Lade Login-Box.
Topthemen: BlitzerwarnerGlobe-TheaterStromtrasseHSC 2000 Coburg

Coburg

Das BGS-Gelände bebt

Das "Come together Open- Air" stand unter keinen guten Vorzeichen. Die Techno-Sause wurde aber trotzdem zum vollen Erfolg.



Am späten Samstagnachmittag wurde es langsam voll auf dem BGS-Gelände, gegen Abend feierten dort rund 1000 Menschen. Foto:Henning Rosenbusch / Bilder: www.np-coburg.de
Am späten Samstagnachmittag wurde es langsam voll auf dem BGS-Gelände, gegen Abend feierten dort rund 1000 Menschen. Foto:Henning Rosenbusch / Bilder: www.np-coburg.de  

Coburg - Dass am Samstagabend rund 1000 Menschen auf dem ehemaligen Gelände des Bundesgrenzschutzes (BGS) in Coburg eine friedliche, bunte Party gefeiert haben, ist vielen Ehrenamtlichen zu verdanken. Sie haben sich von der Diskussion um den Brandschutz nicht abschrecken lassen und eifrig an der Organisation des "Come together Open-Airs" gearbeitet. Die Auflagen hätten zwar der Techno-Party heuer noch nicht im Wege gestanden, haben aber die Kasse des Vereins "Cross Art" belastet. Er ist also ein großes Risiko mit der Veranstaltung eingegangen - und dann zogen auch noch dicke Regenwolken auf.

Entsprechend lief das Festival etwas langsamer an als im Vorjahr. Am frühen Nachmittag tanzten aber schon einige Leute vor der Hauptbühne. Trotzdem waren die Nerven der beiden Veranstalter und der vielen ehrenamtlichen Helfer angespannt. Würde das Wetter halten? Es hielt - und es wurde voll. Am frühen Abend ging die Party richtig los: "Wir haben fast Einlass-Stop", sagte ein erleichterter Martin Michel, der gemeinsam mit Kai Reißenweber das Festival für "Cross Art" federführend organisiert.

23.06.2019 - Come-togehter-Open-Air in Coburg - Foto: Henning Rosenbusch

Come Together
Come Together
Come Together
Come Together
Come Together
Come Together
Come Together
Come Together
Come Together
Come Together
Come Together
Come Together
Come Together
Come Together

Im vergangenen Jahr sind beide vom Erfolg der Veranstaltung schier überrannt worden und mussten sogar an der Tankstelle Nachschub für die Bars kaufen. Das wollten sie heuer wiederholen - und konnten mit Andreas Henneberg eine feste Größe der Techno-Szene verpflichten. Daneben haben sie lokalen DJs eine Bühne verschafft und natürlich selbst als "Makai" die Meute zum Tanzen gebracht.

Kurz vor seinem Auftritt sah man Michel die Mühen der vergangen Monate noch immer an. Auf der Hauptbühne brachte Henneberg das Gelände zum Beben. "Ich bin froh, dass alles gut geworden ist. Zumal wir auch noch Sorge hatten, ob es Andreas Henneberg pünktlich zu seinem Auftritt schafft", verriet der Mit-Organisator. Der Zug des Stars sei wegen eines Unfalls auf der Strecke stehen geblieben. Letztlich schaffte er es dann aber doch noch pünktlich ans Mischpult, wenn auch knapp. "Die Einnahmen werden wir dazu verwenden, den Brandschutz im Gebäude zu verbessern", kündigte Michel an.

Die beiden Organisatoren sind selbst von den neuen Auflagen betroffen, denn sie hatten ein Studio im noch immer gesperrten Dachgeschoss. "Wir sind nach Hause umgezogen", erklärte Michel. Für sie sei das zwar nicht optimal, aber dennoch möglich: "Wir machen elektronische Musik und können den Sound leiser drehen. Eine Rockband, die live spielt, hat diese Möglichkeit nicht." Ihm war es ganz wichtig zu betonen, dass es dringend eine Lösung für das Gelände braucht. "Wir haben letztlich keine Alternative dafür in Coburg", klagte Michel.

