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Coburg

Endstation Bahnhof Oeslau

Stadt und Landkreis Coburg wollen künftig enger zusammenwachsen. Das soll unter anderem durch eine gemeinsame Buslinie gelingen.



Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer, Landrat Sebastian Straubel und Rödentals Bürgermeister Marco Steiner (von links) weihen die neue Stadtbusverlängerung der Linie 3 am Bahnhof Rödental ein. Foto: Andreas Wolfger
Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer, Landrat Sebastian Straubel und Rödentals Bürgermeister Marco Steiner (von links) weihen die neue Stadtbusverlängerung der Linie 3 am Bahnhof Rödental ein. Foto: Andreas Wolfger  

Rödental - Etwa eine Dreiviertelstunde braucht der Coburger Stadtbus von der Haltestelle Sändleinweg in Scheuerfeld bis nach Dörfles Esbach. Mehr als drei Dutzen Haltestellen fährt die Linie 3 der SÜC hierbei an. Künftig wird die Strecke noch ein gutes Stück länger sein. Denn bereits seit diesem Montag fährt der Bus von Dörfles-Esbach weiter nach Rödental. Die neue Endstation ist damit der Bahnhof Stadtteil Oeslau. Insgesamt macht der Bus auf der Strecke von Rödental nach Scheuerfeld künftig an 42 Stationen Halt.

Fahrplan und Tarif

Künftig kommt die Linie 3 täglich um 8.32 Uhr, 10.32 Uhr, 12.32 Uhr und 15.32 Uhr in Rödental an.

 

Abfahrt von Rödental nach Coburg ist um 8.49 Uhr, 10.49 Uhr, 12.49 Uhr und 15.49 Uhr.

 

Auf der Fahrt nach Rödental fallen die Stationen Lauterer Höhe/Obi und HUK-Coburg Arena aus. Rückwärtig steuert der Bus die Stationen jedoch an.

 

In Rödental selbst wird die Linie 3 künftig die Stationen Schulze, Hummel und Bahnhof anfahren.

 

"Wir haben schon länger überlegt, wie wir solch eine Anbindung schaffen können", berichtet Rödentals Bürgermeister, Marco Steiner. Zwar habe es in der Vergangenheit bereits Versuche gegeben, sich in der Region zu vernetzen - diese seien aber eher mit mäßigem Erfolg verlaufen. Nun sei es jedoch endlich gelungen, eine passende Lösung zu finden. "Schneller als erwartet", betont Steiner. Anfänglich habe es in der Verwaltung Rödental zwar Bedenken gegeben, ob eine solche Verbindung auch seitens der Stadt Coburg politisch gewollt sei. Diese Bedenken habe Steiner konnte im persönlichen Gespräch mit seinem Coburger Amtskollegen Oberbürgermeister Norbert Tessmer unbürokratisch aus dem Weg räumen können.

 

"Bei uns geht der Horizont über das Ortsschild Coburg hinaus", betont Tessmer. Aus diesem Grund habe seine Stadt selbstverständlich keine Bedenken gehabt. "Wir bedienen mit unseren Bussen bereits Ahorn, Niederfüllbach, Lautertal, Dörfles Esbach und jetzt halt auch Rödental", sagt er. Generell stünde Coburg dem Gedanken offen gegenüber, auch weitere Kommunen an das Netz der Stadt anzuschließen. Damit dies gelinge, müssten jedoch vorab einige verwaltungsrechtliche Grundvoraussetzungen geklärt werden. Unter anderem gehe es darum, dass es keine Probleme mit den Linienkonzessionen gebe dürfe und dass die Anbindung finanziert werde. "Sobald diese Dinge geklärt sind, kann es losgehen", berichtet Tessmer.

"Frei nach dem alten Sprichwort ,Stadt und Land, Hand in Hand’ wachsen der Landkreis und die Stadt hier wieder etwas näher zusammen", erklärt Landrat Sebastian Straubel. Er danke allen, die sich dafür eingesetzt hätten, dass die Anbindung so reibungslos verlaufen sei. "Das ist ein wichtiger Schritt für den Öffentlichen Nahverkehr in der Region", betont Straubel. Er wisse aus seiner Zeit als Bürgermeister von Lautertal, welche Bedeutung eine solche Linie mitunter für eine Gemeinde haben könne. Bei der Planung der Strecke nach Rödental habe man folglich vorausschauend gearbeitet und unter anderem auch das Gründerzentrum auf dem ehemaligen Areal der Porzellanfabrik Goebel mit angebunden. "Das war uns sehr wichtig, um den Standort Rödental weiter zu stärken", betont er. Nun käme es nur noch darauf an, dass die Bürger das Angebot annehmen würden.

Insgesamt hält die Linie künftig viermal am Tag in Rödental. "Das ist eine ganz bewusste Entscheidung", erklärt Marco Steiner. Man wolle mit der Busverbindung nämlich der bestehenden Bahnlinie zwischen Coburg und Rödental keine Konkurrenz machen. Zielgruppe seien nicht die Berufspendler, sondern vielmehr Personen, die den Bus zum Einkaufen, für eines der zahlreichen Freizeitangebote oder einen Arztbesuch in der Nachbarstadt nutzen würden.

Die Praxen im ESCO-Park seien für viele ältere Bewohner Rödentals inzwischen sehr wichtig, und mit der Busanbindung gebe es nun endlich eine Direktanbindung zwischen seiner Stadt und dem Ärztezentrum. "Übrigens ist die neue Strecke nicht nur für die Rödentaler interessant", betont Steiner. Auch die Bürger von Dörfles Esbach würden künftig sehr von ihr profitieren.

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Andreas Wolfger
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Veröffentlicht am:
05. 11. 2019
16:50 Uhr

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Andreas Wolfger

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Veröffentlicht am:
05. 11. 2019
16:50 Uhr



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