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Coburg

Stellungnahme

Erholungsoase Rosengarten erhalten!

Die Initiative "Rettet den Rosengarten!" appelliert an den Stadtrat, sich gegen einen Stadtstrand in der innenstadtnahen Grünfläche auszusprechen. Die "Erholungsoase" müsse erhalten bleiben. Die Stellungnahme ist auch von Oberbürgermeister Dominik Sauerteig unterzeichnet.



Er war vor seiner Wahl einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Als im Sommer 2019 Pläne zur Verwirklichung eines Hotelbaus im Rosengarten diskutiert wurden, war für uns klar: Der Rosengarten ist und bleibt eine grüne Erholungsoase für alle Bürgerinnen und Bürger Coburgs. Seitdem sammeln wir Unterschriften, um die Bürgerinnen und Bürger bei einer Entscheidung einzubinden.

Der Rosengarten als wertvolle und weitestgehend barrierefrei zugänglich innenstadtnahe Grünfläche sollte keiner kommerziellen Nutzung zugeführt werden, sondern weiterhin als Wohlfühlort für alle Bürgerinnen und Bürger dienlich sein.

An dieser klaren Haltung hat sich nichts geändert. Wir sammeln weiter Unterschriften und versuchen den Rosengarten mit seiner jetzigen Fläche konsequent als Grünfläche vollständig zu erhalten.

Als Initiatoren des Bürgerbegehrens "Rettet den Rosengarten" lehnen wir daher die Bestrebungen einer kommerziellen Nutzung von Teilen des Rosengartens für einen sog. "Stadtstrand" entschieden ab.

Festhalten möchten wir an dieser Stelle aber ausdrücklich: Der Wunsch nach einem Stadtstrand in Coburg ist keine schlechte Idee. Unseren Rosengarten dem Trink- und Eventkult zu opfern ist, vor allem auch im Betracht auf das Artensterben und den Klimawandel, jedoch höchst eigensinnig. Ein Stadtstrand an dieser Stelle macht aus unserer Sicht darüber hinaus keinen Sinn. Ein Strand ist per Definition ein flacher Küsten- oder Uferstreifen aus Sand oder Geröll, welcher natürlich auch Wasserzugang hierfür benötigt.

Ein Stadtstrand als Eventlocation lebt vom Geräusch des fließenden Wassers und nicht von der Betrachtung eines Springbrunnens. Notwendig wäre daher aus unserer Sicht die Ermöglichung eines Stadtstrandes an einer geeigneten Stelle entlang der Itz, beispielsweise im Güterbahnhofsgelände. Dort soll ja auch ein Areal mit Aufenthaltsqualität für junge Menschen entstehen.

Man möchte meinen, Teile der Politik wollen der Versuchung erliegen hip und naturnah zu wirken und das möglichst schnell. Vergessen wird dabei die Nachhaltigkeit. Denn die Opferung weiterer Begrünung im Rosengarten könnte zum Dosenöffner werden. Unsere Sorge, um den Verlust des Rosengartens als innerstädtischer Erholungsort ist groß. Groß ist aber auch unsere Sorge, dass ein positiver Beschluss weiteren kommerziellen Nutzungswünschen den Weg ebnet. Überprüfungen für den Hofgarten sind ja auch bereits Teil eines Stadtratsantrages.

Wir sind uns sicher, dass der Gesellschaft mit dem Erhalt des Rosengartens in seiner aktuellen Form mehr geholfen ist, als durch die kommerzielle Ausbeutung dieser wunderbaren und in diesen Tagen blütenreichen öffentlichen Grünfläche.

Es gilt für den Rosengarten klar die Losung: Grünes und buntes Eiland statt Möchtegern-Stadtstrand.Wir appellieren daher als Initiatoren des Bürgerbegehrens ’Rettet den Rosengarten!‘ an die 40 weiteren Mitglieder des Coburger Stadtrates: Lassen Sie den Rosengarten auch zukünftig Rosengarten sein".

Toni Münster, Oliver Pieschel

Dominik Sauerteig

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Veröffentlicht am:
18. 06. 2020
15:58 Uhr

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18. 06. 2020
15:58 Uhr



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