Dabei gehe es auf der einen Seite um die Bands, die dringend auf die Räume angewiesen sind. Aber auch Festivals wie das "Come together Open-Air" oder das Summerblast könnten nur dort stattfinden. "Wir haben uns schon in der Stadt umgesehen, aber nichts gefunden", so der Organisator. Vor allem der Preis sei ein wesentlicher Faktor, denn "Cross Art" sei es wichtig, die Eintrittspreise klein zu halten. Auch mit den Nachbarn hätten sie im Coburger Norden wenig Probleme.

Obwohl das Techno-Festival trotz aller Widrigkeiten zu einem großen Erfolg geworden ist, wird das Summerblast heuer ausfallen. Das finanzielle Risiko sei vor dem Hintergrund der Diskussionen um den Brandschutz zu groß gewesen. Es werde im Hochsommer aber eine andere Veranstaltung geben. Was genau, das sei allerdings noch unklar.

Als Andreas Henneberg die Bühne verließ, traten Martin Michel und Kai Reißenweber selbst ans Mischpult. Mit einem satten Bass sorgten sie dafür, dass die Meute noch eine Weile auf dem Gelände feiern konnte. Und als draußen Schluss war, ging es in der "Wilden Hilde" in der Innenstadt weiter.

 
Autor
Katja Diedler

Katja Diedler

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 06. 2019
19:38 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Brandschutz DJs Debakel Elektronische Musik Gefahren Hauptbühnen Kunst- und Kulturfestivals Martin Michel Musikgruppen und Bands Rockgruppen Veranstaltungen
Coburg
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Tanzen und feiern auf dem BGS-Gelände

19.06.2019

Tanzen und feiern auf dem BGS-Gelände

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr gibt es heuer eine Neuauflage des "Come-Together-Open-Airs". Am Samstag, 22. Juni, darf von 12 bis 23 Uhr auf dem BGS-Gelände getanzt und gefeiert werden. » mehr

Die Brass Punka von 100 Kilo Herz aus Leipzig wollen beim Outside Rodeo am 19. und 20. Juli in Coburg einheizen.

23.06.2019

Outside Rodeo: Hochkarätige Bands am Güterbahnhof

Zum 15. Mal findet am 19. und 20. Juli das "Outside Rodeo" statt. Das Festival ist eine feste Größe im Coburger Konzertsommer. » mehr

In diesem Haus auf dem BGS-Gelände proben derzeit noch mehr als 40 Bands und Musiker. Foto: Steffi Wolf

27.04.2019

BGS-Gelände in Coburg: Stadt soll Proberäume retten

Aus Brandschutzgründen müssen 40 Musiker und Bands bis Jahresende das BGS-Gelände verlassen. Hilfe für sie kommt nun aus der Politik. » mehr

André Hofmann, der Vorsitzende des Vereins Cross Art Coburg, hat sich 2012 ein eigenes Tonstudio auf dem BGS-Gelände eingerichtet. Hier produziert er auch viele Musiker, die im Haus proben. Foto: Steffi Wolf

23.04.2019

Rauswurf auf Raten

Nicht der Klinikneubau, sondern der Brandschutz besiegelt ihr Schicksal: 40 Bands und Musiker sollen das BGS-Gelände verlassen. Das Dachgeschoss ist schon gesperrt. » mehr

Eröffnung Samba-Festival 2019

13.07.2019

Samba-Festival: Ein Auftakt mit Herz

Das 28. Internationale Samba-Festival ist eröffnet. Eine Neuerung gibt es gleich zu Beginn: Die Preisverleihung an zwei ganz besondere Menschen. » mehr

Studenten, Professorin und das Team der Jazznacht.

24.05.2019

Licht und Design für Coburger Jazznacht

Plakate, die sprechen und Tischleuchten, die wiederverwendet werden können: Die Veranstaltung wagt 2019 einen Neustart. Hilfe gibt's dabei von der Hochschule Coburg. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Jubiläum Fallschirmspringer Haßfurt

Jubiläum Fallschirmspringer Haßfurt | 18.08.2019 Haßfurt
» 12 Bilder ansehen

Michael Patrick Kelly beim HUK Coburg Open-Air

Michael Patrick Kelly beim HUK Coburg Open-Air-Sommer 2019 | 19.08.2019 Coburg
» 38 Bilder ansehen

Kronacher Freischießen: Proklamation der Schützenkönige

Kronacher Freischießen: Proklamation der Schützenkönige | 19.08.2019 Kronach
» 22 Bilder ansehen

Autor
Katja Diedler

Katja Diedler

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 06. 2019
19:38 Uhr



^