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Coburg

Der Neue an der Regiomed-Spitze

Ab Montag, 3. Juni, fungiert Alexander Schmidtke offiziell als Hauptgeschäftsführer des Klinikverbunds. Erste Einblicke hat er bereits gewonnen.



Leitet ab sofort die Geschicke von Regiomed: Zum 1. Juni tritt Alexander Schmidtke seinen Posten als Hauptgeschäftsführer des Gesundheitsverbunds an.
Leitet ab sofort die Geschicke von Regiomed: Zum 1. Juni tritt Alexander Schmidtke seinen Posten als Hauptgeschäftsführer des Gesundheitsverbunds an.  

Coburg - Mehr als ein Jahr ist vergangen, seit der Aufsichtsrat Alexander Schmidtke für die Hauptge-schäftsführung des Gesundheitsverbunds Regiomed ausgewählt hat. In der Aufsichtsratssitzung des Universitätsklinikums Augsburg wurde am Dienstag dessen neues Vorstandsgremium berufen und Schmidtkes Arbeitsverhältnis als kaufmännischer Direktor zum 31. Mai aufgehoben. Damit ist es nun offiziell: Am Montag, 3. Juni, hat Alexander Schmidtke seinen ersten Arbeitstag als Hauptgeschäftsführer bei Regiomed.

Schreibtisch, Mitarbeiter und Projekte sind ihm dabei nicht mehr fremd. "Aufgrund der schwierigen Situation bat mich der Aufsichtsrat von Regiomed bereits im letzten Jahr, ein Auge auf die Projekte und die laufende, vor allem wirtschaftliche Entwicklung zu werfen", erklärt Schmidtke. Ein Spagat zwischen der Aufgabe als Vorstandsvorsitzender des Klinikums Augsburg, das sich damals gerade im Übergang zur Universitätsklinik befand, und den komplexen Aufgaben bei dem Klinikverbund. "Zudem hat ein Fahrradunfall mich zwischenzeitlich körperlich stark eingeschränkt." Ab sofort aber könne er sich ganz dem Verbund und den neuen Aufgaben widmen, freut sich der 53-Jährige.

Neben gesundheitspolitischen Herausforderungen, dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel bringe Regiomed einige Eigenheiten mit sich, seien es die derzeit schwierige wirtschaftliche Lage, viele Einrichtungen ohne eine gemeinsame Identität, konkurrierende Fachabteilungen, mehrere kommunale Gesellschafter und nicht zuletzt zwei Bundesländer mit eigenen Rechtsprechungen. Für Schmidtke kein Grund zum Wegducken. Er wachse gerne mit seinen Aufgaben, sagt er. Seit mehr als 20 Jahren ist er in leitender Position im Gesundheitswesen tätig - auch in Kliniken, die wirtschaftlich saniert werden mussten. Dass er mit schwierigen Situationen umzugehen weiß, bewies er zuletzt in Augsburg. Die Vision eines gut strukturierten Hauses hat er auch für seine neue Aufgabe. "Wir dürfen uns jetzt nicht hinreißen lassen, ein so wichtiges und mutiges Unterfangen wie Regiomed angesichts der aktuellen Probleme schlecht zu reden", betont er. Bis heute gebe es kein vergleichbares Modell in Deutschland. Regiomed gelte für viele auch als Blaupause, wie Versorgungstrukturen im Zusammenspiel zwischen Stadt und Land aussehen könnten. Er trete dafür an, diese Idee weiterzuentwickeln, bekräftigt Schmidtke.

Die Aufarbeitung der Vergangenheit dürfe nicht vernachlässigt werden, sei jedoch die Aufgabe von Juristen. Der Aufsichtsrat habe die interne Rechtsabteilung mit der Prüfung von zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen beauftragt. Des Weiteren sei die erweiterte Vermögensschadenhaftpflichtversicherung eingebunden, mögliche strafrechtlich relevante Sachverhalte würden durch eine externe Kanzlei geprüft.

Durch die öffentlich anhaltende Debatte nehme Regiomeld Schaden, erklärte Schmidtke: "Dem sollten wir entschieden entgegenwirken, denn trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten machen wir hier hervorragende Medizin."

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Veröffentlicht am:
22. 05. 2019
16:54 Uhr

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22. 05. 2019
16:54 Uhr



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