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Coburg

Diskussion um Solaranlage in Rödental

Im Stadtteil Blumenrod sollen Kollektoren für Sonnenenergie entstehen. Das Vorhaben könnte den Hochwasserschutz des Orts gefährden, kritisieren einige Stadträte.



Rödental - 4,3 Hektar, also etwas größer als sechs Fußballfelder, soll die Solaranlage im Rödentaler Stadtteil Blumenrod werden. Das hat der Stadtrat während seiner Sitzung am Montag beschlossen. Dazu wird der Flächennutzungsplan geändert und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt. Das Areal soll auf einer Ackerfläche zwischen einem landwirtschaftlichen Betrieb und dem Wertstoffhof entstehen, in Richtung Süden ausgerichtet sein und eine Stromleistung von maximal 3 300 Kilowatt produzieren.

13 486 Teilnehmer

Während der Stadtratssitzung am Montag blickte die Leiterin des Treffs der Arbeiterwohlfahrt am Bürgerplatz auf das vergangene Jahr zurück. Laut Richter besuchten die 2 590 Veranstaltungen wie Wandern, Yoga, Bingo, Dart, den Literaturkreis oder das gemeinsame Kochen 13 486 Teilnehmer. 61 Ehrenamtliche leisteten 2018 2 840 Stunden. "Manch einer war mehr als 200 Stunden im Einsatz", erklärte sie. Zudem könnten sich Senioren im Treff zu Pflegefragen, Betreuung und Hilfe im Alltag beraten lassen. 2019 möchte Richter die Diskussionen über politische Themen ins Programm aufnehmen.

 

Dieses Vorhaben kritisierten einige Stadträte. Elmar Palauneck, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Stadtrat, etwa nannte die betroffene Gegend ein "sensibles Gebiet". Er sprach die Entwässerungsfrage des Areals im Hinblick auf die Hanglage des darunter liegenden Wohngebiets an. Denn die durch die Anlage versiegelten Flächen könnten kein Wasser in dem bei Starkregen hochwassergefährdeten Gebiet aufnehmen. Bürgermeister Marco Steiner (Freie Wähler) ordnete das Bauvorhaben als "unbedenklich" ein. "Für eine passende Entwässerung muss der Besitzer sorgen", erklärte der Bürgermeister. Grünen-Stadtrat Jürgen Faber erklärte, dass die Wurzelfläche der Gräser unter den Sonnenkollektoren Wasser besser aufnähmen, als eine lose Ackerfläche. Freie-Wähler-Stadträtin Gisela Böhnel befürchtete eine Industriebrache, falls die Anlage unrentabel sei und aufgegeben würde. Bauamtsleiter Günter Benning verwies darauf, dass eine sogenannte Rückbauforderung in den Durchführungsvertrag aufgenommen werden kann, um einen solchen Fall zu verhindern.

 

Zudem beschlossen die Stadträte eine Anhebung des Grundsteuerhebesatzes A von 340 auf 350 Prozent. "Sonst erhalten wir keine 500 000 Euro Stabilisierungshilfen", erklärte Steiner diesen Schritt. Das sei eine Auflage der bayerischen Staatsregierung, da der Grundsteuerhebesatz A von Kommunen, die diese Unterstützung erhielten, höher als der Landesdurchschnitt von 344 Prozent sein müsse. 900 Euro nimmt die Stadt laut Steiner dadurch mehr ein. Palauneck schätzte den Verwaltungsaufwand für die Änderung als "hoch gemessen an den Stabilisierungshilfen" ein. Tomas Lesch, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, gab an, dass die Kosten für den Verwaltungsaufwand die 900 Euro Mehreinnahmen wahrscheinlichen überschreiten würden. "Das ist für niemanden nachvollziehbar", meinte er. Durch die Vorgabe würden die Kommunen zum Handeln gezwungen werden. Die neue Regelung gilt rückwirkend zum 1. Januar.

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Yannick Seiler
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Veröffentlicht am:
14. 05. 2019
18:58 Uhr

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Yannick Seiler

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Veröffentlicht am:
14. 05. 2019
18:58 Uhr



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