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Coburg

Ein trauriger Dauerbrenner

Die Statistik für 2018 zeigt: Vor allem zwischen Horb und dem Heubischer Kreisel kommt es immer wieder zu Wildunfällen.



Im Herbst kommt es besonders häufig zu Wildunfällen. Der ADAC rät, zwischen 17 Uhr abends und 8 Uhr früh besonders wachsam zu sein, weil das Wild in dieser Zeit am aktivsten ist.	Symbolbild: Patrick Pleul (dpa Archiv)
Im Herbst kommt es besonders häufig zu Wildunfällen. Der ADAC rät, zwischen 17 Uhr abends und 8 Uhr früh besonders wachsam zu sein, weil das Wild in dieser Zeit am aktivsten ist. Symbolbild: Patrick Pleul (dpa Archiv)  

Neustadt - Die Zahl der Verkehrsunfälle im Inspektionsbereich Neustadt sind seit 2014 auf dem niedrigsten Stand. Ein Dauerbrenner sind aber die Wildunfälle. "Wir haben im letzten Jahr 24, im vorletzten Jahr 27 und vor drei Jahren 23 gehabt", zeigte Polizeihauptmeister Alexander Höhne dem Verkehrssenat auf. Besonders zwischen Horb und dem Heubischer Kreisel auf der St 2708 würden immer wieder Tiere über- oder angefahren. "Es gibt jetzt ein Pilotprojekt, bei dem die Leitpfosten mit einem Sensor ausgestattet sind. Dieser blinkt, wenn sich ein Tier nähert", erklärte Höhne. Zu den bestehenden, blauen Reflektoren, sagte der Polizeibeamte: "Sie haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht, da sich die Tiere scheinbar daran gewöhnt haben."

Insgesamt hatte man im vergangenen Jahr 897 Unfälle im Inspektionsbereich, in Neustadt und seinen Stadtteilen seien es 417 gewesen, führte er weiter aus. Sie setzen sich aus 504 Kleinunfällen, 291 schwerwiegenden Unfällen und 102 Unfällen mit Personenschaden zusammen. "Das bedeutet einen Rückgang zu 2017 von 12,4 Prozent", freut sich Höhne. Die folgenlosen Trunkenheitsfahrten gingen auf 120 (Vorjahr 127) zurück, die Fahrten unter Drogeneinfluss stiegen von 61 auf 71. "Wir kontrollieren aber auch vermehrt", gibt Höhne eine Begründung für den Anstieg ab. Bedenklich stimmt Höhne, dass die Verkehrsunfallfluchten zwar von 226 auf 195 gesunken sind, aber immer noch auf hohem Niveau rangieren. Leider konnten sie auch weniger aufgeklärt werden (78). Verkehrsunfälle unter Alkoholeinwirkung gab es 2018 exakt zwölf, was auch einen Anstieg von fünf bedeutet.

Schulwegunfälle gab es nur einen, dieser fiel allerdings heftig aus. Am Heubischer Kreisel kollidierte ein Kleinbus, der Schüler transportierte, mit einem Pkw. Der Fahrer und drei Schüler wurden durch den Unfall schwer verletzt, zwei Schüler leicht. Der Fahrer des entgegenkommenden Pkw wurde ebenfalls schwer verletzt . Einen tödlichen Verkehrsunfall gab es zudem bei Sonnefeld: Eine 63-jährige Frau starb noch an der Unfallstelle.

Als Hauptunfallursachen gab Höhne an, dass "ungenügender Sicherheitsabstand mit 244 an erster Stelle steht, dazu gehören aber auch die sogenannten Spiegelklatscher." Danach folgen mit 174 Fehler beim Abbiegen und Rückwärtsfahren.

Senioren ab 65 Jahren würden seit Jahren jeweils knapp 100 Unfälle verursachen. Unfallschwerpunkte gebe es keine, "vor Jahren gab es sechs davon, beispielsweise die Moos-Kreuzung und den Sängershügel, in Neustadt seit 15 Jahren keinen mehr", kommentierte der städtische Verkehrssachbearbeiter Detlef Heerlein. Allerdings kracht es relativ häufig in der Ernststraße (13) und in der Heubischer Straße zwischen Rathaus und Austraße (15).

Autor

Peter Tischer
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Veröffentlicht am:
26. 09. 2019
18:00 Uhr

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Autor

Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
26. 09. 2019
18:00 Uhr



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