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Coburg

Corona-Effekt schlägt auf dem Arbeitsmarkt erst im April durch

Im März sinkt die Zahl der Arbeitslosen in der Region. Jedoch spiegelt die aktuelle Statistik die Situation vor der Pandemie wider.



Coburg - Die bereits im Februar begonnene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt hat sich in der ersten Märzhälfte fortgesetzt. Danach verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im Zuständigkeitbereich der Arbeitsagentur Bamberg-Coburg um 671 auf 11 006. Das entspricht einer Quote von 3,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit jedoch um 442 Personen leicht angestiegen.

Zahlen der Region

In der Stadt Coburg waren im März 2330 und damit neun Personen weniger arbeitslos. Quote: 5,1 Prozent.

3065 Arbeitslose (-11) weist die Statistik für den Landkreis Coburg aus. Quote: 3,3 Prozent.

Den größten Rückgang verzeichnet der Landkreis Lichtenfels. Die Zahl der Erwerbslosen sank um 107 auf 2498. Quote: 3,7 Prozent.

Im Landkreis Kronach sind 2293 Personen ohne Job. Das sind 98 weniger als im Februar. Quote: 3,5 Prozent.


Allerdings bildet die am Dienstag veröffentlichte Statistik nicht die akutelle Situation vollständig ab. Der 12. März als Stichtag für den Arbeitsmarktbericht lag also vier Tage vor den Ereignissen, die zum Schutz gegen die Ausbreitung des Coronavirus die wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben. Welche Konsequenzen sich daraus für den regionalen Arbeitsmarkt ergeben, könne frühestens ab dem nächsten Monaten bilanziert werden, schreibt die Agentur. "Ich rechne nicht damit, dass sich der sonst saisonübliche Rückgang im April fortsetzt. Angesichts der in weiten Teilen ruhenden Wirtschaft bleiben Neu- und Wiedereinstellungen vorerst größtenteils aus", wird der für den operativen Bereich verantwortliche Geschäftsführer Boris Flemming zitiert.

In den ersten Tagen des März sei der Arbeitsmarkt in der jahreszeitlich üblichen Aufbruchsstimmung gewesen. Mit der Coronakrise habe sich zur Monatsmitte die Situation komplett geändert. "Wir haben innerhalb einer Woche umstrukturiert und die Agentur wie die Jobcenter vor Ort für den Publikumsverkehr geschlossen, um die dauerhafte Servicebereitschaft zu gewährleisten", erläutert Flemming. Existenzsicherung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber genieße jetzt oberste Priorität. Deshalb setze die Agentur ihre Mitarbeiter gezielt auf die Bereiche Telefonie, Beratung und die Bearbeitung von Leistungen wie Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld an.

In den zurückliegenden zwei Wochen seien viele Telefonate zum Thema Kurzarbeitergeld geführt worden. Ein branchenspezifischer Schwerpunkt zeichne sich zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht ab. "Positiv ist, dass viele Unternehmen mit Kurzarbeit derzeit Entlassungen vermeiden. Wir bekommen mittlerweile einige Stellen für systemrelevante Bereiche gemeldet, auf die wir unsere Vermittlungstätigkeiten vorrangig konzentrieren", so Flemming. Darunter fallen nach seinen Angaben beispielsweise das Gesundheitswesen, der Lebensmittelhandel, Logistik sowie landwirtschaftliche Saisonkräfte.

Autor
Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
31. 03. 2020
16:08 Uhr

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Christoph Scheppe

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31. 03. 2020
16:08 Uhr



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