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Coburg

Ein Problem weniger in Bad Rodach

Zumindest die Sache mit dem Behindertenparkplatz vor dem Rathaus ist schnell geklärt. Bis das für die Verkehrsführung gilt, wird es wohl noch ein Weilchen dauern.



Nicht besonders behindertenfreundlich ist der ausgewiesene Parkplatz vor dem Rathaus. Auf Zustimmung im Bauausschuss stieß der Vorschlag von Herrmann Liebermann, Taxi- und Behindertenparkplatz zu tauschen.
Nicht besonders behindertenfreundlich ist der ausgewiesene Parkplatz vor dem Rathaus. Auf Zustimmung im Bauausschuss stieß der Vorschlag von Herrmann Liebermann, Taxi- und Behindertenparkplatz zu tauschen.  

Bad Rodach - Wohin mit einem Anhänger des BRK? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Bauausschuss der Stadt Bad Rodach in seiner jüngsten Sitzung. Hintergrund war, dass der BRK-Ortsverband die Stadt in der Form um Unterstützung bat, einen Unterstellplatz für einen Anhänger, der zum Katastrophenschutz zählt, zur Verfügung zu stellen. Der bisherige Stellplatz steht dem BRK nicht mehr zur Verfügung.

Bauausschuss in Kürze

Behinderten Parkplatz

Hermann Liebermann (SPD) führte vor Augen, dass der Parkplatz für Behinderte vor dem Rathaus alles andere als behindertengerecht sei. Größtes Manko ist es, dass der Fahrer in Richtung Fahrbahn aussteigen muss. Auf Zustimmung stieß sein Vorschlag, diesen Parkplatz mit dem dort vorhandenen Taxiparkplatz zu tauschen.

 

Friedhof

Beschlossen wurde die Anschaffung eines metallenen Erinnerungsmal in Form eines Baumes für die Baumbestattung. Die Kosten hierfür betragen 1100 Euro.

 

Anschaffungen

Für den Bauhof werden eine Holzbearbeitungsmaschine und ein Tandem-Dreiachsenkipper angeschafft. Gesamtinvestition rund 53 200 Euro. Für das Kläranlagenfahrzeug wird ein Regalsystem beschafft.

 

Party

Für die geplante DJ-Party im Waldbad, die am 31. August stattfinden soll, wird die Sperrzeit auf drei Uhr verkürzt, sofern die übrigen Auflagen eingehalten werden können.

 

Fahrradständer

Aus verkehrsrechtlichen Gründen konnte der Ausschuss dem Antrag im Bereich Alexandrinenstraße/Neugasse, einen Fahrradständer aufzustellen, nicht zustimmen.

 

Gewerbegebiet

Seitens der SBB-Fraktion wurde der Antrag formuliert, in der Elsaer Straße weitere Gewerbegebiete auszuweisen.

 

Campingplatz

Der Landkreis Coburg lässt auf der Straße Richtung Holzhausen eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 100 zu. Deshalb sah man sich nun seitens der Stadt aus Sicherheitsgründen gezwungen, die südliche Zufahrt zum Campingplatz komplett zu sperren.

 

Friedhof Gauerstadt

Norbert Wacker (FW) bat in der Sitzung darum zu prüfen, ob in der bisherigen Leichenhalle eine Urnenwand realisiert werden kann. Außerdem wies er darauf hin, dass der Weg auf dem Friedhof in keinem "würdigen" Zustand sei.

 

Wie von Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) zu hören war, entstand die Idee, auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage eine Garage zu erstellen. Eine Kostenschätzung kam zu dem Ergebnis, dass hier etwa 70 000 Euro hätten investiert werden müssen. Der BRK-Ortsverband hätte sich nach Auskunft von Ehrlicher mit 10 000 Euro beteiligt. Eine Nachfrage beim BRK-Kreisgeschäftsführer, Jürgen Beninga, ergab, dass von dieser Seite keine Unterstützung zu erwarten sei. "Vom BRK-Kreis-, Landes- oder Bundesverband bekämen wir null Euro", stellte Ehrlicher nüchtern fest.

 

Auch wenn die Stadt das BRK als eine wichtige und unterstützenswerte Institution ansieht, war sich das Gremium darüber einig, dass eine Maßnahme in Höhe von 60 000 Euro eine Nummer zu groß sei. Als Übergangslösung wird dem BRK angeboten, den Anhänger auf dem Bauhof unterzustellen. Den Hinweis von Bauhofleiter Jan Müller, dass seitens des BRK eine abschließbare und frostsichere Unterstellmöglichkeit gewünscht wird, wollte Bürgermeister Ehrlicher nicht gelten lassen. "Wenn es bisher in einer Dreschhalle ging, warum soll ein Unterstellplatz nicht gehen?", so Ehrlicher.

Eine umfangreichere Diskussion kam zur Verkehrsführung in der Innenstadt auf. Ohne dass das Thema auf der Tagesordnung stand, wurden die verschiedensten Vorschläge in den Raum geworfen. So könnte sich Peter Wagner (FW) eine Einbahnstraßenregelung im Bereich des Marktplatzes in Richtung Hildburghausen vorstellen. "Der Verkehr aus Richtung Hildburghausen kommend müsste dann über die Gartenstraße geleitet werden", meinte Wagner. Ehrlicher beendete die Diskussion mit dem Hinweis: "Bevor sich hier jemand um Kopf und Kragen redet, sollten wir das Ergebnis des zu erstellenden Verkehrskonzeptes abwarten." Dieser Meinung schloss sich auch Kämmerer Michael Fischer an, der darauf verwies, dass für die Maßnahme 30 000 Euro im Haushalt eingestellt seien. "Wir werden uns alle wundern, welche Verkehrsströme hier zutage treten", zeigte sich Fischer sicher.

Einer Bauvoranfrage zur Errichtung einer Photovoltaikanlage in der Heldburger Straße wollte der Bauausschuss nicht zustimmen. Ehrlicher plädierte dafür, dass zunächst der Denkmalschutz gehört werde. Dieser Auffassung konnte sich Michael Pertsch nicht anschließen. Er verwies darauf, dass in dem betreffenden Bereich bereits Photovoltaikanlagen installiert seien. Pertsch weiter: "Auf der einen Seite wollen wir erneuerbare Energien, dann soll der Denkmalschutz wichtiger sein." Konsequenterweise stimmte er gegen den Beschluss, zunächst die Denkmalschutzbehörde zu hören.

Der Kämmerer informierte das Gremium, dass die Stadt fünf Waffen geerbt habe. Zwei davon seien als historisch wertvoll zu betrachten. Um diese im Besitz behalten zu dürfen, müssten sie aber schussunfähig gemacht werden. Kosten hierfür: 500 Euro. Der Bauausschuss folgte dem Vorschlag, zwei Waffen zu behalten und die anderen drei zu vernichten.

Autor

Martin Rebhan
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Veröffentlicht am:
13. 06. 2019
20:10 Uhr

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Martin Rebhan

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Veröffentlicht am:
13. 06. 2019
20:10 Uhr



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