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"Die Zeit ist reif dafür"

Am Sonntag ist es soweit: Neustadt und Sonneberg feiern den Tag der Franken. Die beiden Rathauschefs erklären, welche Vorteile das Miteinander hat.



Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan (links) und Sonnebergs Bürgermeister Dr. Heiko Voigt freuen sich auf das Finale zum "Tag der Franken". Sie sehen diesen Zyklus freilich nur als Teil einer gemeinsamen Vorgehensweise.
Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan (links) und Sonnebergs Bürgermeister Dr. Heiko Voigt freuen sich auf das Finale zum "Tag der Franken". Sie sehen diesen Zyklus freilich nur als Teil einer gemeinsamen Vorgehensweise.   Foto: Tischer

Neustadt - Neustadt und Sonneberg richten an diesem Sonntag, 7. Juli, den "Tag der Franken" aus. Doch der soll keine Eintagsfliege bleiben, sondern für Nachhaltigkeit sorgen. Wie, erklären Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan und Sonnebergs Bürgermeister Dr. Heiko Voigt im Gespräch mit der Neuen Presse.

 

Neustadt und Sonneberg wachsen unaufhörlich zusammen. Was man nicht nur am "Tag der Franken" sieht. Welche Projekte beinhaltet das gemeinsame Miteinander?

Dr. Heiko Voigt: Wir versuchen, auf allen Ebenen zusammenzuarbeiten. Einzig beim Verwaltungshandeln geht das nicht, da wir nach unterschiedlichen Ländersystemen handeln müssen.

Frank Rebhan: Wir wünschen uns gemeinsame Infrastruktur-Projekte. Letztendlich mit dem Ziel, durch die Zusammenarbeit Profit für die Menschen der beiden Städte zu generieren.

 

Bundestagsabgeordneter Hans Michelbach spricht sogar davon, dass "das Oberzentrum Neustadt-Sonneberg nach wie vor Wirklichkeit ist." Wie sehen Sie das?

Rebhan: Im Moment versuchen wir, Schritt für Schritt eine gemeinsame, länderübergreifende Kooperation zu erreichen. Dies soll dazu beitragen, dass wir gemeinsames Tun können, ohne an bürokratischen Hürden zu scheitern.

Dr. Voigt: In Thüringen geht das mit dem Oberzentrum nicht aufgrund der momentan geltenden Regularien für Oberzentren.

 

Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der mittlerweile auf allen Ebenen fast inflationär gebraucht wird. Wo sehen Sie beim "Tag der Franken" Ansatzpunkte?

Dr. Voigt: Wir wollen vermeiden, Strohfeuer zu entzünden. Aber das, was wir machen, soll für einen längeren Zeitraum halten und Erleichterungen mit sich bringen.

Rebhan: Dazu gibt es als Beispiel die ersten offenen Stadtmeisterschaften im Fußball, die, so hoffen wir, auch im kommenden Jahr stattfinden werden. Weitere wie der gemeinsame Stadtbusverkehr und das Miteinander der beiden Bauhöfe beim Winterdienst laufen ja schon.

 

Unter den Begriff fällt ja wohl auch das Wasserstoffcluster. Sicherlich ein Leuchtturmprojekt der beiden Städte. Was ist hier angedacht?

Dr. Voigt: Wir wollen sehen, dass wir mit dieser neuen, zukunftsweisenden Technologie einen Innovationsschub erreichen. Wenn Wasserstoff hier erzeugt und angewendet wird, sind das geschlossene Kreisläufe. Hier könnten wir Vorreiter im Rahmen der Energiewende sein.

Rebhan: Hier liegt die Federführung bei Sonneberg. Die Stadt hat es uns ermöglicht, daran zu partizipieren. Beispielhaft könnte der gemeinsame Stadtbusverkehr stehen.

 

Machen Sie die unübersehbaren Fortschritte beim gemeinsamen Vorgehen an Ihren Personen fest oder ist die Zeit einfach reif dafür?

Rebhan: Beides. Wir ticken in vielen Dingen sehr ähnlich und haben hohes Vertrauen zueinander. Aber: Die Zeit ist in der Tat reif dafür. Das merken wir an Bereichen, die wir nicht beeinflussen können. Die Menschen unserer Region kooperieren schon länger in den verschiedensten Ebenen miteinander, beispielsweise auf kultureller, sportlicher Ebene durch Vereine.

Dr. Voigt: Da kann ich zu hundert Prozent zustimmen. Beispielsweise rücken bei größeren Bränden auch die Feuerwehren aus Neustadt und Sonneberg gemeinsam aus, wie jüngst bei dem spektakulären Unfall in der Neustadter Kernstadt zu sehen war.

 

Der "Tag der Franken" ist sicherlich auch finanziell für beide Städte ein "großer Brocken". Spielt bei den Überlegungen, weitere Projekte zu stemmen, auch der finanzielle Aspekt eine herausragende Rolle?

Dr. Voigt: Sicherlich ist das so. Aber wir bringen gemeinsame Projekte auf den Weg, die für den Einzelnen zu teuer geworden bzw. an bürokratischen Hürden gescheitert wären. Gemeinsam sind diese aber schulterbar.

Rebhan: … wenn die beiden Freistaaten mitspielen…

 

Sind Sie aufgeregt?

Rebhan: Wir wissen, dass wir sehr gut vorbereitet sind, deshalb brauchen wir uns keine Sorgen machen. Angst haben wir letztlich nur vor schlechtem Wetter. Aber auch hier sind die Prognosen gut.

Dr. Voigt: Ein besonderes Lob geht an unsere beiden Stellvertreter, Christian Dressel und Martin Stingl und ihren Teams. Sie machen einen Super-Job.

 

Wo geht die gemeinsame Reise hin?

Rebhan und Dr. Voigt: Konkret wollen wir noch nichts benennen. Aber wir können sagen, dass weitere Projekte zum Wohle für die Menschen in beiden Städten folgen werden.

Autor

Peter Tischer
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
17:06 Uhr

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Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
17:06 Uhr



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