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Coburg

Die Polizei hat Vögel unterm Dach

Wie jedes Jahr nisten heuer Turmfalken bei den Coburger Ordnungshütern. Auch Junge haben sie schon bekommen.



Neugierig schauen sich die jungen Turmfalken um, die vor ein paar Wochen im Nistkasten an der Polizeiinspektion geschlüpft sind.	Foto: Stefan Probst
Neugierig schauen sich die jungen Turmfalken um, die vor ein paar Wochen im Nistkasten an der Polizeiinspektion geschlüpft sind. Foto: Stefan Probst  

Coburg - Die Coburger Polizei hat Nachwuchs bekommen: im Nistenkasten unter dem Funkturm sind sechs Turmfalken-Küken geschlüpft. "Die Vögel kommen jedes Jahr bei uns vorbei", sagt Stefan Probst, der Pressesprecher der Polizei. Ihm zufolge haben die Ordnungshüter bereits vor einigen Jahren einen Nistkasten für die Turmfalken eingerichtet - und seither stets Besuch bekommen.

"Derzeit herrscht bei uns im Hof reger Flugbetrieb", verrät Probst. Wann die Küken geschlüpft sind, weiß er nicht genau. In jedem Fall seien die kleine Falken inzwischen flügge und würden das Polizeirevier auf eigene Faust erkunden. Die Eltern kümmerten sich aber immer noch vorbildlich um den Nachwuchs. Am Mittwochnachmittag sitzen die Kleinen zum Beispiel in der Regenrinne und warten darauf, dass die beiden Eltern endlich Futter heranschaffen. "Das ist wohl die Hauptbeschäftigung der beiden großen Vögel", schmunzelt Probst.

Wenn es auf den Winter zugeht, werden die Ordnungshüter ihre gefiederten Freunde vielleicht wieder ziehen lassen müssen. Einige Arten der Turmfalken sind Zugvögel, die in den kalten Monaten nach Afrika oder Südeuropa fliegen. Vielleicht finden die Falken aber auch in Coburg ausreichend Nahrung und bleiben in der kalten Jahreszeit.

Dass sie mitten in der Stadt nisten ist nicht der Normalfall. Typischerweise siedeln sie an Waldrändern. Aber der Turmfalke ist ein äußerst anpassungsfähiger Vogel, der immer wieder in die Städte vordringt. Im Prinzip können sie überall dort nisten, wo sich die Gelegenheit dazu bietet - zum Beispiel im Kasten bei der Polizei. Häufig sind sie aber auch an Hochhäusern oder Kirchtürmen zu finden. In jedem Fall nisten die Falken hoch oben, denn dort wähnen sie sich vor ihren Feinden in Sicherheit. Eigene Nester bauen die Vögel nicht, sondern nutzen vorhandene Strukturen.

Turmfalken brüten ab dem zweiten Lebensjahr und legen jeweils drei bis sechs Eier. Die Jungen schlüpfen nach etwa 27 bis 29 Tagen. Bereits am Ende der dritten Lebenswoche haben die Jungtiere das Gewicht eines ausgewachsenen Turmfalken erreicht. Die ältesten Vertreter der Art sollen 18 Jahre alt geworden sein.

Turmfalken sind nicht vom Aussterben bedroht, ihr Bestand ist in Europa weitgehend stabil. Experten schätzen, dass in Deutschland 42 000 bis 68 000 Paare leben.

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Katja Diedler

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Veröffentlicht am:
13. 06. 2019
00:00 Uhr

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13. 06. 2019
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