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Coburg

Ein pfiffiger Neubau

Die Creidlitzer Feuerwehr bekommt ein neues Heim. Das entspricht jetzt nicht nur den Vorgaben der Stadtentwicklung, sondern wird auch ein Hingucker.



So wird das neue Feuerwehrgerätehaus in Creidlitz aussehen. Der Senat entschied sich auf Wunsch der Feuerwehr für die Variante Grau mit Akzenten.
So wird das neue Feuerwehrgerätehaus in Creidlitz aussehen. Der Senat entschied sich auf Wunsch der Feuerwehr für die Variante Grau mit Akzenten.  

Coburg / Creidlitz - Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten und daher zeigten sich die Mitglieder des Bau- und Umweltsenats am gestrigen Mittwoch auch ziemlich einsichtig, als es um die Gestaltung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Creidlitz ging. Referent Thorsten Huld hatte dem Gremium drei mögliche Design-Varianten vorgestellt. Schon im Vorfeld hatte sich eine große Mehrheit der 30 Creidlitzer Feuerwehrleute für Grau mit roten Akzenten entschieden. Der Senat folgte diesem Wunsch - auch wenn er bei den Stadträten selbst nicht auf Zustimmung stieß. " Ich halte die Farb-Gestaltung für sehr wild", bekannte Peter Kammerscheid (Pro Coburg). Aber wenn die Wehr das wünscht, dann gehe er gerne mit. "Sehr lebhaft" befand auch Baubürgermeisterin Birgit Weber, während Andreas Gehring (SPD) die Farbe gefiel und Jürgen Oehm (CSU) darin sogar eine "pfiffige Variante" sah.

Die Planung

Seit einem Jahr plant das Hochbauamt ein neues Feuerwehrgerätehaus in Creidlitz.

 

In der Bausenatssitzung im März wurde deutlich, dass die bis dahin veranschlagten Kosten nicht gehalten werden können. Die Gesamtkosten belaufen sich jetzt auf 2,2 Millionen Euro. Vor allem die Hanglage treibt die Zahlen in die Höhe.

 

Das Gerätehaus bekommt 18 Stellplätze.

 

Dass dem Senat noch einmal eine Planung zum neuen Feuerwehrgerätehaus vorgelegt wurde, war der Tatsache geschuldet, dass bei der Sitzung im März Unstimmigkeiten wegen des konkreten Standortes des Hauses aufgekommen waren. Die Stadträte Peter Kammerscheid (Pro Coburg) und Hans-Heinrich Ulmann (CSB) regten damals an, das Gebäude zu spiegeln und näher an Creidlitz heranzurücken. Viele Senatsmitglieder schlossen sich der Forderung an.

 

Nachdem das Hochbauamt in Abstimmung mit der Feuerwehr in den letzten zwei Monaten diese Möglichkeit untersucht hatte, konnte Thorsten Huld gestern die Spiegelungsvariante präsentieren: "Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ISEK weißt als Ziel aus, dass die Stadtteile Ketschendorf und Creidlitz nicht zusammen wachsen sollen. Mit der neuen Lösung können wir dem ISEK jetzt entsprechen", betonte er.

Gegenüber der beschlossenen Entwurfsplanung wird das Feuerwehrgerätehaus nun außerdem rund 20 Meter nach Süden verschoben. Um noch Möglichkeiten für eine nachträgliche Erweiterung der Fahrzeughalle zu haben, wird das Haus mit einem Mindestabstand von acht Metern zur südlichen Grenze errichtet.

Dort wo in Zukunft die Fahrzeuge bei Alarmierung ausfahren, müssen zwei Bäume gefällt werden. "Ein Baum ist wegen eines Auffahrschaden stark geschädigt, der zweite ist ebenfalls in seiner Vitalität eingeschränkt", erklärte Huld. Aus städtebaulicher Sicht wird vorerst auf eine Schrankenanlage an der Ausfahrt verzichtet. "Bei auftretenden Problemen mit Falschparkern können wir aber nachrüsten", so Huld. Das Hochbauamt werde in der Bauphase schon vorsorglich Leerrohre verlegen lassen.

Ebenfalls zur Debatte stand in der Märzsitzung die Anzahl der Stellplätze, die mit 18 Stück einigen recht viel erschien. "Diese Anzahl wird nicht verändert", erklärte Huld dem Senat. Hintergrund sei zum einen die DINNorm für Feuerwehren nachder die Stellplatzanzahl gleich der Sitzplätze der im Feuerwehrhaus untergebrachten Einsatzfahrzeuge sein soll. Außerdem hätte sich auch die Creidlitzer Wehr für die Zahl der Stellflächen ausgesprochen, so Huld.

Der Senat stimmte der Genehmigungsplanung einstimmig zu. Das Hochbauamt wird nun den Bauantrag stellen.

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
15. 05. 2019
17:22 Uhr

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Steffi Wolf

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15. 05. 2019
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