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Coburg

Der Ausbau der Brandensteinsebene kommt

Aus Naturschutzgründen ist der Neubau eines Verkehrslandeplatzes bei Neida im Landkreis Coburg nicht realisierbar, sagt die bayerische Staatsregierung. Daher soll die Brandensteinsebene erweitert werden.



Coburg - Die Stadt Coburg bereitet den Ausbau des Flugplatzes Brandensteinsebene vor, um den Instrumentenflugbetrieb (IFR) dort dauerhaft zu sichern. Das berichtete Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) bei der Behandlung eines Antrags der Grünen-Fraktion am Donnerstag im Stadtrat. Derzeit gilt für das IFR-Verfahren an der Brandensteinsebene lediglich eine Ausnahmegenehmigung. Diese ist bis zum 31. Dezember 2019 befristet.  

Tessmer verwies auf Gespräche von Vertretern der Stadt und des Aeroclubs, der den Flugplatz betreibt, sowie des Luftamts Nordbayern. Zudem habe es erste Abstimmungen mit der Stadt Bamberg für die Installation eines Instrumentenflugbetriebs am Flugplatz Breitenau gegeben.

Hintergrund ist der Vorschlag der bayerischen Staatsregierung, auf den Neubau eines Verkehrslandeplatzes im Landkreis Coburg bei Neida zu verzichten. Er sei aufgrund naturschutzfachlicher Vorbehalte wahrscheinlich nicht genehmigungsfähig. Stattdessen sollten die Brandensteinsebene in Coburg und der Flugplatz Breitenau in Bamberg aufgerüstet werden. Damit könnte an beiden Verkehrslandeplätzen dauerhaft Instrumentenflug mit Geschäftsflugzeugen erfolgen. Das halten Unternehmen in der Region für unabdingbar, um in ihren nationalen und internationalen Märkten wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Oberbürgermeister Norbert Tessmer kündigte an, er werde dem Stadtrat in der Dezember-Sitzung vorschlagen, über den Ausbau der Brandensteinsebene zu entscheiden. Dabei geht es im Wesentlichen um die Verlängerung der Anflugbefeuerung. Die Kosten dafür sollen nach Information der Neuen Presse in einem mittleren sechsstelligen Bereich liegen. Befürworte der Stadtrat das Projekt, werde der Aeroclub Coburg als Platzhalter den Ausbau und die unbefristete Genehmigung für den IFR-Flug beim Luftamt Nordbayern beantragen. Das derzeit noch laufende Planfeststellungsverfahren für den Flugplatz Neida wäre dann hinfällig.

Martina Benzel-Weyh, Fraktionsvorsitzende der Grünen, freute sich, "dass das so läuft". Deshalb wollte sie den Antrag zurückziehen, dass der Oberbürgermeister vom Stadtrat beauftragt wird, "sich schnellstens um eine dauerhafte Genehmigung des IFR-Verfahrens für den Verkehrslandeplatz Coburg-Brandensteinsebene zu kümmern". Der Stadtrat befand sich da jedoch schon in der Abstimmung. Deshalb wurde der Antrag der Grünen gegen deren Stimmen abgelehnt.                 

 

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Wolfgang Braunschmidt

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Veröffentlicht am:
23. 11. 2017
15:57 Uhr

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Wolfgang Braunschmidt

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23. 11. 2017
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