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Coburg

Ein Aushängeschild, vor dem alle den Hut ziehen

Seit 60 Jahren gehört Helmut Völk dem Thüringerwald-Verein an. Eigentlich sogar schon viel länger. Dafür wird er jetzt geehrt.



Das Stiftungsfest des Thüringerwald-Vereins bildet den Rahmen, um langjährigen Mitgliedern für ihre Treue zu danken (von links): Hans-Detlef Bürger, Renate Haenel, Helmut Völk, Ursula Ehrlicher und Vorsitzender Dieter Schubert.
Das Stiftungsfest des Thüringerwald-Vereins bildet den Rahmen, um langjährigen Mitgliedern für ihre Treue zu danken (von links): Hans-Detlef Bürger, Renate Haenel, Helmut Völk, Ursula Ehrlicher und Vorsitzender Dieter Schubert.  

Coburg - Ein fester Punkt im Terminkalender des Thüringerwald-Vereins Coburg ist sein jährliches Stiftungsfest. Zweiter Vorsitzender Helmut Völk verglich dies mit einem Geburtstag. Demnach feierte der Verein mit seinen 372 Mitgliedern in diesem Jahr auf der Sennigshöhe bei Mirsdorf seinen 112. Geburtstag.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Ehrung langjähriger Mitglieder. Bevor der Vorstand zur Tat schritt, ging Helmut Völk auf die Geschichte der Alexandrinenhütte ein, die am 18. Juli 1936 offiziell eingeweiht worden war. Er erinnerte daran, dass diese auf den Grundmauern des Alexandrinenturmes gebaut worden war, der von 1906 bis zu seiner Sprengung im Jahr 1936 der höchste Aussichtspunkt im Coburger Land gewesen war. Helmut Völk zeigte sich erfreut darüber, dass mit Erika Hühn eine Zeitzeugin der Sprengung den Weg zum Stiftungsfest gefunden hatte. Die ehemalige Mirsdorferin konnte sich gut daran erinnern, dass sie als siebenjähriges Kind Angst davor gehabt habe, dass sie von einem Stein getroffen werde. "Aber der Turm ist einfach in sich zusammengefallen", erzählte sie. Gern denkt sie an die Tanzabende zurück, zu denen der ehemalige Vorsitzende Carl Escher mit seinem Schifferklavier aufspielte: "Ich hab‘ getanzt, wie der Lump am Stecken."

In seinem geschichtlichen Abriss verdeutlichte Völk, dass sich auf der Sennigshöhe viel getan hat. "Die Hütte wurde mit fließendem Wasser, Strom, Telefon und einer Kläranlage ausgestattet", berichtete er und betonte: "Wir haben hier ein wunderbares Fleckchen Erde." Der frühere Dekan Winfried Züger übernahm eine besondere Ehrung. Zweiter Vorsitzender Helmut Völk gehört dem Thüringerwald-Verein seit nunmehr 60 Jahren an. Züger lobte Völk dafür, dass er nicht nur dabei ist, sondern auch Verantwortung übernehme: "Du bist ein Aushängeschild des Vereins, vor dem ich respektvoll meinen Hut ziehe."

Helmut Völk meinte mit einem verschmitzten Lächeln, dass er eigentlich schon viel länger dabei sei. "Dank meiner Eltern war ich schon vor meiner Geburt beim Verein", erläuterte der 71-Jährige. "Jedes Wochenende war Thüringerwald-Verein angesagt", erinnert er sich an seine Kindheit und ergänzte: "Manchmal hat es mich richtig genervt." Heute könne er sich ein Leben ohne "seinen" Verein nicht mehr vorstellen.

Geehrt wurden auch: Ursula Ehrlicher, Lothar Braukmann (60 Jahre), Renate Haenel (50 Jahre), Hans-Detlef Bürger, Horst Günther Steffan, Anita Berner, Guido Berner (40 Jahre), Karl Heinz Jürgens, Stephanie Jürgens, Rolf Eckstein (25 Jahre).

Autor

Martin Rebhan
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Veröffentlicht am:
17. 07. 2019
17:16 Uhr

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Horst Günther Karl Heinz Mitglieder Thüringerwald-Verein Vorsitzende von Organisationen und Einrichtungen
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Autor

Martin Rebhan

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
17. 07. 2019
17:16 Uhr



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