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Coburg

Daumen hoch für Mitfahrbänke

Einfach per Anhalter von A nach B kommen: In Ebersdorf freut man sich über zwölf neue Mosaiksteinchen im Mobilitätsangebot.



Zum Projekt-Start durften einige Gäste bereits einmal auf der Mitfahrbank an der Einmündung Coburger Straße - Schlesierstraße Probe sitzen.	Foto: kat
Zum Projekt-Start durften einige Gäste bereits einmal auf der Mitfahrbank an der Einmündung Coburger Straße - Schlesierstraße Probe sitzen. Foto: kat  

Ebersdorf b. Coburg - Das Projekt "Mitfahrbänke" ist für Ebersdorf bei Coburg nun offiziell gestartet. Ab sofort stehen im gesamten Gemeindegebiet Mitfahrbänke, die für spontane Mobilität im Ort sorgen. Außerdem trägt das Projekt der Umwelt Rechnung, denn ohne großes Organisieren können Fahrgemeinschaften gebildet und dadurch CO2 eingespart werden.

Von hier geht’s los

Mitfahrbänke gibt es in

Ebersdorf: Einmündung Coburger Straße/Schlesierstraße, Bushaltestellen Heimatring und Canterstraße, beidseitig, Bahnhof Birkleite

 

Friesendorf: Kreuzung Am Sand/Friesendorfer Straße)

 

Frohnlach: Bushaltestelle Hauptstraße
Großgarnstadt: Kreuzung Am Schneybach/Schützenweg, sowie Bushaltestellen Kirchstraße, Siedlerstraße)

 

Kleingarnstadt : Kreuzung Steinroder Straße/Burkhardtsberg

 

Oberfüllbach: An der Linde

 

Initiiert wurde das Projekt durch einen Gemeinderatsantrag der Bürgergemeinschaft Ebersdorf. Das Projekt-Team "Mitfahrbank" konnte mit den Seniorenvertretern der Gemeinde, vielen Spenden und durch den Bauhof ein schlüssiges Standortkonzept erarbeiten und umsetzen. Mit einem Präsent dankte Bürgermeister Bernd Reisenweber Bernd Carl, Nadine Jacob und Danica Faber dafür, bevor eine "Mitfahrbanktorte" zum Projektstart angeschnitten wurde.

 

Bernd Reisenweber sieht die "Mitfahrbänke" als weiteres Mosaiksteinchen im Mobilitätsangebot der Kommune. "In Ebersdorf haben wir eine relativ gute Verkehrsanbindung und wollen diese auch in den Gemeindeteilen haben", erklärte er. Über den Vergabewettbewerb des oberfränkischen Demographie-Kompetenzzentrums konnte sich die Gemeinde bereits im letzten Jahr eines der oberfränkischen Mitfahrbank-Sets sichern. Darüber hinaus spendierte die VR-Bank jeder Gemeinde im Landkreis Coburg eine Bank zum Start für ihr Projekt. Dank zollte er allen, die in der Projektwerkstatt "Mitfahrbänke" mitgearbeitet hatten.

Für das schlüssige Konzept der jeweiligen Standorte wurde eifrig geplant, diskutiert und eine eigene "Beschilderung" für Ebersdorf gefunden. Die Halterungen der Beschilderung sind so beschaffen, dass die jeweiligen Richtungsschilder umgeklappt werden können. Die Gemeinde Ebersdorf hat sich für eine "U-Halter-Form" entschieden, die über den Richtungsschildern zusätzlich das Schild "Mitfahrbank" trägt. Dadurch sind die Standorte noch besser kenntlich gemacht. Die Schilder-Halter sind auch mit einem "Leer-Schild" ausgestattet, somit können die Bänke auch zum Ausruhen genutzt werden.

Um das Projekt erfolgreich starten zu lassen und eine möglichst breite Akzeptanz zu erreichen, wurden die Standorte auch mit der ÖPNV-Beauftragten der Stadt und des Landkreises Coburg, Marita Nehring besprochen und alle Beteiligten mit einbezogen. "Für Menschen, die in ihrer Mobilität teilweise eingeschränkt sind, haben wir mit den Mitfahrbänken eine einfache und sinnvolle Lösung geschaffen, die den ÖPNV ergänzt", ist der Bürgermeister sicher.

Mitfahrbänke funktionieren ähnlich, wie das Trampen, nur mit "Ansage" und können Menschen in Kontakt zueinander bringen. Bernd Reisenweber ist überzeugt, dass die Mitfahrbänke angenommen werden, da im ländlichen Raum nahezu jeder jeden kennt. Auch wenn vielleicht anfänglich Skepsis vorhanden sei, ermutigte er, es auszuprobieren, da die Resonanz in Kommunen, die Mitfahrbänke schon länger haben, durchweg positiv sei.

Neben den Mitfahrbänken und dem Seniorenbus steht in Ebersdorf die nächste Ergänzung in Sachen Mobilität an. Für die Teilhabe von Schwerstbehinderten soll ein Bus angeschafft werden. Entsprechende Mittel stehen zur Verfügung. Derzeit wird nach einem Fahrerteam gesucht.

Reisenweber sieht die Gemeinde Ebersdorf als Vorreiter im Bereich der Mobilität, die recht fix Ideen und Vorhaben umsetzt und sie verzahnt, um am Ende ein kompaktes Ganzes den Bürgerinnen und Bürgern zu bieten. Das Projekt umfasst im Gemeindegebiet derzeit elf Bänke. Eine zwölfte wird nach Fertigstellung des Bahnhofsareals dort aufgestellt. Sabine Nuber vom Demografie-Kompetenzzentrum Oberfranken zeigte sich beeindruckt, wie intensiv in der Gemeinde Ebersdorf dieses Thema betrieben wird und sieht dieses Engagement als positives Zeichen dafür, dass die Bänke rege angenommen werden. kat

Autor

Alexandra Kemnitzer
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Veröffentlicht am:
16. 05. 2019
16:46 Uhr

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Alexandra Kemnitzer

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Veröffentlicht am:
16. 05. 2019
16:46 Uhr



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