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Der Halt kommt

Der Termin steht schon: Ab 12. Dezember 2020 sollen zwischen Coburg und Bad Rodach wieder Züge in Beiersdorf halten. Die Bahn rechnet mit 160 Zu- und Ausstiegen täglich.



Beiersdorf bekommt nun endlich einen Haltepunkt: Damit wird nicht nur der Stadtteil, sondern auch das Naherholungsgebiet Goldbergsee an den Schienenpersonennahverkehr angebunden. Foto: Frank Wunderatsch
Beiersdorf bekommt nun endlich einen Haltepunkt: Damit wird nicht nur der Stadtteil, sondern auch das Naherholungsgebiet Goldbergsee an den Schienenpersonennahverkehr angebunden. Foto: Frank Wunderatsch  

Coburg / Beiersdorf - 110 Meter lang und 2,50 Meter breit: Die Eckdaten rund um den geplanten Haltepunkt der Deutschen Bahn in Beiersdorf sind lange bekannt. "Bereits 2016 und 2017 haben wir ihnen die Planungen vorgestellt", erinnert Katja Link die Mitglieder des Bau- und Umweltsenats bei der Sitzung am gestrigen Freitag. Nun endlich soll es konkret werden.

Die DB Station & Service AG hat beim Eisenbahnbundesamt den Antrag auf Plangenehmigung gestellt. Diese hat nun wiederum die Stadt Coburg als Träger öffentlicher Belange um Stellungnahme gebeten. Und gleich vorneweg: Die Stadt hat keine Einwände gegen die vorgelegten Unterlagen - bis auf eine Ausnahme. Grünen-Stadtrat Wolfgang Weiß mochte sich mit dem, was da vorgestellt wurde, nicht so recht anfreunden. "Meine Begeisterung hält sich in Grenzen", bekannte er mit Blick auf die Präsentation. Es gäbe andere Stellen in Coburg an denen ein Haltepunkt notwendiger wäre. "Am Güterbahnhof würde es mehr Sinn machen", fand er.

Eine Argumentation, die für andere Senatsmitglieder nicht nachvollziehbar war. "Ich wehre mich dagegen, einen großen Erfolg klein zu reden", konterte Hans-Heinrich Ulmann (CSB). Seit Jahren gebe es das Bestreben der Stadt, dass die Bahn in Beiersdorf einen Halt installiert, das der nun kommt sei "ein Meilenstein", der Stadt und Land noch enger zusammenrücken lässt. "Wir freuen uns drauf", betonte Ulmann.

"Ich hoffe, viele Beiersdorfer werden den Halt nutzen", erklärte Baubürgermeisterin Birgit Weber (CSU). Laut Prognosen werden 160 Ein- und Aussteiger am Tag erwartet. "Auf der Strecke verkehren 30 Züge", informierte Referentin Katja Link.

Der neue Haltepunkt ist Bestandteil der "Stationsoffensive Bayern", in deren Rahmen rund 20 neue Bahnstationen eingerichtet werden sollen. Damit will die Bahn Siedlungsbereiche, die bisher nicht durch den Schienenpersonennahverkehr erschlossen sind, an das Netz anbinden. "Durch den neuen Haltepunkt wird der Stadtteil Beiersdorf und auch das Naherholungsgebiet Goldbergsee angebunden", betonte Katja Link.

Die Kosten für die Maßnahme tragen der Freistaat Bayern sowie die DB Station & Service AG. Die Stadt hat sich in einer entsprechenden Vereinbarung aber verpflichtet, im Umfeld des Haltepunktes Park-and-Ride-Stellplätze sowie eine überdachte Fahrradabstellanlage zu schaffen. "Den Plan, dort eine Stellplatzanlage zu installieren, haben wir aber erst einmal zurückgestellt", informierte Katja Link. Erst soll sich zeigen, wie sich der Haltepunkt entwickelt. Bis dahin werden Stellflächen in direkter Nachbarschaft, am TSV-Sportgelände ausgewiesen. Ebenfalls noch auf dem Schirm hat die Stadt den Ausbau der Zufahrtsstraße "Zum Sulzbach".

Der Plan der Deutschen Bahn sieht einen Haltepunkt vor, der unbeschrankt ist. Der Bahnsteig wird 110 Meter lang und 2,50 Meter breit sein sowie barrierefrei. "Es wird ein Wegeleitsystem und eine Wetterschutzanlage geben", erklärte Katja Link. Auch eine entsprechende Beleuchtung werde installiert.

Was den Zeitpunkt der Realisierung angeht, gibt man sich von Seiten der Bahn optimistisch. In den Planungsunterlagen ist von einer Eröffnung am 12. Dezember 2020 die Rede. Damit wäre Beiersdorf pünktlich zum Winter-Fahrplanwechsel 2020 angeschlossen.

Um den Haltepunkt in Beiersdorf realisieren zu können, müssen allerdings zwei schon bestehende Halte umgebaut werden. "Die Bedienung des neuen Haltepunktes ist fahrplantechnisch erst möglich, wenn die Bahnübergänge ‚Rodacher Straße‘ und ‚Friedrich-Rückert-Straße‘ angepasst sind und die dortigen Langsamfahrstellen entfallen können", heißt es in der Planungsgenehmigung. Ende Juni bis August 2020 werden an diesen beiden Übergängen Arbeiten starten. "Beide Maßnahmen werden vor dem Baubeginn des Haltepunktes abgeschlossen", so die Bahn.

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
07. 06. 2019
16:46 Uhr

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
07. 06. 2019
16:46 Uhr



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