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Coburg

Ein pfiffiges Chor-Feuerwerk

Der Hochschulchor "Die Klangfänger" feiert mit einer fetzigen Gala im ausverkauften Landestheater seinen 10. Geburtstag. Chorleiter und Gründer Moritz Metzner verlässt den Chor Ende Juli.



Ein fulminantes Konzert gab der Coburger Hochschulchor "Die Klangfänger" anlässlich seines zehnjährigen Bestehens im Landestheater Coburg.	Foto: Bernd Schelhorn
Ein fulminantes Konzert gab der Coburger Hochschulchor "Die Klangfänger" anlässlich seines zehnjährigen Bestehens im Landestheater Coburg. Foto: Bernd Schelhorn  

Coburg - Ein Höhepunkt folgte auf den nächsten bei der großen Gala, mit der der Hochschulchor Coburg "Die Klangfänger" sein zehnjähriges Bestehen beging. Der auf 60 Mitglieder angewachsene Klangkörper ist über die Jahre überall aufgetreten, war zu Gastauftritten in ganz Franken unterwegs, bereicherte Weihnachtsmärkte mit seiner Stimmkunst und hatte sogar eine Sendung beim Bayerischen Rundfunk. Jetzt brannte er im Großen Haus des Landestheaters für seine treuen Fans ein bestens konzipiertes Chor-Feuerwerk mit vielen Überraschungen ab.

533 Karten wurden verkauft. Bereits diese Zahl zeugte von der großen Fangemeinde, die der Chor im Laufe seines Bestehens gewonnen hat. Gegründet wurde dieser 2008 mit der Unterstützung des damaligen Vizepräsidenten der Hochschule, Professor Michael Heinrich, der kurzerhand auch das Chor-Emblem entwarf, und des Chorleiters Moritz Metzner. 15 größtenteils weibliche Mitglieder konnten damals in den Anfängen rekrutiert werden. Es erwies sich als enorm schwierig, treue Männerstimmen zu finden. Die erzählten Anekdoten, die sich um diese Werbemaßnahmen ranken, sorgten doch für erhebliches Amüsement bei der Gala.

23.06.2019 - Klangfänger im Landestheater - Foto: Henning Rosenbusch

Klangfänger im Landestheater
Klangfänger im Landestheater
Klangfänger im Landestheater
Klangfänger im Landestheater
Klangfänger im Landestheater
Klangfänger im Landestheater
Klangfänger im Landestheater

Unter dem Motto "Choordinaten" gewährte die Feier einen wunderbaren Einblick in die Entwicklung des Chores. Nicht nur die Demonstration der erarbeiteten Werke, die sich aus der frühen Zweistimmigkeit in die jetzige Fülle des gemischten Chores entwickelten, war beeindruckend. Auch die Geschichten, die sich aus so langer Zusammenarbeit erzählen ließen, zeugten von hohem Einsatz für die Sanges-Kultur neben dem Studium.

Für die gekonnten Demonstrationen des rockig-poppigen Repertoires, das von Queen bis Ed Sheeran und Bruno Marx reicht und lebendig choreographiert ist, zog sich der Chor mehrmals um, denn er hat ein Faible für Kostüme und viele seiner Mitglieder entstammen dem Studienfach Design. In einer witzigen Lotterie wurden Accessoires aus ehemaligen Konzerten verlost, die Gewinner freuten sich über Kerzen samt Feuerzeug, Klamotten mit Chor-Logo, selbstgebackene Muffins (die sofort verspeist wurden) und ein persönliches Lied auf der Bühne direkt vor dem Chor.

Moritz Metzner, der Leiter und Gründer des Chors, dirigierte meist vom Klavier aus und hatte dabei die Unterstützung von Benedikt Schönberger am Cello. Bei mehreren Werken sang der Chor a cappella, die Stimmen legten sich reif ineinander und zeigten eine adrette Palette von stimmigen, nuancenreichen Farben. Aus den Reihen der Sänger traten auch einige Solisten ins Rampenlicht und wurden vom bestens gelaunten Publikum lauthals gefeiert.

Einziger Wermutstropfen an diesem Abend war, dass Moritz Metzner nach zehn Jahren den Chor nicht mehr weiterleiten wird. Vizepräsident Michael Lichtlein betonte in seiner Ansprache, dass ein Nachfolger bereits intensiv gesucht werde. Vorerst aber überreichte er dem Chorleiter noch die goldene Verdienst-Medaille. Er bezeichnete den Chor als eine wertvolle Bereicherung für die Hochschule und die Stadt Coburg gleichermaßen.

Danach sangen sich die Klangfänger durch die Höhepunkte ihrer erarbeiteten Literatur und gaben ein "Kompliment" an alle Freunde des Publikums weiter, das über Handy aufgezeichnet und verschickt werden konnte. Als letzte von drei heftig geforderten Zugaben erklang als Rausschmeißer nochmals "Don’t stop me now" für das begeisterte Publikum.

 
Autor

Bernd Schelhorn
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Veröffentlicht am:
23. 06. 2019
15:48 Uhr

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Autor

Bernd Schelhorn

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Veröffentlicht am:
23. 06. 2019
15:48 Uhr



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