So lieber nie!

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Katja Diedler, Judith Hobmaier
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Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
13:58 Uhr

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Autor

Katja Diedler, Judith Hobmaier

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Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
13:58 Uhr



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