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Coburg

Ein Rundbau mit vielen Talenten

Multifunktional soll es werden, das Globe. Der Stadtrat hat am Donnerstag den Bau beschlossen. Kosten soll er laut Plan rund 29 Millionen Euro.



So soll das Globe-Theater nun aussehen: Nach gegenwärtige Planung wird die Ausweichspielstätte an der Ernst-Faber-Brücke stehen.	Grafik: Globe Coburg GmbH
So soll das Globe-Theater nun aussehen: Nach gegenwärtige Planung wird die Ausweichspielstätte an der Ernst-Faber-Brücke stehen. Grafik: Globe Coburg GmbH   » zu den Bildern

Coburg - Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser, Michael Stoschek und Klaus-Jürgen Heitmann von der Globe GmbH haben am Donnerstag die Pläne für das Globe vorgestellt. Der Stadtrat hat sie mit großer Mehrheit beschlossen. Sie betreffen nicht nur den hölzernen Rundbau, sondern auch die direkte Umgebung des Multifunktions-Gebäudes.

Fest steht, dass das Globe das Zeug hat, ein neues Wahrzeichen für Coburg zu werden. Schließlich ist es aus dem Zug und von der Bundesstraße aus weithin sichtbar. Vlantoussi-Kaeser zeigte den Stadträten, wie der Innenbereich aussehen wird. Da verfügt der Bau über zwei Ränge und ein Parkett. Das kann dank moderner Technik vielfältig genutzt werden. Zum Beispiel für eine Opernaufführung mit Orchestergraben. Dann finden etwas mehr als 400 Personen Platz. Dank beweglicher Böden kann das Globe aber auch in einen modernen Konferenzraum umgebaut werden und verfügt dann über etwas mehr als 600 Plätze. "Das sind dann sogar mehr Sitzplätze als im Kongresshaus", schmunzelte Vlantoussi-Kaeser.

Michael Stoschek, der Vorsitzende der Brose-Gesellschaftversammlung, widmete sich der Außen-Wirkung. Insgesamt soll das Globe 18 Meter hoch werden, die drei Nebengebäude jeweils circa sieben Meter. Letztere sollen einen Werkstattcharakter bekommen. Von einer Terrasse aus werde die Itz erlebbar. Stoschek ist
daran gelegen, dass das Güterbahnhofgelände eine durchgängige Gestaltung erhält. Er warb in diesem Zusammenhang noch einmal für den Plan, den Stefanie Jühling erstellt hatte: "Ich bin enttäuscht, dass nun den Schirmer-Plänen der Vorzug gegeben wurde." Stoschek wies darauf hin, dass der gesamte Plan förderfähig sei, das hätten ihm mehrfach Vertreter der zuständigen Ministerien bestätigt.

Wichtig war es dem Vorsitzenden der Brose-Gesellschafterversammlung, dass an der Frankenbrücke Parkplätze gebaut werden: "Es gibt bereits Schwierigkeiten am Campus.Design. Da benötigt der neue Prinz-Albert-Campus unbedingt Stellflächen." Er legte es in die Hand der Räte, ob diese über- oder unterirdisch gebaut werden.

Die Parkplätze sind in Stoscheks Augen auch deshalb notwendig, weil auf dem Güterbahnhofgelände so wenige Autos wie möglich unterwegs sein sollen. Auch Busse sollen dort nach seinem Willen nicht fahren. Dies sieht allerdings der beschlossene Schirmer-Plan vor. "Wir haben vier Möglichkeiten, um auf das Gelände zu kommen. Da braucht es dort keine Bushaltestelle."

Einmal mehr erklärte Stoschek, dass es ihm und der Globe GmbH bei der Planung vor allem darum gegangen sei, ein Gelände für die Jugend zu schaffen: "Die Zukunft unserer Stadt und die Zukunft unserer Jugend haben dieses Gelände verdient." Deswegen sehe der Jühling-Plan dort auch ein Hostel und ein BoardingHouse vor.

Petra Schneider, die Fraktionsvorsitzende der SPD, lobte die Pläne der Globe GmbH - und die von Landschaftsplanerin Jühling. Sie hätte sie gerne als eine Option bei der vorangegangenen Abstimmung gesehen. Ähnlich äußerte sich auch Friedrich Herdan (CSU). Es wiesen allerdings mehrere Stadträte darauf hin, dass es darum in dieser Diskussion nicht gehe, sondern nur um die konkreten Pläne für das Globe-Theater.

In dieser Sache gingen die Räte am Donnerstag tief ins Detail. Sie stimmten zum Beispiel darüber ab, wie der Keller beschaffen sein soll: Er müsse so gestaltet werden, dass dort keine Feuchtigkeit eindringen kann. In der Fachsprache nennt sich das "A-Keller". Die Räte sprachen sich außerdem dafür aus, dass das Gelände ein Leitpflaster für Sehbehinderte und grüne Dächer erhält. Insgesamt stimmten sie mit 38:1 Stimmen für die Pläne der Globe GmbH. Vlantoussi-Kaeser, Stoschek und Heitmann überreichten die Pläne für das Globe anschließend an Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD). Für ihr großzügiges Geschenk wurden sie von den Stadträten mit stehenden Ovationen bedacht.

Am Donnerstag stand auch die Kostenplanung für das Globe auf der Tagesordnung: der Bau wird mit rund 29 Millionen Euro zu buche schlagen. Hinzu kommen noch Nebenkosten, wie zum Beispiel die Entsorgung der Altlasten auf dem Gelände. Die Berechnung beinhaltet eine neuerliche Kostensteigerung. Bei den Haushaltsberatungen im November war die Verwaltung noch von 23,9 Millionen Euro ausgegangen.

Die unterschiedlichen Notierungen hängen einerseits damit zusammen, dass der Baukörper auf dem Güterbahnhof-Gelände planerisch mehrfach hin- und hergeschoben wurde. Im Moment hat er seinen Platz an der neuen Ernst-Faber-Brücke gefunden. Ferner wurde bei der Gestaltung der Außenanlagen abgespeckt. War sie noch im Oktober 2018 noch mit 6,5 Millionen Euro kalkuliert, geht man jetzt von 3,57 Millionen aus. Dazu kommen noch rund 130 000 Euro für die Außenbeleuchtung der Anlage und 1,5 Millionen Euro für die Neugestaltung des Itz-Ufers, das in eine Art von Erlebnisbereich umgestaltet werden soll.

Bleibt es bei der jetzigen Kostenschätzung, dann wird die Schaffung der Ausweichspielstätte für das Landestheater den städtischen Haushalt mit rund 19 Millionen Euro belasten. Der Freistaat Bayern steuert pauschal die Summe von zehn Millionen Euro bei.

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Katja Diedler

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Veröffentlicht am:
23. 05. 2019
21:24 Uhr

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Katja Diedler

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23. 05. 2019
21:24 Uhr



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