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Coburg

Der kühle Kopf gewinnt

Wertpapierprofi Norbert Betz gibt in Coburg Tipps, wie man als Privater mit Aktien Geld verdient: Man brauche vor allem Besonnenheit, aber eben auch ein bisschen Glück.



Für eine ruhige Hand im Umgang mit Wertpapieren plädiert Norbert Betz von der Börse München.
Für eine ruhige Hand im Umgang mit Wertpapieren plädiert Norbert Betz von der Börse München.   » zu den Bildern

Coburg - Im Umgang mit Aktien heißt es kühlen Kopf und den gesunden Menschenverstand bewahren. Mit dieser Botschaft war Wertpapierprofi Norbert Betz von der Börse München am Donnerstagabend als Referent der Forum-Wissen-Vortragsreihe von VR-Bank Coburg und Neue Presse ins Coburger Kongresshaus gekommen.

Betz, der sich insbesondere mit der Gefühlswelt von Anlegern befasst hat, betonte, dass das Aktiengeschäft in allzu vielen Fällen eben keine rein rationale Sache sei. Erfolge mit Wertpapieren etwa, verleiteten Anleger immer wieder, ihren vermeintlichen Durchblick zu überschätzen und sich in verlustreiche Abenteuer zu stürzen.

Dabei sei weder bei Gewinnen noch bei Verlusten Aktionismus zielführend. Gefragt sei vielmehr eine ruhige Hand. "Ist der Anlagehorizont lang genug, kommt der Erfolg von ganz allein", erklärte Betz. Erhebungen zur Performance von Aktien seit gut 100 Jahren untermauerten diese These eindrucksvoll. Über einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren hätten Wertpapiere stets eine Rendite erbracht. Ein Jahr mit Verlust sei lange kein Grund, in Panik zu verfallen. Denn über die Jahre glichen sich Verluste noch immer aus.

Ohnehin seien Börsenkurse von vielen nicht steuerbaren Faktoren abhängig. Börsenspezialist Betz räumte ohne Umschweife ein, dass der Erfolg an der Börse weit mehr vom Glück bestimmt sei als vom nicht selten in der Öffentlichkeit verklärten Können eines Anlegers. "Chance und Risiko sind siamesische Zwillinge." Dessen sollte sich jeder Aktienbesitzer bewusst sein.

Wenngleich der Glücksfaktor nach den Worten von Betz keine unbedeutende Rolle spielt, kann die Vermeidung gewisser Fehler der Performance von Aktien nicht schaden. So sollten Anleger nicht dem Motto Folgen, "man kauft, was man zu kennen glaubt", und sich so von einer bestimmten Branche abhängig machen. Gleiches gelte bei einer Fokussierung auf heimische Unternehmen. Wohl und Wehe des Anlegers hingen dann von regionalen Entwicklungen ab, während er globale Trends verpasse.

Zu den Kardinalfehlern an der Börse zählt Betz auch die von ihm anfangs angesprochene Selbstüberschätzung. Wer sich als versierter Könner im Wertpapiergeschäft wähnt, finde sich in der Regel auf dem Weg "vom ambitionierten Spekulanten zum enttäuschten Anleger".

Generell sollte das Aktienportfolio breit gefächert sein. Niemand sollte sich von großen Namen aus der Wirtschaft oder vermeintlichen Zukunftsbranchen blenden lassen und womöglich alles auf eine Karte setzen. Stets gehe es darum, die langfristige Rendite im Auge zu behalten. "Der Erfolg kommt mit der Zeit - auch mit einem ganz langweiligen Depot", gab Betz seinem Publikum auf den Weg.

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Mathias Mathes
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Veröffentlicht am:
11. 10. 2019
15:48 Uhr

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Mathias Mathes

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Veröffentlicht am:
11. 10. 2019
15:48 Uhr



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