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Coburg

Ein gutes Rezept gegen den Landarzt-Mangel

Die erste Stipendiatin des Kreises Coburg hat ihre Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin im Klinikum begonnen. Derzeit durchlaufen noch acht weitere Studenten das Programm.



Mit Gulmira Stoll (Mitte) konnte die erste Medizinstipendiatin im Klinikum Coburg begrüßt werden. Willkommen geheißen wurde sie von Dr. Christian Pohlig, Landrat Sebastian Straubel, Constanze Scheibl und Dr. Oliver Gregor (von links).
Mit Gulmira Stoll (Mitte) konnte die erste Medizinstipendiatin im Klinikum Coburg begrüßt werden. Willkommen geheißen wurde sie von Dr. Christian Pohlig, Landrat Sebastian Straubel, Constanze Scheibl und Dr. Oliver Gregor (von links).  

Coburg - Set mehreren Jahren vergibt der Landkreis Coburg Stipendien an Studierende der Humanmedizin. Damit will man die Arbeit des Weiterbildungsverbundes der Allgemeinmedizin Coburg und des Hausarztvereins Coburg Stadt und Land unterstützen, die Fachärzte für Allgemeinmedizin für den Raum Coburg gewinnen wollen. Die Förderhöhe beträgt monatlich 300 Euro bei einer maximalen Laufzeit von 60 Monaten.

Voraussetzung hierfür ist unter anderem, dass sich die Stipendiaten nach erfolgreichem Studium zum Facharzt für Allgemeinmedizin am Klinikum Coburg und dem Weiterbildungsverbund ausbilden lassen und danach noch für 24 Monate im Landkreis Coburg ärztlich tätig sind.

Dass das Projekt von Erfolg gezeichnet ist, wurde jüngst im Klinikum Coburg verdeutlicht. Mit Gulmira Stoll konnte Landrat Sebastian Straubel die erste Medizinstipendiatin des Landkreises Coburg im Coburger Klinikum begrüßen. Für die Ärztin beginnt nun die Ausbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin.

Dr. Christian Pohlig und Dr. Oliver Gregor hoben die Wichtigkeit der Arbeit von Allgemeinmedizinern hervor. Gregor führte vor Augen, dass Allgemeinärzte die ersten Berater der Patienten seien und damit eine wichtige Aufgabe in der medizinischen Versorgung übernähmen. Christian Pohlig erinnerte daran, dass das Klinikum Coburg das erste in Bayern war, das sich vor zwölf Jahren der Allgemeinmedizin gewidmet habe. Er machte zudem deutlich, dass sich die Anforderungen an Ärzte in den vergangenen Jahren deutlich geändert hätten. "Meine Patienten haben im Schnitt inzwischen 16 Diagnosen."

Bis sich Gulmira Stoll Fachärztin für Allgemeinmedizin nennen darf werden noch fünf Jahre vergehen, bis dahin wird sie verschiedenste Abteilungen im Klinikum durchlaufen und 24 Monate in der ambulanten hausärztlichen Versorgung tätig sein. Landrat Straubel hob hervor, dass viele Menschen ihr Herzblut in das Projekt eingebracht hätten. Erfreut zeigte er sich, dass es nun eine erste Frucht hervorgebracht habe. Wie von Constanze Scheibl vom Landratsamt Coburg zu erfahren war, befinden sich derzeit noch acht Medizinstudenten in dem Programm. Geplant ist nach ihrer Darlegung, dass spätesten 2021 der nächste Stipendiat ans Klinikum kommt.

Autor

Martin Rebhan
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Veröffentlicht am:
16. 10. 2019
16:54 Uhr

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Autor

Martin Rebhan

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Veröffentlicht am:
16. 10. 2019
16:54 Uhr



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