Lade Login-Box.
Topthemen: BlitzerwarnerGlobe-TheaterStromtrasseHSC 2000 Coburg

Coburg

Elektroroller: Coburger Polizei musste bereits eingreifen

Seit dem 15. Juni sind Elektroroller auf deutschen Straßen erlaubt. Allerdings müssen sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. In Coburg musste die Polizei daher schon eingreifen.



Elektroroller stehen auf dem Wunschzettel vieler Coburger. Foto: Roland Weihrauch/dpa
Elektroroller stehen auf dem Wunschzettel vieler Coburger. Foto: Roland Weihrauch/dpa  

Die neue Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung ist seit dem 15. Juni in Kraft. Seither dürfen Elektroroller auf deutschen Straßen fahren. Allerdings nur, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen zum Beispiel zwei voneinander unabhängig funktionierende Bremsen haben. "Wichtig ist, dass der Roller eine Betriebserlaubnis hat", erklärt Karin Benning, Pressesprecherin bei der HUK-Coburg. Ein Typenschild, meist unter dem Trittbrett angebracht, enthält den Hinweis, dass es sich um Elektrokleinsfahrzeug handelt. Außerdem steht dort die ID-Nummer. Diese Nummer braucht die Versicherung, um das Fahrzeug absichern zu können. "Fehlt das Typenschild, sollten Verbraucher, die den E-Scooter im öffentlichen Verkehr nutzen wollen, von einem Kauf absehen", rät Benning.

Denn eine Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie springt ein, wenn Dinge oder andere Menschen durch den Fahrer beschädigt oder verletzt werden. Zusätzlich bieten Versicherungen einen Teilkaskoschutz an, welcher Schäden durch Diebstahl, Raub oder Brand abdeckt. Wer seinen Elektroroller ordnungsgemäß versichert hat, bekommt eine Versicherungsplakette, die direkt auf das Fahrzeug geklebt wird. So kann die Polizei auf einen Blick erkenne, ob es sich um einen zugelassenen Roller handelt oder nicht.

Der fehlende Aufkleber wurde auch einem Rollerfahrer am vergangenen Wochenende zum Verhängnis. Er war verbotenerweise in der Hindenburgstraße auf dem Gehweg unterwegs. Weil weder Typenschild noch Versicherungsnachweis vorhanden waren, stellten die Polizei den Roller sicher. Er war deutlich schneller als die gesetzlich höchstens zulässigen 20 Stundenkilometer unterwegs und hatte viel zu schwache Bremsen. Zudem besaß der 24-Jährige keinen Führerschein. Das Fahren eines Elektrorollers ist nur dann ohne Führerschein erlaubt, wenn der Scooter höchstens sechs Stundenkilometer schafft. Die Coburger Polizei spricht von einem Einzelfall. "Das wird sich aber nun häufen", vermutet Stefan Probst, Pressesprecher der Polizei. Schließlich gibt es momentan nur wenige Roller, die bereits die gesetzlichen Vorschriften für eine Versicherung erfüllen. Die Hersteller müssen eine Typengenehmigung beantragen, deren Bearbeitung wiederum einige Zeit in Anspruch nimmt. Bisher verkaufte Roller dürfen in der Regel nur auf Privatgrundstücken fahren.

Autor
Christiane Schult

Christiane Schult

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
28. 06. 2019
17:26 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Brände Diebstahl Fahrzeuge und Verkehrsmittel HUK-Coburg Käufe Polizei Raub Schäden und Verluste Verkehr Verkäufe Versicherungen
Neuses an den Eichen Coburg
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
E-Roller sollen noch in diesem Sommer gesetzlich erlaubt werden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

24.05.2019

Polizei warnt vor Elektroschrott

E-Roller sollen noch in diesem Sommer für den Straßenverkehr zugelassen werden. Wer jetzt schon ein günstiges Modell kauft, läuft Gefahr, damit später nicht im öffentlichen Raum fahren zu dürfen. » mehr

Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr

15.06.2019

Auto in Flammen

In der Nacht von Freitag auf Samstag ist in Coburg ein Auto in Brand geraten. » mehr

Männlein oder Weiblein? Bei jungen Zwergseidenhühnern ist das schwer zu ermitteln.

10.07.2019

Verkäufer muss Hahn zurücknehmen

Wer Hennen bestellt und einen Hahn bekommt, darf den Kauf rückgängig machen. So sieht es das Amtsgericht Coburg. » mehr

Mehr als 60 Künstler präsentieren am Wochenende bei der Kunstverkaufsmesse "Umschlagplatz Coburg" ihre Werke.

24.06.2019

Ein Umschlagplatz für Kunst

Zum vierten Mal findet am Wochenende die Kunstverkaufsmesse in den Alten Pakethallen am Güterbahnhof statt. Dort gibt es nicht nur Bilder. » mehr

SÜC-Mitarbeiter Markus Fleischmann mit der alten Wasserleitung (rechts) und den neuen, viel größeren Rohren, die im Fabrikweg verlegt worden sind. Foto: Frank Wunderatsch

17.05.2019

Neue Rohre für Creidlitz

Seit Ostern ist der Stadtteil ein Nadelöhr. Denn die SÜC verlegt dort neue Wasserleitungen. In der kommenden Woche soll die Baumaßnahme fertig gestellt werden. » mehr

Coburger Convent 2019

11.06.2019

Coburger Convent 2019 - das ist die Bilanz der Polizei

Mit den Worten "Business as usual" beschreibt die Coburger Polizei ihren Einsatz beim 151. Coburger Convent, der an diesem Pfingstwochenende traditionell in der Vestestadt über die Bühne ging. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Kutschunfall in Weisbrunn

Kutschunfall in Weisbrunn | 21.08.2019 Weisbrunn
» 13 Bilder ansehen

Fränkische Weinkönigin besucht die Haßberge

Fränkische Weinkönigin besucht die Haßberge | 21.08.2019 Haßberge
» 8 Bilder ansehen

Jubiläumsfeier "75 Jahre Befreiung in der Normandie"

Jubiläumsfeier "75 Jahre Befreiung in der Normandie" | 21.08.2019 Trun/Ebern
» 8 Bilder ansehen

Autor
Christiane Schult

Christiane Schult

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
28. 06. 2019
17:26 Uhr



^